Fußball

Stiftung Warentest stellt Studie zu WM-Stadien früher vor

09. Januar 2006 Nach Kritik des WM-Organisationskomitees stellt die Stiftung Warentest ihre Untersuchung zur Sicherheit in den Stadien der Fußball-WM 2006 in Deutschland nun doch früher vor als geplant. Die Ergebnisse sollen an diesem Dienstag in Berlin im Detail vorgelegt werden, sagte eine Sprecherin.

Ursprünglich wollte die Stiftung die Pressekonferenz erst am 19. Januar abhalten und war deswegen vom WM-Organisationskomitee kritisiert worden (Siehe auch: Stiftung Warentest: Sicherheitsmängel in WM-Stadien). „Wir haben das gewaltige Interesse unterschätzt. Eigentlich laden wir immer zwei Wochen vorher zu einer Pressekonferenz ein. Das funktioniert bei Olivenöl wunderbar, beim Thema WM-Sicherheit offensichtlich nicht“, sagte Heike van Laak, Pressesprecherin der Stiftung Warentest.

Viele Mängel

Die Studie hatte „teilweise beträchtliche“ Mängel der baulichen Sicherheit festgestellt, wie die Stiftung in der vergangenen Woche vorab mitgeteilt hatte. Dies könnte bei einer Panik „verheerende Folgen“ haben. „Wenn es tatsächlich gravierende Mängel gibt, dann wundere ich mich darüber, daß man sie nicht sofort bekannt gibt, denn es findet ja ein regelmäßiger Spielbetrieb in den Stadien statt. Es wäre geradezu fahrlässig, mit einer Bekanntgabe der Mängel zu warten“, sagte dazu OK-Sprecher Gerd Graus.

Die zwölf WM-Stadien waren mit einer Gesamtinvestition von 1,5 Milliarden Euro umgebaut oder neu gebaut worden. Die Baumaßnahmen sind außer in Stuttgart (Januar) und in Kaiserslautern (Februar) komplett abgeschlossen. Bis zum WM-Start geht es lediglich noch um Anpassungen und Ergänzungen wie Einrichtungen für Medien.



Text: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
Bildmaterial: dpa/dpaweb

 
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