23. Juni 2008
Manchmal gibt es keinen Strom, dann wieder kein Wasser und der Internetzugang ist ein Glücksspiel - deutsche Studenten auf Kuba lernen, besondere Herausforderungen zu bestehen. Und gemeinsam mit kubanischen Studenten lernen sie Wirtschaftsinformatik. Die Universitäten Magdeburg und Oldenburg haben einen kompletten Studiengang nach Havanna und Santa Clara exportiert. Es ist ein Austausch des Wissens und der Kulturen, der künftig auch in Argentinien und Chile fortgeführt werden soll.
Wenn die S-Bahn in Magdeburg Verspätung hat, bringt ihn das nicht mehr aus der Ruhe. Und wenn in einem Restaurant ein Gericht ausgegangen ist, lächelt er milde. Steffen Zimmerhäkel hat als Student der Wirtschaftsinformatik vier Monate auf Kuba verbracht. Er hat sich in dieser Zeit in Geduld und Bescheidenheit geübt. Seit 2005 bieten die Universitäten in Santa Clara (UCLV) und Havanna (CUJAE) den Studiengang Wirtschaftsinformatik in englischer oder spanischer Sprache an. Die Inhalte kommen aus Deutschland.
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| Mit Zigarre und kubanischen Rhythmen: Wirtschaftsinformatikstudent Steffen Zimmerhäkel ist im Kuba der Klischees angekommen. |
Wir haben für unseren Studiengang vor Ort ungefähr ein Zehntel der gesamten Internetkapazität Kubas verbraucht.
Eine moderne Form der Entwicklungshilfe, sagt Prof. Claus Rautenstrauch von der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität. Er hat das Projekt gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Jorge Marx Gómez von der Oldenburger Carl-von-Ossietzky-Universität auf den Weg gebracht. Sie entwickelten zusammen die Idee, den Studiengang in die Karibik zu exportieren, und setzten das Projekt trotz mancher Hindernisse um. Man denkt immer, Deutschland ist so bürokratisch, doch auf Kuba war das eine neue Dimension, sagt Prof. Marx Gómez. Die deutschen Professoren mussten verschiedene Gremien im kubanischen Hochschulministerium von ihrem Projekt überzeugen - und die deutschen Geldgeber. Mit Erfolg: Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat das Projekt finanziell unterstützt. Auf vier Semester ist der exportierte Studiengang Wirtschaftsinformatik angelegt, 46 kubanische Studenten haben bisher daran teilgenommen. Vergangenes Jahr haben die ersten Absolventen mit einem Mastertitel abgeschlossen. Sie sind die ersten Wirtschaftsinformatiker in ihrem Land. Denn bis dahin existierte das Fach auf Kuba nicht.

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Der exportierte Studiengang ist aber auch für deutsche Studenten ein Gewinn: Jedes Jahr werden Studenten aus Magdeburg und Oldenburg nach Kuba entsandt. Sie sollen Vorlesungen und Seminare besuchen, das kubanische Hochschulwesen kennenlernen und die deutschen Dozenten unterstützen, zum Beispiel bei Übersetzungen von deutschen Lehrbüchern ins Englische oder Spanische.
Steffen Zimmerhäkel ist einer von ihnen. Der inzwischen 28-Jährige durchlief einen internen Auswahlprozess an seiner Universität in Magdeburg und wurde auserkoren. Bis Februar 2007 verbrachte er vier Monate auf Kuba. Vordiplom, Noten und Bewerbungsschreiben waren seine Eintrittskarte. Der geborene Magdeburger war neugierig auf den kommunistischen Inselstaat. Er ist in der DDR aufgewachsen, erlebte als Zehnjähriger den Mauerfall. Auf Kuba wollte er erfahren, ob der Sozialismus in einem anderen Land funktionieren könnte. Ich dachte mir, vielleicht klappt es ja da. Steffen Zimmerhäkel war schnell desillusioniert und erkannte, der Sozialismus funktioniert auch dort nicht.

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Das Land ist arm, die Menschen leiden unter dem geringen Warenangebot, der beschränkten Reisefreiheit. Und natürlich leidet das Land auch unter dem Handelsembargo der USA, das bereits seit 1960 existiert. Als Tourist, und sei es auch als studentischer Langzeitgast, sei man vor allem eine Einnahmequelle, so Steffen Zimmerhäkel. Die Studenten bekommen zwar einen Ausweis, der es ihnen ermöglichen soll, Kinos, Museen oder Sammeltaxen zum einheimischen Tarif zu nutzen. Aber nicht immer funktioniert das reibungslos. Steffen Zimmerhäkel musste immer wieder diskutieren. Rund 15 Euro verdient ein Kubaner im Durchschnitt pro Monat. Viel mehr verdienen diejenigen, die die begehrte Lizenz haben, an Touristen private Zimmer zu vermieten oder völlig überhöhte Taxigebühren abzukassieren. Die Zweiklassengesellschaft zeigt sich bereits auf den ersten Blick: Es gelten zwei Währungen. Kubaner zahlen mit dem normalen kubanischen Peso, Touristen mit dem Peso convertible, der alles rund 25-mal teurer macht. Steffen Zimmerhäkel war als Student angereist und nicht als Luxusklasse-Tourist, aber das musste er den Kubanern erst mal deutlich machen.
Ein Problem Kubas ist, dass es zum sogenannten uninformierten Teil der Welt gehört, so Prof. Rautenstrauch. Das Land sei in den modernen Technologien weit zurück. Es ist dort wie bei uns in den siebziger Jahren. Das Internet ist zwar schon auf Kuba angekommen, aber die Bandbreite, die eine schnelle Nutzung ermögliche, sei äußerst gering. Wir haben für unseren Studiengang vor Ort ungefähr ein Zehntel der gesamten Internetkapazität Kubas verbraucht. Ein Verschleiß, der sich seiner Meinung nach gelohnt hat. Die Informatiker aus Deutschland haben trotz beschränkter technischer Mittel Wissen in das Land gebracht. Die Studenten bekamen unter anderem Unterricht in Projektmanagement, in Logistik, in Internationalem Management, im Umgang mit Datenbanken, ihnen wurde beigebracht, Software zu entwickeln und zu nutzen. Und damit das Wissen auch kontinuierlich weitergegeben werden kann, wurden nicht nur Studenten ausgebildet, sondern auch kubanische Dozenten, die künftig unterrichten werden.
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| Deutsche Studenten lernen auf Kuba, Herausforderungen der besonderen Art zu bestehen: Das beginnt bei der Busfahrt zur Uni. |
Steffen Zimmerhäkel reiste mit seinem eigenen Laptop an und gehörte damit zu einer extremen Minderheit. Auf Kuba gebe es irgendwo Laptops zu kaufen und wenn, könnte sich ein solches Gerät kein Normalverdiener leisten. Die Studenten sind auf die alten und seltenen Computer an der Universität angewiesen. Rund 40 gab es an der Universität Santa Clara für die rund 1.000 Studenten der Wirtschaftswissenschaften. Insgesamt besuchen rund 8.000 Studenten die drittgrößte Universität Kubas. Damit nicht alle gleichzeitig im Internet surfen und auf diese Weise die Verbindung lahmlegen, dürfen Studenten nur abends und nachts ins Netz, die Tagschicht ist den Dozenten vorbehalten. Als Ausländer und Laptop-Besitzer galten für Steffen Zimmerhäkel großzügigere Regeln. Dennoch: Geduld war gefordert, bei vielen Seiten dauert es Minuten, bis sie sich aufgebaut haben, einige internationale Seiten sind gesperrt. Internetcafés sind Luxus, mit Gebühren von sechs Dollar die Stunde. Für zwei Stunden Internet müsste ein Kubaner fast seinen gesamten Monatslohn opfern. Man muss eigentlich alles, was man braucht, auch für den Unterricht, aus Deutschland mitbringen, sagt Zimmerhäkel. In Privathaushalten sind Computer die Ausnahme. Und auch die Erlaubnis für einen Internetanschluss muss bei den Behörden beantragt werden. Regimetreue Bürger haben höhere Chancen, den virtuellen Blick in andere Welten genehmigt zu bekommen.
Um die technische Infrastruktur zu verbessern, brachten die Initiatoren Prof. Marx Gómez und Prof. Rautenstrauch einen ganzen Container ausrangierter Computer nach Kuba, organisierten alte Lehrbücher, die für kubanische Verhältnisse hochmodern sind, und hatten auch neuzeitliche Unterrichtsmaterialien wie Beamer in ihren Koffern, gespendet von Firmen oder bezahlt aus den finanziellen Mitteln, die der Deutsche Akademische Austauschdienst zur Verfügung stellt. Wir haben aber vor allem die Reise- und Aufenthaltskosten deutscher Studenten und Wissenschaftler in Kuba und teils auch die Kosten kubanischer Wissenschaftler in Deutschland übernommen, sagt der zuständige Referatsleiter Cay Etzold, der zufrieden ist, dass das Projekt so erfolgreich läuft und auch künftig ohne finanzielle Hilfe aus Deutschland weitergeführt wird. Rund 15.000 Euro flossen jährlich vom DAAD in das Projekt. Beachtlich, was damit passiert ist, so Cay Etzold. Wenn sich Akademiker weltweit austauschen können, dann hilft das auch dem ganzen Land, gerade auch in Diktaturen.

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Dass der Deutsche Akademische Austauschdienst sich engagierte, war für die Initiatoren eine Hilfe, die sie nicht überall offen kundtun konnten. Gelder aus Europa werden auf Kuba nur ungern angenommen. Aber wir haben uns aus der Politik herausgehalten, sagt Prof. Rautenstrauch, und wenn man Wissenschaftler einfach machen lässt, dann funktioniert es ja oft am besten. Die Kontakte zwischen den Unis Magdeburg und Santa Clara haben auch schon eine lange Tradition. Seit 27 Jahren verbindet die Maschinenbau-Fakultäten eine Hochschulpartnerschaft. Zu diesen alten Kontakten kamen neue, die Prof. Marx Gmez bei einem Seminar in Havanna knüpfte. Aus den Gesprächen und dem Wissen um den Nachholbedarf im Land entstand die Idee, den Studiengang zu exportieren. Wir kamen also durch die Vorder- und die Hintertüre, so Prof. Rautenstrauch, der sich noch heute wundert, dass das Mammutprojekt so gut geklappt hat. In Syrien, wo er ein ähnliches Projekt auf den Weg bringen wollte, ist er kläglich gescheitert. Die Bürokratie war für ihn nicht zu überwinden.
Auf Kuba kam den deutschen Informatikern die Unterstützung des kubanischen Telekommunikationsunternehmens Etexa zugute. Etexa war eine große Hilfe. Die Uni allein hätte das nicht gestemmt, sagt Prof. Marx Gmez. Die kubanische Firma sei eine kapitalistische Insel. Wer sich zur Elite zählt, der arbeitet bei Etexa, so Prof. Rautenstrauch. Das Unternehmen unterstützte den Studiengang unter anderem mit Computern und eigenen Räumen, in denen auch Strom fließt. Eine Kostbarkeit auf Kuba. Dafür genossen einige Etexa-Mitarbeiter das Privileg, den Studiengang besuchen zu dürfen. Der Wissensstand der Kubaner in theoretischen Fächern wie in angewandter Mathematik ist ausgesprochen gut, hat Rautenstrauch festgestellt. Nur dort, wo Computer und Internet benötigt werden, ist der Nachholbedarf groß.
Es ist wie in der DDR.Man muss immer aufpassen, was man sagt.
Steffen Zimmerhäkel hat in seiner Zeit auf Kuba fachlich zumindest nichts versäumt, denn er hörte die Vorlesungen und Seminare, die er sonst auch in Deutschland gehört hätte, nur eben in englischer oder spanischer Sprache. Und er kam in den Genuss kleinerer Klassen. Einen Umstand, den auch Christin Schmidtke, die ebenfalls vier Monate auf Kuba verbrachte, als ausgesprochen angenehm in Erinnerung hat. Rund 15 Leute sitzen in einem Seminar, alle hoch motiviert. Die Studenten dort arbeiten viel mit, diskutieren. Studenten wie auf Kuba wünscht sich Prof. Rautenstrauch auch in Deutschland. Er wurde mit ganz neuen Fragen konfrontiert, musste seine Vorlesung überarbeiten. Für die kubanischen Studenten ist die Teilnahme an dem Studiengang eine große Chance. Sie sind mit ihrem Abschluss begehrte Fachkräfte und werden auf dem Arbeitsmarkt wohl keine Probleme haben.
Zwei Monate verbrachten die deutschen Studenten in Santa Clara, zwei Monate in Havanna. In der Hauptstadt Kubas fand Steffen Zimmerhäkel auch ein bisschen etwas von dem Zauber, den die sogenannte alte Dame der Karibik noch durchschimmern lässt: eine Altstadt, die zum Weltkulturerbe gehört, Villen aus der Kolonialzeit, Bars, in denen schon Hemingway seinen Mojito trank, Strände, die zwar von Müll überladen sind, aber dennoch das Flair der Karibik ausstrahlen. In der Zwei-Millionen-Einwohner-Metropole fielen die deutschen Studenten nicht weiter auf. Zigtausende Touristen reisen jedes Jahr in die Hauptstadt Kubas, suchen den Mythos Kuba mit Salsa, Strand, Rum und Rumba. In der 200.000-Einwohner-Stadt Santa Clara trafen die deutschen Studenten auf die kubanische Realität und fielen sofort als Ausländer auf. Da hat sich schnell herumgesprochen, wenn wieder deutsche Studenten da waren, sagt Christin Schmidtke. Man hatte immer das Gefühl, alle kennen einen. Steffen Zimmerhäkel wurde von kubanischen Freunden immer wieder aufgefordert, nicht zu laut und zu offen Kritik am System zu üben. Es ist eben wie in der DDR. Man muss immer aufpassen, was man sagt, resümiert er.
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| Die Universität Santa Clara: zwei Studenten und Lehrerin beim Spanischunterricht. |
Die deutschen Studenten trafen aber auch auf die vielzitierte kubanische Gastfreundschaft. Sie wohnten privat bei Familien. Das Studentenwohnheim war wenig einladend und verfügte nur selten über Wasser und Strom. Die Familien halfen dann auch bei den verschiedenen Herausforderungen des kubanischen Lebens wie dem täglichen Essen. Es ist gar nicht so leicht, an Fleisch oder Reis am Markt heranzukommen, sagt Christin Schmidtke. Alles sei Mangelware. Reis gekocht mit schwarzen Bohnen ist das Nationalgericht der Kubaner. Am Ende ihres Aufenthaltes konnten es die deutschen Studenten kaum noch sehen. Das Schlimme ist, dass es einem auch im Restaurant passieren kann, dass es nichts zu essen gibt. Man fragt also nicht Was haben Sie zu essen?, sondern Haben Sie etwas zu essen?, erinnert sich Steffen Zimmerhäkel. Eine weitere Herausforderung war die Mobilität. Langes Warten auf völlig überfüllte Busse aus vergangenen Zeiten machte auch die Fahrt zur Universität zu einem täglichen Abenteuer.
Die deutschen Studenten haben nach vier Monaten auf Kuba neben Wirtschaftsinformatik und Spanisch vor allem aus den Herausforderungen des kubanischen Alltagslebens gelernt. Steffen Zimmerhäkel hat inzwischen sein Studium abgeschlossen und arbeitet bei einer Unternehmensberatung - Probleme mit Gelassenheit zu lösen hat er auf Kuba gelernt. Christin Schmidtke schreibt gerade an ihrer Diplomarbeit. Sie möchte eines Tages wieder nach Kuba reisen, Kontakt zu den Familien, bei denen sie wohnte, hat sie noch. Und vielleicht geht das Projekt auch in eine nächste Stufe. Prof. Marx Gmez möchte Wirtschaftsinformatik auf Kuba auch als Promotionsstudiengang anbieten. Und von dem Erfolg inspiriert, hat Prof. Marx Gmez noch größere Pläne: Er möchte nun auch den Studiengang Betriebliche Umweltinformatik nach Kuba sowie nach Argentinien und Chile exportieren. Der Studiengang, der so nur in Deutschland existiert, sei in Lateinamerika von großem Nutzen. Denn neben betriebswirtschaftlichen Fragen werden sich diese Länder auch zunehmend mit ökologischen Problemen auseinandersetzen müssen. Der Studiengang soll bereits nächstes Jahr starten. Partner-Unis in Deutschland sind neben Oldenburg und Magdeburg die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Das wird spannend, sagt Prof. Marx Gómez. Denn mit Universitäten in Argentinien und Chile hat er bisher noch keine Erfahrung.
Studieren auf Kuba
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| Mit dem Spanischbuch am Strand: Steffen Zimmerhäkel nutzte jede Gelegenheit, um die Sprache des Landes zu erlernen. |
Kubas Bildungssystem gilt als eines der besten Lateinamerikas. Bildung für alle, und noch dazu kostenfrei, ist die Devise. Leider trifft das nicht auf Gaststudenten zu, die aus anderen Ländern nach Kuba reisen. Auslandsstudenten müssen je nach Uni und Studiengang mit kapitalistischem Vorgehen rechnen (Studiengebühren von bis zu 5.000 Dollar pro Studienjahr), wenn sie nicht an einem kostenlosen Austauschprogramm teilnehmen, wie es die Uni Magdeburg und Oldenburg anbieten, oder ein Stipendium bekommen. Geisteswissenschaftler sollten bedenken, dass viele Lehrinhalte auf der kommunistischen Ideologie des Landes basieren. Die Regelstudienzeit der meisten Studiengänge beträgt fünf Jahre. Das Studium ist generell verschulter als in Deutschland, während der Veranstaltungen gibt es meist Anwesenheitskontrollen und in den Seminaren wird rege Mitarbeit erwartet. Die Ausbildung erfolgt in Diplom- und Masterstudiengängen. Das Akademische Jahr beginnt in der Regel im September und dauert bis Juli. Informationen über Zulassungsvoraussetzungen und Studienkosten erfragt man am besten von der gewünschten Universität auf Kuba. Informationen erteilt auch das kubanische Bildungsministerium unter
http://www.rimed.cu.
Universitäten Havanna und Santa Clara
> Die wichtigste Universität auf Kuba mit dem breitesten Fächerangebot ist die Universidad de la Habana in der Hauptstadt des Inselstaates. Die Universität wurde 1728 gegründet und bietet 15 Fakultäten. Weitere Informationen unter http://www.uh.cu.
> Die Technische Universität von Havanna CUJAE wurde 1964 gegründet. Rund 12.400 Studenten sind hier eingeschrieben. An sieben Fakultäten werden unter anderem Informatiker, Elektroingenieure und Architekten ausgebildet. Weitere Informationen unter http://www.cujae.edu.cu.
> Die Universidad Central Marta Abreu' de Las Villas (UCLV) in Santa Clara wurde 1952 gegründet und befindet sich circa acht Kilometer von der Provinzhauptstadt Santa Clara entfernt. Rund 8.000 Studenten sind immatrikuliert. Die Universität ist heute die drittgrößte Universität auf Kuba mit Fakultäten für Geisteswissenschaften, Maschinenbau, Recht, Wirtschaftswissenschaften, Elektroingenieurwesen, Agrarwissenschaften, Sozialwissenschaften, Chemie-Pharmazie, Mathematik-Physik-Informatik, Architektur und Psychologie.
Sprache
Spanischkenntnisse sind erforderlich, auch wenn sich Englisch weiter durchsetzt. Nicht mehr Russisch, sondern Englisch ist inzwischen die erste Fremdsprache an kubanischen Schulen. Mit der deutschen Sprache wird man auf Kuba nur mit etwas Glück bei älteren Menschen etwas erreichen, die in früheren Jahren einmal in der DDR waren.