09. März 2008 1899 Hoffenheim setzt seinen Höhenflug fort, aber auch der FSV Mainz 05 und der 1. FC Köln lassen im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga nicht locker. Am 23. Spieltag feierte der Provinzclub aus Hoffenheim mit dem 1:0 am Sonntag gegen den SC Paderborn den sechsten Sieg hintereinander, musste den Aufstiegsplatz aber den Mainzern überlassen.
Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ist nach dem mühsamen 1:0 gegen Kickers Offenbach erster Verfolger von Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach, der mit dem 2:0 am Freitag beim FC Augsburg die Vier-Punkte-Führung verteidigt hatte. Hinter den punktgleichen SpVgg Greuther Fürth, die am Freitag beim 5:2 den Aachener Tivoli gestürmt hatten, und Hoffenheim folgt Köln mit einem Zähler Rückstand auf dem fünften Platz (Siehe: Fußball: Ergebnisse 2. Liga).
Wehen rettet einen Punkt
Dank Torjäger Milivoje Novakovic feierte der FC beim glücklichen 1:0 gegen TuS Koblenz den ersten Heimsieg in der Rückrunde. Ich gratuliere der Mannschaft, dass sie sich gegen die Zuschauer und eine starke gegnerische Abwehr durchgesetzt hat, stellte FC-Trainer Christoph Daum nach dem Zittersieg erleichtert fest und kritisierte die eigenen Fans, die ihr Team mit Pfiffen in die Halbzeit geschickt hatten: Geduld ist hier ein Fremdwort, aber wir haben uns durch das Pfeifkonzert nicht verrückt machen lassen.
Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden musste sich beim 2:2 beim FC Carl Zeiss Jena nach zuletzt vier Siegen mit einem Punkt begnügen und verpasste den Anschluss an die Aufstiegsplätze. Jena gab nach zuletzt sechs sieglosen Spielen wieder ein kleines Lebenszeichen von sich. In der ersten Halbzeit war das nicht meine Mannschaft, kritisierte Wehens Trainer Christian Hock den Auftritt seines Teams, das nach ganz schwachen ersten 45 Minuten immerhin einen 0:2-Rückstand aufholte. Marcel Schied (25.) und Tobias Werner (33.) hatten die Thüringer in Führung gebracht. Werner (81./Eigentor) und Dennis Schmidt (89.) retteten Wehen das Remis, während Jena die Rote Laterne des Tabellenletzten an den SC Paderborn weiterreichte.
Eduardo denkt nur an die zweite Liga
Trotz langer Gegenwehr standen die auswärts sieglosen Westfalen am Ende mit leeren Händen da. Der Brasilianer Carlos Eduardo (58.) traf für die enttäuschenden Hoffenheimer, die nach der Roten Karte für Chinedu Obasi (Tätlichkeit) ab der 54. Minute in Unterzahl waren. Der acht Millionen Euro teure Eduardo will trotz der Siegesserie noch nichts vom Durchmarsch in die erste Liga wissen: Im Moment denke ich nur an die zweite Liga.
Der 1. FC Köln knüpfte vor etwa 48.000 Zuschauern im RheinEnergie-Stadion zunächst an seine schwachen Heimauftritte in diesem Jahr an, doch in der zweiten Halbzeit wurde der Widerstand der vom früheren FC-Trainer Uwe Rappolder gut eingestellten Koblenzer immer schwächer. Milivoje Novakovic (54.) schoss die Mannschaft von Trainer Christoph Daum mit seinem 17. Saisontreffer zum ersten Heimsieg in der Rückrunde und wieder an die Aufstiegsränge heran.
Viel Mühe hatte auch Mainz 05, ehe der erste Sieg nach zuletzt zwei Unentschieden perfekt war. Tim Hoogland (53.) gelang das Mainzer Siegtor. Im Tabellenkeller holte Aufsteiger VfL Osnabrück mit dem 1:0 beim FC Erzgebirge Aue durch das Tor von Paul Thomik (55.) drei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenverbleib.
Text: FAZ.NET mit dpa
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