12. Oktober 2008

Auslandssemester in Australien

Zum Büffeln nach Down Under

Von Martin Hardung und Anette Orth



Auslandsstudium als kulturelle Erfahrung und zur Erweiterung der Fremdsprachenkompetenz: Für die Lehramtsstudentin Sonja Oellers war von allen englischsprachigen Ländern Australien die erste Wahl.
28. Januar 2008 
Weißer Strand und glitzernde Wellen, ein Surfbrett und der Rucksack mit den Lernsachen am Ufer - so das Klischee. Ganz falsch ist es nicht, aber es verschweigt, dass der reale Studienalltag in Australien auch ganz schön hart ist.

Rund 3.000 deutsche Studenten absolvieren derzeit ein Auslandssemester Down Under - Tendenz steigend. Was bis vor einigen Jahren noch als exotischer Geheimtipp galt, ist bei der Studienplanung inzwischen eine beliebte Alternative zum Auslandsaufenthalt in europäischen Ländern. Kein Wunder, denn ein Zwischenspiel von ein, zwei Semestern oder ein Studienabschluss in Australien ist nicht mehr mit dem Risiko behaftet, vielleicht fürs Leben, aber leider nicht für die Karriere dazugelernt zu haben. Inzwischen weiß man auch in Deutschland, dass australische Universitäten höchste Ansprüche an Forschung und Lehre auf internationalem Niveau erfüllen. Sie sind dabei anders ausgerichtet als deutsche Universitäten: Verschulter geht es zu als hierzulande, und zahlreiche Prüfungen pflastern den studentischen Weg.


„Das läuft im Endeffekt aufs Gleiche raus“, glaubt Philipp Bayer, der an der Melbourne University Architektur belegt hat. Der Schwerpunkt liege aber nicht auf den Abschlussprüfungen, sondern auf dem kompletten Studienverlauf. „Hier arbeitet man konstanter, muss aber auch präsenter sein. In meinen ersten drei Wochen an der Melbourne University habe ich jede Woche zwei Referate gehalten. Die fließen als mündliche Mitarbeit zur Hälfte in die Endnote mit ein. In Deutschland hingegen wird nur das Endprojekt - in der Regel die schriftliche Abschlussarbeit und die mündlichen Prüfungen - bewertet.“

Eines steht fest: Unter australischem Himmel wird mehr gebüffelt. Denn hier ist das Studium kürzer und somit geraffter. Dafür beendet der australische Student mit durchschnittlich 23 Jahren sein Studium, in einem Alter, in dem der deutsche oft erst bei der Zwischenprüfung angekommen ist. Klingt nach Stress und wenig Freizeit? Nun ja, geschenkt bekommt man das Studium in Australien nicht, und in der Regel müssen die Studenten hinterher einen Kredit zurückbezahlen, denn das Studieren an australischen Universitäten ist nicht umsonst. Trotzdem kommt bei den „Aussis“ eines nicht zu kurz: Spaß und gute Laune. Der Wohlfühleffekt ist bei australischen Hochschulen zwar nicht Zielvorgabe in der Studienordnung, erreicht aber ohne weiteres den Status eines ungeschriebenen Gesetzes. Dass das Wohlbefinden zum Studienerfolg beiträgt, gilt als Common Sense auf dem Campus.

Hat das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden: Phillip Bayer hat die Kurse an der Uni Melbourne bewusst danach ausgesucht, ob sie von seiner Uni in Dresden auch anerkannt werden. So verliert er trotz Auslandssemester keine unnötige Studienzeit.

An den australischen Universitäten gehören Betreuung und Integration der neuen Studierenden zum Dienstleistungsgedanken, von dem vor allem die ausländischen Studenten profitieren. „Der Service beschränkt sich nicht etwa nur auf die ersten Tage, sondern geht bis zum letzten, an dem du wieder abreist“, sagt Sonja Oellers, die seit Juli an der La Trobe University in Melbourne eingeschrieben ist. „Hier hat man einfach alles: schönes Wetter, tolle Leute, gute Studienbedingungen.“ Die Lehramtsstudentin, die derzeit ihr fünftes Semester absolviert, studierte zuvor in Köln, wo sie alle Nachteile einer Massenuniversität zu spüren bekam: angefangen von der schlechten Betreuung seitens der Lehrkräfte bis hin zur Anonymität unter den Studierenden: „Hier studiert man an einer großen Universität, hat aber trotzdem nicht das Gefühl, einer von vielen zu sein. Es ist unglaublich, wie schnell man Kontakte nicht nur zu anderen Studenten, sondern auch zu den Dozenten findet.“

So war ja Sonja Oellers auch ziemlich verblüfft, als ein Professor gleich in der ersten Stunde seine Mobilnummer an die Tafel schrieb. „Die Professoren und Dozenten meinen es wirklich ernst mit der Ansprechbarkeit für ihre Studenten. Alle Dozenten werden mit Vornamen angesprochen. Sie sind offen, total nett und sehr interessiert, besonders wenn sie hören, dass man aus dem Ausland kommt. Dann wollen sie sofort wissen, woher man kommt, was man später einmal machen will und warum man sich gerade für Australien entschieden hat.“


Andererseits weiß aber auch Sonja Oellers, dass der gute Service in Australien nicht nur eine Frage der Mentalität, sondern auch des Geldes ist. Jeder Student wird hier als zahlender Kunde betrachtet. Schon deshalb bemühen sich die Universitäten auch ganz besonders um die „students from abroad“. Und das ist auch der Grund, warum der Zugang zum Studium einfach ist und die Latte für ausländische Studenten bei der Bewerbung nicht allzu hoch gelegt wird: Nur wenige scheitern mit zu schlechten Noten. „Man muss das auch ein bisschen ökonomisch sehen“, meint die Studentin ganz pragmatisch. „Die australischen Unis verdienen an den Auslandsstudenten einen Batzen Geld, die wären doof, wenn sie viele ablehnen würden.“

Gute Erfahrungen mit der Aufgeschlossenheit der australischen Universitäten haben auch die beiden deutschen Studenten Philipp Bayer und Stefan Ewers gemacht, die ebenfalls beide in Melbourne studieren. Philipp an der Melbourne, Stefan an der La Trobe University.

Hat seine Karriere genau geplant: Sein erstes Staatsexamen in Jura hat Stefan Ewers bereits in der Tasche-an der La Trobe University setzt er jetzt noch seinen Master of Laws International drauf. Danach will er als Anwalt für int. Recht in Asien arbeiten.

Wie Sonja ist auch Stefan über das Institut Ranke-Heinemann zum Auslandsstudium nach Australien gekommen. Das Institut ist das Studentensekretariat aller australischen und neuseeländischen Hochschulen in Deutschland und die Anlaufstelle für alle, die am Ende der Welt studieren möchten. „Es hilft einem nicht nur bei praktischen Fragen, wie die nach den Zulassungsvoraussetzungen, dem Anmeldeverfahren oder der Unterkunft. Man erfährt hier auch, welche australische Universität mit welchem Fächerangebot am besten zum Studium in Deutschland passt.“

Durch langjährige Kontakte zu den 38 staatlichen und zwei privaten australischen Hochschulen wissen die Mitarbeiter des Instituts Ranke-Heinemann, wo deren Schwerpunkte und Besonderheiten liegen. „Vor allem für Studenten, die sich nicht nur kurzzeitig in Australien aufhalten, sondern gleich einen Bachelor-, Master- oder Postgraduate-Abschluss mitnehmen wollen, ist das Institut eine wichtige Anlaufstelle“, ist Stefan überzeugt. Der 26-Jährige hat in Bielefeld sein erstes Staatsexamen in Jura abgelegt und macht nun an der La Trobe University seinen Master of Laws International (LL.M.) als Aufbaustudium.


Für ihn, der seine Karriere genau geplant hat, war die Auswahl der passenden Uni besonders wichtig: Um später als Anwalt für internationales Recht in Asien zu arbeiten, lernt er in Australien das angelsächsische Recht kennen und profitiert von der bereits auf dem Campus sichtbaren Nähe zu Asien. Die Asiaten stellen einen Großteil der internationalen Studierenden.

Der Campus ist in Australien, ähnlich wie in den USA, ein eigener Mikrokosmos. Auf dem Gelände der großen Unis ist alles zu finden, was man nicht nur fürs Studieren, sondern für den Alltag braucht: jede Menge Shops, Cafés, Imbisse, eine eigene Buchhandlung, Apotheke, Post, Banken, sogar ein Bodyshop. „Man müsste den Campus eigentlich gar nicht verlassen, denn hier ist man rundum versorgt“, meint Stefan. Doch auch er hat sich vom australischen Way of Life schnell anstecken lassen: Das Bedürfnis nach persönlicher Freiheit und Spielraum ist bei den Australiern besonders ausgeprägt - kein Wunder in einem Land, das jedem Einwohner 93 Mal mehr Platz bietet als in Deutschland. Schon allein das Klima ist einfach zu angenehm, um den ganzen Tag in Räumen zu verbringen, und das Meer viel zu nah, um nicht wenigstens nach der Vorlesung mit Kommilitonen kurz surfen zu gehen.


Surfen! Das ist so wenig aus dem australischen Alltag wegzudenken wie Fußball spielen in Deutschland. „Und einmal die Woche grillen oder Barbecue, wie man in Australien sagt, mit Freunden oder Kollegen ist nicht Standard, sondern Minimum!“ Obwohl Australien ein Einwanderungsland ist und viele unterschiedliche Kulturen vertreten sind, gibt es schon so etwas wie eine australische Mentalität. „Der typische Australier ist eher relaxed“, meint Stefan, „nach dem Motto ›no worries‹, es ist alles locker.“

Philipp hat beim Einstieg ins australische Universitätsleben davon profitiert, dass seine Uni in Deutschland eine Partnerschaft mit der Melbourne University unterhält und er sofort an alle wichtigen Informationen herankam, die er für ein Studium in Melbourne benötigte. Viel wichtiger aber noch: Als Austauschstudent muss er keine Studiengebühren bezahlen!

Gleich am ersten Tag wurde der Architekturstudent mit Pauken und Trompeten in Empfang genommen: Luftballons und Infostände, Musikgruppen und Imbissbuden - zu Semesterbeginn verwandelt sich der Campus australischer Universitäten zu einer Mischung aus Volksfest und Messe. Beim „open day“ präsentieren sich die Hochschulen der interessierten Öffentlichkeit und machen Werbung in eigener Sache. „Die Außendarstellung der ganzen Universität ist hier viel wichtiger als in Deutschland“, so Philipp. „Über so identitätsstiftende Sachen wie Universitätsjacken oder die Wimpel und Fahnen, die alle hier haben, aber auch über die ganzen Clubs und Societies soll eine starke Bindung mit der Hochschule geschaffen werden.“

Die Informationsveranstaltungen der jeweiligen Fakultäten hat Philipp als sehr strukturiert und durchorganisiert empfunden. „Jeder Student erhält eine individuelle Mappe, die die personalisierten Unterlagen für die Einschreibung enthält.“

Trotz der Partnerschaft der Unis Melbournes und Dresdens wird nicht alles, was Philipp hier belegen kann, generell zu Hause anerkannt. „Die prüfen in Dresden schon den Fachinhalt und den Leistungsumfang. Am besten also, man klärt das schon vorher ab, um sich die entsprechenden Kurse in Melbourne herauszusuchen.“

Der Study-Abroad-Student, der nur für ein oder zwei Semester eingeschrieben ist, kann Kurse aus verschiedenen Fächern beliebig kombinieren - für ausländische Studierende, die in Australien einen Masterstudiengang absolvieren, besteht diese Möglichkeit nicht. „Ich mache einfach wild irgendwelche Kurse“, schwärmt die Englisch- und Geschichtsstudentin Sonja Oellers. „Social Policy, Humor, Comedy and Culture, English as second language. Wobei mir das Erste für Geschichte anerkannt wird und die beiden anderen eventuell zum Englischstudium in Köln passen.“ Werden die Scheine in Deutschland anerkannt? „Einer definitiv, die beiden anderen muss ich aushandeln, wenn ich wieder in Köln bin“, meint Sonja und macht dabei nicht den Eindruck, als würde ihr das schlaflose Nächte bereiten.

Wer solche Fragen vorher genau beantwortet haben will, kann sich bei den Infoveranstaltungen der Fakultäten vor Ort über die richtige Kursbelegung aufklären lassen. Das für Australien typische Motto „no worries“ gilt auch hier. Den Neuankömmlingen hilft ein International Course Advisor bei der Kurswahl. Die Infoveranstaltungen werden mehrfach angeboten. Wer eine verpasst hat, kann sie spätestens während der Orientation Week nachholen. Diese finden immer vor Semesterbeginn statt, und man bekommt praktische Infos, wie die Bibliotheksausleihe funktioniert, wie man sich einschreibt oder seinen E-Mail-Account aktiviert. Darüber hinaus erfährt man aber auch, wie man an Studentenjobs herankommt oder welche Outdoor-Aktivitäten es gibt.

Einen Wehrmutstropfen hat das Studieren in Australien: Die Studiengebühren liegen zwischen 3.500 und 6.000 Australischen Dollars im Jahr und variieren je nach Fach. Sonja Oellers bezahlt für die zwei Semester im Rahmen ihres Englisch- und Geschichtsstudiums an der La Trobe University etwa 5.300 Euro.

Für ausländische Studierende gibt es allerdings die Möglichkeit, durch Stipendien die Gebühren ganz oder teilweise erlassen zu bekommen, deutschen Bewerbern stehen zudem vergleichsweise viele Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Wer in Deutschland Bafög erhält, kann Auslandsbafög beantragen, wie es Sonja Oellers gemacht hat. Was rechnet sie insgesamt für ihren Auslandsaufenthalt in Australien? „Inklusive Flug, Versicherungen, Geld für Wochenendtrips, Reisen im Land, Visum- und Studiengebühren ca. 15.000 Euro“, schätzt die Kölner Studentin. „Ich selber hab 4.000 Euro gespart und das Auslandsbafög bekommen, der Rest stammt von meiner Familie.“ Philipp Bayer meint, man müsse etwa 1.000 Euro im Monat einplanen. Er hat den Flug selbst zusammengespart, wird von den Eltern beim Unterhalt unterstützt und hofft, ein bezahltes Praktikum zu finden.

Am frühen Abend ist Philipp mit seinen Kommilitonen am Strand. Mit seinem Surfbrett unterm Arm ist er von den Australiern nicht zu unterscheiden. „Der Way of Life färbt hier schon ein bisschen ab“, meint der 26-Jährige. Wenn er nach Deutschland zurückkommt, will er so schnell wie möglich zu Ende studieren. Und dann? „Mal sehen.“ No worries!

Das australische Bildungssystem

Das australische Bildungssystem ist ein einheitlich strukturiertes und vor allem ein durchlässiges Studiensystem, in dem die einzelnen Qualifikationsstufen aufeinander aufbauen und sich ergänzen. Seine insgesamt 12 Abschlüsse bilden das sogenannte Australian Qualifications Framework (AQF), das jedem Studierenden ermöglicht, entsprechend seinen Fähigkeiten den für ihn passenden Weg zu seinem beruflichen Ziel einzuschlagen. Umwege können dabei genauso zum Ziel führen wie der direkte Weg, denn alle Qualifikationen, beginnend mit der Oberstufe der High School, sind miteinander verbunden und kompatibel. Ein flexibles System der Anerkennung von Studienleistungen bietet viele Vorteile gegenüber Bildungssystemen anderer Länder, deren Qualifikationen unabhängig voneinander und unkoordiniert nebeneinander existieren. Für internationale Studenten bietet das modularisierte und einheitlich strukturierte System einen leichten Einstieg in den für sie idealen Studiengang auf ihrem Leistungsstand.

Universitäten

In Australien gibt es 40 Universitäten, 38 staatliche und zwei privat finanzierte. Die 1853 gegründete University of Melbourne ist Australiens zweitälteste Universität. Dementsprechend renommiert und bekannt ist sie als eine der bedeutendsten Forschungsuniversitäten im asiatischen Raum. Ein Studium hier verbindet Gutes aus alt und neu: Man profitiert von modernen Studienbedingungen und fortschrittlichen Dozenten und kann gleichzeitig den historischen Campus genießen. Der Hauptcampus der University of Melbourne, Parkville, liegt nur einige Gehminuten nördlich von Melbournes City. Die anderen Campi liegen in verschiedenen Vororten der Stadt und sind mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln bequem zu erreichen. www.unimelb.edu.au

Die La Trobe University wurde 1964 gegründet, sie ist damit eine der jüngeren Universitäten Victorias. Es gibt fünf Fakultäten: Education, Health Sciences, Humanities and Social Sciences, Law and Management und die Faculty of Science, Technology and Engineering, an der sich auch ein Bachelor of Science in Environmental Management and Ecology erwerben läßt. Der Hauptcampus der La Trobe University liegt in Bundoora, einem ruhigen Vorort von Melbourne etwa 14 Kilometer von der Stadt entfernt. Die anderen Campi liegen in verschiedenen Regionen Victorias.
www.latrobe.edu.au

Melbourne Welcome Program

Studenten, die zum ersten Mal nach Melbourne kommen, sollten zusehen, dass sie schon ein, zwei Wochen vor Semesterbeginn anreisen, damit sie am Melbourne Welcome Program teilnehmen können. Hierbei handelt es sich um eine von Studenten organisierte Veranstaltungsreihe, die speziell für die Auslandsstudenten gedacht ist. Neben ausgiebigen Erkundungen der Stadt inklusive Strand, Zoo, Museen und Verkehrssystem, stehen auch Surfstunden auf dem Programm. Die Wohnheime bieten ausländischen Studenten in den ersten Wochen kostenfreie Freizeitaktivitäten, beispielsweise Campwochenenden, an.

Studiengebühren

Vor fast 20 Jahren hat Australien die sogenannten nachlaufenden Studiengebühren eingeführt. Ein System, an dem sich mittlerweile viele Länder orientieren. Der aufgenommene Studienkredit muss erst nach Ablauf des Studiums zurückgezahlt werden, und auch erst, wenn man über ein bestimmtes Einkommen verfügt. Die Rückzahlung verteilt sich dann über viele Jahre. So ist jeder Studierende auch während des Studiums elternunabhängig. Die Studiengebühren schwanken abhängig vom Fach zwischen 3.500 und über 6.000 Dollar pro Jahr. 1 EUR = 1,596 AUD

Institut Ranke-Heinemann

Das Institut Ranke-Heinemann hat nichts zu tun mit der streitbaren Theologieprofessorin. Es ist die Vertretung der australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland und informiert Studienanfänger über Visa, Finanzierung, Stipendien und Arbeitsmöglichkeiten in Australien und Neuseeland. Im sehr ausführlichen Internetangebot erfährt man alles Wissenswerte über australische Universitäten und die Termine von Messen, die das Institut regelmäßig in verschiedenen deutschen Städten veranstaltet.
www.ranke-heinemann.de

Multikulti

Australien gehört zu den Ländern, in denen die multikulturelle Gesellschaft vergleichsweise gut funktioniert. Die kulturellen Unterschiede sind nicht verschwunden, sie werden als Bereicherung angesehen - auch in der Campus-Welt. Und das ist gut so, vor allem wenn man sich die Zahlenverhältnisse vor Augen hält: An der Melbourne-University kommen zum Beispiel von derzeit 40.000 eingeschriebenen Studenten 9.000 aus dem Ausland. An der La Trobe University studieren 25.000 Studenten, 3.000 davon stammen aus dem Ausland.

Leben in Australien

Ähnlich wie in Deutschland ist es nicht leicht, eine allgemeingültige Aussage in Bezug auf die Lebenshaltungskosten für ganz Australien zu treffen. Ja nach Bundesstaat und Stadt variieren die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel, Lebensmittel oder Wohnungen. Prinzipiell kann man davon ausgehen, dass die Lebenshaltungskosten in Australien mit denen in Deutschland vergleichbar sind. Vegetarier und Gesundheitsapostel haben es einfacher: In Australien sind Obst, Gemüse, Fisch und Sojaprodukte eher günstig, wohingegen Fleisch, Alkohol und Zigaretten ziemlich teuer sind.

Text: Hochschulanzeiger Nr. 94, 2008, Seite 62
Bildmaterial: BR-Alpha, privat