Zweite Bundesliga

Neue Hoffnung in der Pfalz - Koblenz in Not

25. April 2008 Der 1. FC Köln hat sich im Aufstiegsrennen einen überraschenden Ausrutscher geleistet. Zum Auftakt des 30. Spieltags der Zweiten Fußball-Bundesliga musste sich die Mannschaft von Trainer Christoph Daum am Freitag mit einem 3:3 (2:2) beim abstiegsbedrohten FC Erzgebirge Aue begnügen, behauptete aber vorerst den zweiten Tabellenplatz.

Im Abstiegskampf wahrte der 1. FC Kaiserslautern mit dem 2:1 (1:1) gegen Alemannia Aachen seine Chance auf den Klassenverbleib, während die TuS Koblenz nach der 2:3 (1:3)-Niederlage bei Schlusslicht SC Paderborn in arge Bedrängnis geraten ist. Den Rheinländern droht wegen Verstoßes gegen die Lizenzierungsauflagen zum Saisonende der Abzug von acht Punkten (Siehe auch: Koblenz plant Einspruch: „Entscheidung lässt jedes vernünftige Maß vermissen“).

Zweiter Heimsieg in Serie für Kaiserslautern

Die Kölner hatten für Trainer Daum nicht das passende Geschenk bei dessen 50. Zweitligapartie, Aues neuer Trainer Heiko Weber feierte dagegen einen halbwegs geglückten Einstand. Der eingewechselte Kevin Pezzoni (78.) schoss die Kölner, die nach dem Platzverweis von Kapitän Matthias Scherz (69.) in Unterzahl waren, auf die Siegerstraße. Doch in der Nachspielzeit gelang Fiete Sykora der Ausgleich für Aue.

Nach Aues Blitzstart durch Adam Nemec (1.) war Köln durch das 15. Saisontor von Nationalspieler Patrick Helmes und den Kopfballtreffer von Scherz (38.) in Führung gegangen. Abermals Nemec gelang zur Halbzeit der Ausgleich.

Vor gut 28.000 Zuschauern auf dem Betzenberg in Kaiserslautern wahrten die „Roten Teufel“ derweil mit dem zweiten Heimsieg in Serie die Chance auf den Klassenverbleib. Axel Bellinghausen (43.) und Marcel Ziemer (62.) machten den verdienten Sieg der leidenschaftlich kämpfenden Pfälzer perfekt und beendeten die Erfolgsserie der Aachener, die zuletzt dreimal hintereinander gewonnen hatten. Szilard Nemeth (3.) hatte die Alemannia in Führung gebracht.

Tribünengast Rapolder - Schwere Vorwürfe

Bei der TuS Koblenz folgte dem Schock der Rekordstrafe einen weiterer Tiefschlag. Nach der dritten Auswärtsniederlage nacheinander droht den Rheinländern der Abstieg, falls das Urteil vollzogen wird. Karsten Fischer (18.), Alexander Löbe (27.) und Dragan Bogavac (33.) trafen für Paderborn. Njezi Kuqi (28.), der nach 77 Minuten mit Gelb-Rot vom Platz musste, und Manuel Hartmann (50.) waren für Koblenz erfolgreich.

Bei TuS-Trainer Uwe Rapolder spielten im Hermann-Löns-Stadion die Nerven nicht mit. In der 15. Minuten regte er sich über einen Entscheidung von Schiedsrichter Matthias Anklam dermaßen auf, dass der Referee den aufgebrachten Coach auf die Tribüne schickte. Vor der Partie hatte Rapolder der Deutschen Fußball-Liga (DFL) schwere Vorwürfe gemacht: „Die DFL muss wissen, dass sie Koblenz damit aus der zweiten Liga verabschiedet.“



Text: FAZ.NET / dpa
Bildmaterial: dpa

 
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