08. November 2009

Auf Herz und Nieren
In der Medizintechnik gibt es kaum Krisen

Keine andere Branche verlangt Ingenieuren so viel Akribie und Verantwortungsbewusstsein ab wie die Medizintechnik. Das belegt auch der Aufgabenbereich von Andreas Wildgruber. Der Technische Informatiker hat bei der Berliner Firma Biotronik Verantwortung für die Qualitätsprüfung von Herzschrittmacher-Messgeräten übernommen. 

 

Raus aus dem Elfenbeinturm
Philosophie studiert – und dann?

Ihr Fachwissen ist selten gefragt, dafür umso mehr ihre analytischen Fähigkeiten und ihr strukturiertes Denken. Und ein hohes Anpassungsvermögen. Denn die meisten Philosophen bleiben nicht im Wissenschaftsbetrieb, sondern landen als Quereinsteiger in der freien Wirtschaft. 

 

Gestalter an den staatlichen Fördertöpfen
Was machen eigentlich Forschungsmanager?

Die staatlichen Forschungsausgaben steigen. Mit ihnen wächst der Bedarf an engagierten Wissenschaftsmanagern. Neben Unis und Forschungsorganisationen bieten Projektträger interessante Stellen für Betriebswirte und Naturwissenschaftler mit Managementambitionen. Sie koordinieren geförderte Forschungsvorhaben, überwachen deren Qualität und sind als Förderberater aktiv. 

 

Steuern und überwachen
Forschung im Konzern

Der Forschungsbereich von Bosch ist ein eigener Kosmos, in dem ein Heer von 30.000 Forschern und Entwicklern zuletzt über einen Etat von 3,9 Milliarden Euro verfügte. Fünfzehn Patente meldet die Zentralabteilung Gewerblicher Rechtsschutz der Bosch-Gruppe an durchschnittlichen Arbeitstagen an - in Summe macht das 3.850 Patentanmeldungen pro Jahr. Wie lässt sich ein so gewaltiger F&E-Organismus steuern? Wer setzt die Themen, und wie bleibt gewährleistet, dass Bereiche und Abteilungen ihr Know-how teilen? 

 
Catharina Hippius
Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung

So sieht der Berufsalltag von Young Professionals aus 

 

Soft-Skills müssen sein
Mit Wir-Gefühl im Forschungslabor

International und interdisziplinär zusammengesetzte Teams, die unter extrem hohem Zeit-, Kosten- und Leistungsdruck arbeiten - so sieht heute der Arbeitsalltag in Forschungsabteilungen aus. Gefragt sind deshalb kommunikative Teamplayer, die vor administrativen Aufgaben nicht zurückschrecken. Wirtschaft, Unis und Forschungsorganisationen reagieren mit fachlicher und organisatorischer Vernetzung. 

 
Unter Beobachtung: Sebastian Fontaine, Anna-Luisa Uhlitz, David Kremer, Thomas Müller und Elmar Rugevcics beim Recruiting-Workshop der Boston Consulting Group. In der Beraterbranche gelten sie als Exoten, weil keiner von ihnen WiWi studiert.
Exzellenz-Initiative
Weniger Jobs und strengere Auslese auf dem Beratermarkt

Wer im Krisenjahr 2009 einen Job bei einer Unternehmensberatung sucht, muss sich auf eine Menge Konkurrenz einstellen. Und bei der Besetzung der freien Stellen gilt mehr denn je: Der Bessere ist der Feind des Guten. 

 

Von Arroganz keine Spur
»Ich bin kein anderer Mensch geworden«

Jakob Angele ist seit einem Jahr Berater bei McKinsey. Seitdem hat sich das Leben des studierten Physikers ziemlich verändert. Das Gefühl, nun zur Elite zu gehören, hat er nicht. 

 

Wie im richtigen Beraterleben
Praktikum mit viel Verantwortung

Vom lauen Uni-Dasein zum Zwölf-Stunden-Tag: Nadja Kendlbacher hat drei Monate Praktikum bei der Unternehmensberatung Bain & Company hinter sich - und dort praktisch durchgearbeitet. Ihr Fazit: „Ich war ganz nah dran am Geschehen.“ 

 
Martin Doxey
Reden und rechnen
IT-Beratung

Wenn Unternehmen ihre Informationstechnik umbauen, geht es um Technik und Betriebsabläufe. Spezielle IT-Berater vermitteln zwischen Programmierern und Managern. Der Informatiker Michael Knoke ist ein solcher Generalist. 

 
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