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| Dr. Irmgard Heinz |
31. Januar 2005
Dr. Irmgard Heinz, Vice President Booz Allen Hamilton, Leiterin der Diversity Task Force" von Booz Allen Hamilton in Europa
? Diversity Task Force" - das hört sich an, als hätten Frauen in Ihrer Branche Rückendeckung ganz dringend nötig.
: Das stimmt so nicht. Unsere Beraterinnen sind sehr gut, sehr selbstbewußt und auch in ihrer beruflichen Entwicklung bei uns sehr erfolgreich. Allerdings stellt uns ein Beraterinnenanteil von 20 Prozent längst nicht zufrieden, obwohl wir damit international über dem Branchendurchschnitt liegen.
? An welchen Punkten hakt es?
: Probleme haben wir beim Einstieg ins Unternehmen. Das hängt mit der Sorge vor einer zu hohen Arbeitsbelastung und der vermeintlich mangelnden Vereinbarkeit von Familie und Beruf zusammen.
? Was tun Sie dagegen?
: Ein wichtiges Instrument sind flexible Arbeitszeitmodelle, die wir übrigens für alle Mitarbeiter anbieten. Ein sogenannter Leave", also unbezahlter Urlaub, kann als Auszeit für Reisen, Fortbildung oder Familienphasen genutzt werden. Jeder vierte unserer Mitarbeiter nimmt im Verlauf seiner Karriere einen Leave" oder die Möglichkeit, Teilzeit zu arbeiten, in Anspruch. Working Mothers nutzen diese Modelle überdurchschnittlich häufig, aber wir sehen auch ein hohes Interesse bei den männlichen Kollegen.
? Teilzeit gilt allerdings nach wie vor als Karrierebremse.
: Wir fangen das mit flankierenden Maßnahmen auf. Es wird ein klar umrissener Karriereplan erstellt, in dem die nächsten Schritte festgelegt werden. Karrieresprünge erfolgen in einem dem Teil- oder Auszeit angepaßten Zeitrahmen. Niemand soll in seiner beruflichen Entwicklung benachteiligt werden: Was letztendlich zählt, ist die Leistung.
? Welchen Stellenwert hat das Hölderlin-Stipendium für Ihre Task Force"?
: Die Initiative ist extrem wichtig. Die Studienstiftung gehört zu den renommiertesten Institutionen ihrer Art in Deutschland. Im Rahmen der Kooperation bauen wir über einen langen Zeitraum Kontakte zu Studentinnen verschiedenster Fachrichtungen auf. Das Mentorenprogramm schafft einen besonders direkten und persönlichen Austausch. Allein die Diskussionen mit diesen talentierten und extrem interessierten Studentinnen sind umwerfend!
Weitere Informationen unter:
Studienstiftung des deutschen Volkes Margrit Lichtschlag lichtschlag@studienstiftung.de http://www.studienstiftung.de
Booz Allen Hamilton GmbH Miriam Kraneis, Recruiting Manager kraneis_miriam@bah.com http://www.boozallen.de
Über die wichtigsten stipendienvergebenden Stiftungen für Studentinnen sowie die Möglichkeiten der Promotionsförderung informiert der Stipendienführer für Frauen, herausgegeben von der Frauenbeauftragten der Universität-Gesamthochschule Paderborn: hrz.upb.de/gleichstellungsbeauftragte/broschuere/index.html