17. Dezember 2009

Arbeiten bei den Kleinen

„Langeweile habe ich hier noch nie erlebt.“

Von Anne Götz




18. Juni 2007 
Ines von Jagemann (32) begeistert sich seit ihrer Schulzeit für Mathematik und Sprachen. Mit dieser ungewöhnlichen Kombination hat sie bei der Mak Data Systems GmbH eine Nische gefunden. Das Kieler Unternehmen ist spezialisiert auf die Software-Entwicklung für Finanzdienstleister, Pharma-Hersteller und Handelsunternehmen.

Schon in der Schule habe ich Mathe und Französisch am liebsten gehabt. Eine ziemlich ungewöhnliche Kombination, ich weiß. Danach wollte ich unbedingt diese Fächer an der Uni studieren und habe mich deshalb für einen Magisterstudiengang entschieden, bei dem ich Informatik, Französisch und Englisch wählen konnte. Auch meinem jetzigen Arbeitgeber bin ich mit dieser ungewöhnlichen Kombination aufgefallen. Dass ich eine Festanstellung erhalten habe, lag aber wohl eher an meinem Praktikum, das ich während des Studiums absolviert habe. Angefangen habe ich nach meinem Magisterabschluss als Assistentin der Bereichsleitung - die Vorbereitung von Verträgen und Konzepten war eine gute Gelegenheit, um mich mit der Strategie des Unternehmens vertraut machen zu können. Später habe ich dann Buchungs- und Logistiksysteme gewartet. Das aber nur wenige Wochen lang, danach bekam ich schon wieder einen neuen Job mit dem Schwerpunkt der Aufgabenverteilung für ein Team von drei Mitarbeitern. Unter meiner Leitung hat sich das Team auf etwa 40 Leute vergrößert. Heute leite ich den kompletten Bereich Application Maintenance Services, in dem wir uns um die Wartung und Weiterentwicklung von IT-Anwendungen kümmern, die individuell für unsere Kunden entwickelt wurden. Langeweile habe ich hier noch nie erlebt.

Text: Hochschulanzeiger Nr. 91, 2007
Bildmaterial: privat