
Aus meiner Sicht sollten 2 strategische Änderungen in der Bankenlandschaft vorgenommen werden:
1. Zweckgesellschaften gehören in den Konzernabschluss, damit alle Risiken offenbar werden.
2. Wenn Banken in finanzielle Schieflage kommen, sollten andere Banken einspringen. Wenn sich keine anderen Banken finden, sollte der Staat einsrpingen, aber zum lächerlich geringen Aktienkurs (wie bei Insolvenz) und dann würde das Kreditinstitut erstmal verstaatlicht und könnte später wieder privatisiert werden.
Aber eine Unterstützung der Großbanken zum Wohl der Aktionäre und zum Schaden der Steuerzahler kann doch nicht wirklich jemand wollen - nur die, die Milliarden zu verlieren haben, rufen nach dem Staat, wo sie sonst immer den Staat raushalten wollen.

Ein bißchen schwanger?
Nee nee Leute, es läuft auf die Endfrage hinaus: ist eine globale, auf Wachstum angewiesene Konkurrenzwirtschaft in einem begrenzten Ressourcen-System (= Biosphäre) überlebensfähig? Bei der Frage geht es erstmal nur um die Existenzsicherung; weitere Fragen nach Besonderheiten des Menschseins kommen - frei nach BB - erst danach.

Da gab es mal einen Spruch: Gewinne werden privatisiert, Verluste werden sozialisiert. Angesichts der Anmerkungen eines Herrn Ackermann versteht man langsam, was gemeint ist.
Es kann nicht sein, dass Banker über Jahre zocken, sich wegen dieser scheinbaren Erfolge gigantische Gehälter genehmigen und nun im Zeichen des Platzens der Blase die Lasten dem Steuerzahler übereignen!
Wundern sich die Ackermanns dieser Welt wirklich noch über den Linksruck in Deutschland?

Die aktuelle US-Finanzkrise hat eine globale Dimension und potenziert sich täglich wie in einer Kettenreaktion. Wirtschaftswissenschafter errinnern bereits an 1929. Da sich die Transmission vom Gedlkreislauf auf den realen Güterkreislauf nicht im Schneckentempo vollziehen wird, weltweit eine Rezession droht, ist der Ruf von Josef Ackermann nach einer konzertierten Aktion von Zentralbanken, Banken und Staat nichts anderes als ein "krisengesteuerter" Appell an die wirtschaftliche Vernunft. Sein Hinweis allerdings, dass die Selbstheilungskräfte des Marktes nicht mehr funktionierten, ist zu pauschal und zu unpräzise. Nicht die Marktmechansimen von Angebot und Nachfrage sind es im Banken-Sektor, die eine "Selbstgesundung" derzeitig akut verhindern, sondern es mangelt an einem geeigneten "gesetzlichen" Ordnungsrahmen, der die finanzielle Gier haftungsrechtlich begrenzt und die Aufsicht über die kreditiigebenden Institutionen "international" regelt. Wenn der Chef der global-agierenden Deutschen Bank nun faktisch - etwas provokativ - nach dem Staat ruft, so findet er meine Zustimmung, weil eben nur die staatliche Gesetzgebung den Ordnungsrahmen für eine "selbstreguliernde " Finanzwirtschaft schaffen kann.

...selbst seine eigene Unfähigkeitsbescheinigung durch seine Äußerung bestätigt.
Vor Jahren mit dem PEACE-Zeichen die Gerichte und die deutsche Öffentlichkeit bloß gestellt, hierbei noch Millionen für seine "Unschuld" kassiert. Und jetzt will erneut abkassieren, oder glauben die Redakteure der FAZ, dass Herr A. diese Gelder zurückzahlt...im Falle einer Konsolidierung der Banken???
Never ever, im Gegenteil: Man wird bei einer Gesundung des Marktes das "Steuerschlacht-Schiff" Deutschland beschimpfen, diffamieren, drohen deren Mitarbeiter und Politiker "in die Wüste" schicken.
Hat die DEUTSCHE BANK etwa auch "Leichen" im Keller???
Herr A. macht nichts ohne Grund, dennoch sollte er Jüngeren, eventuell nicht so star-allürenhaft-besetzten Kräften, Platz machen. Wenn man als Manager Ängste hegt ("professionelle Versagensängste eingeschlossen"), sollte man gehen (!), denn man überlege sich, einem Mitarbeiter von Herrn A. wäre in eine solche "Mißlichkeit" geraten, den hätte er wahrscheinlich sofort entlassen, nebst schlechtem Zeugnis. Er will Sieger-Typen! Gehört Herr A. NOCH dazu?
Herr Ackermann zeihen sie die Konsequenzen! In anglophilen Ländern sagt man zu Menschen wie Sie: Shame on you, will heißen, schämen Sie sich!!!

Grinsemän Ackermän Bürokratenfan?
Hinter der, zugegeben sympathischen, Fassade dieses Vorzeigemanagers, verbirgt sich also Hilflosigkeit, fehlende Kompetenz und Forderung nach noch mehr Bürokratie.
Einen Ausbau des ohnehin schon wahnwitzigen Bürokratenstaates einzufordern, entspricht geistiger und seelischer Armut. Wenn in der Politik Leute sitzen, die in der freien Wirtschaft, aufgrund mangelnder Risikobereitschaft und fehlender unternehmerischer Gene, kein zu Hause gefunden haben, kann man nicht erwarten, dass durch diese Parlamentarier eine wieder funktionierende soziale Marktwirtschaft generiert wird. Der Erfolg hat eben viele Väter, der Misserfolg ist ein Waise.
Sich nur dann der Allgemeinheit besinnen und deren Hilfe einfordern, wenn man selbst in Notlage gerät, ist schamlos und äußerst billig. Als noch Reibach zu machen war, hat man das Volk außen vorgelassen - mache sich jeder seine eigenen Gedanken!
Durch selbst erlebten und erleidenden, menschenverachteten Bürokratenirrsinn kann ich die Gedanken von J. A. nicht nachvollziehen. Kleinunternehmer und Mittelständler hilft auch niemand, wenn diese in Schwierigkeiten geraten. Ganz im Gegenteil, Basel II läßt grüßen.

Ihre Einschätzung, sehr geehrter Herr Braunberger, ist eigentlich nichts zuzufügen. Sie trifft es vollständig auf den Punkt. Wobei es ziemlich egal ist, ob ein Herr Ackermann oder ein Vorstandsvorsitzender der Commerzbank oder der Dresdner Bank nun ''staatliche Hilfe'' fordern. Fakt bleibt: Mit so einer Maßnahme werden Gewinne privatisiert, die Verluste sozialisiert - und die angeblich doch so marktreinigenden Kräfte vollständig gefesset. Denn das Risikobewusstsein der Keyplayer wird auch bei der nächsten Spekulationsblase nicht existent sein.
Meine Empfehlung lautet daher, dass staatliche Hilfe dort gewährt wird, wo man sie benötigt. Allerdings nicht als Geschenk, sondern so, dass sie entweder wieder zurückgezahlt werden müssen (= Darlehen). Oder aber die Banken geben den entsprechenden Wert der Hilfe in Form von Unternehmensanteilen an die öffentliche Hand ab. Das wäre dann so etwas wie eine anteilige und befristete Verstaatlichung - wobei es der öffentlichen Hand dann natürlich frei steht, die Anteile später, wenn es wieder gut läuft, gewinnbringend zu verkaufen. Was übrigens den Mechanismen der sogenannten freien Marktwirtschaft doch recht nahe käme, oder?

Dem Kommentar kann ich nur zustimmen. Ansonsten gilt (nicht nur in Köln):
Et hätt noch immer jot jejange. (Lerne aus der Vergangenheit)
und
Et kütt wie et kütt. (Keine Angst vor der Zukunft)
Schönen Tag auch noch. :-)

Herr Ackermann redet mit den Worten eines Heroinsüchtigen, dem sein naher Tod bewußt wird. Die Selbstheilungskräfte des Körpers sind zu sehr geschwächt, als daß er sich noch selbst retten könnte. Nun ruft er nach der Gesellschaft der noch Gesunden, und bittet sie um Bluspenden. Doch er vergißt dabei, daß auch noch so viel frisches Blut nichts an der schlechten Substanz des Suchtkranken ändern kann. Es müssen einfach neue Leute her.
Wenn Herr Ackermann nach dem Staat ruft, dann meint er damit die Zwangsvereinigung der Zwangsenteigneten, die seit vielen Jahren in Deutschland zur Ader gelassen werden, um die Schuldentürme ihrer Regierungen wachsen zu lassen, die ihnen in naher Zukunft zum engen Hungerverlies werden sollen.
Die Ursachen für den Niedergang Deutschlands als einer der am höchsten verschuldeten Staaten bestehen in der Schicksalsergebenheit und Gutgläubigkeit der Zwangseinzahler und der vermessenen Überheblichkeit der Dümmsten unter ihnen, die als Abgeordnete zusammen mit ihren Lobby-Gönnern wie Fettaugen auf der Schuldensuppe schwimmen.
Politiker und kriminelle Lobbyisten, die nicht bei grober Fahrlässigkeit persönlich haften, sind die Sargnägel der Bundesrepublik Deutschland, mit verfassungsmäßiger Duldung.

Leider hat der Strahlemann fast immer recht.
Um ein, so wie ich meine, treffendes Beispiel zu bemühen: Wir können nicht zulassen, dass der Ast, auf dem wir alle sitzen, in Gefahr gerät, durch Mangelversorgung oder Absägen. Wir sind ALLE auf Banken angewiesen- und das Sterben einer Bank zieht unvermeidlich zig Industrieunternehmen und andere Banken mit sich. Auf jeden Fall ist der Effekt unkalkulierbar. Wollen wir das?
Nur das spricht Ackermann mal wieder mutig aus.
Ein anderer Aspekt ist, ob man den Banken, die ja die angesprochene hohe Verantwortung tragen, alle Freiheiten des Wirtschaftens geben darf.
Hier sollte es ganz klare Kategorien geben, wo jeder Kreditnehmer und Anleger klar erkennen kann: Hohes Risiko, mittleres, niedriges.
Die Spekulantenbanken müssen auch ganz klar Konkurs gehen dürfen wie jedes andere Unternehmen.
Die die sich auch in guten Zeiten mit weniger Risiko und weniger Gewinn zufrieden geben, dürfen im Krisenfall unsere Unterstützung erwarten. Eine LZB z.B. DARF sich nicht an hochriskanten Geschäften beteiligen.

Das Gejammer der Banker nach dem Staat wird wohl bereits mittelfristig erfolgreich sein, zu viel steht für die gesamte Wirtschaft auf dem Spiel, leider.
Vor 20 Jahren kannte man diese Probleme nicht, Banken galten als Seriös, heute sind die erfolgreichen Banker nicht mehr die soliden Angestellten in den Filialen, sondern die Zocker an den Handelsplätzen. Damit muß Schluß sein: Persönliche Haftung, die letzliche jeder Ingenieur oder Arzt für sein Handeln als Risiko in seiner Arbeit trägt, muß für die Versager in den Aufsichtsgremien, wie für die Händler stärker denn je eingefordert werden, damit die Seriösität und nicht die Raffgier wieder die Überhand gewinnt. Gelingt das nicht, geht die freie Marktwirtschaft vor die Hunde. Verstaatlichung oder Staatshaftung sehe ich als allerletzte, bittere Lösung.

Die Frage, welche ich mich stelle ist die; in guten Zeiten haben sich Manager und Vorstandsmitglieder die Taschen vollgestopft. Sind diese Herren nun auch bereit
selbst etwas von ihrem "schwer verdientem Geld" zur Lösung dieser Krise etwas beizusteuern. Sagen wir mal, auf 50% ihrer Zusatzbezüge zu verzichten? Lieber Herr Ackermann, wie sieht´s damit aus?

Eigentlich an Impertinenz kaum noch zu überbieten, wenn dann ein mittelständiger Betrieb oder gar ein privater Verbraucher in die Insolvenz geht gerät, sollte man mal auf die Reaktion gespannt sein, wenn diese dann nach dem Staat rufen.
Erst wird versucht abzuzocken im ganz grossen Stil, dann soll der Steuerzahlen es noch richten.
Leider wird immer mehr deutlich dass wir in diesem Lande eine moralische Dekadenz bekommen haben, die ihres Gleichen sucht. Der mittelständige Betrieb als solche, abgesehen davon das er nicht die pressemässigen Möglichkeiten hat, würde sich garnicht trauen solle Rufe nach dem Staat zu stellen.
Mir würden glaube ich noch ganz andere Dinge jetzt einfallen, aber lassen wir es.
Eines ist nun jedenfalls mal mit Intresse zu verfolgen, wie nun so der ein oder andere Politiker auf diese Posse von A. reagiert.

Konzertierte Aktion der Zentralbanken, Finanzministerien und der Banken
auf globaler Ebene zur Vermeidung einer Depression, ja.
Steuerzahlergestuetzte Rettungen von einzelnen Banken, nein.
Marktwirtschaft ist Marktwirtschaft, und wer sein Geschaeft nicht beherrscht soll ruhig untergehen, das gilt fuer andere Industrien auch ( AEG, Philip Holzmann,
Grundig ), nach der Kriese gehen die Ueberlebeneden gestaerkt hervor und gehen keine unverantwortlichen Risiken ein, weil der Staat als weisser Ritter nicht einspringen wird. Es ware besser gewesen die IKB oder bear Stearnes abschmieren zu lassen.

seine Mitspieler haben noch ein halbes Jahr weitergezockt und
viel verloren. Sie schulden der Deutschen Bank viel Geld.
Der Ruf nach dem Staat ist da doch verstaendlich .
Die Deutsche Bank hat mal erklaert, wir verzichten auf die
Privatkunden - Investmentbanking ist die Zukunft.
Etwas vituelles, losgeloest von der Realwirtschaft.
Nun traut in diesem Casino niemand mehr seinem
Mitspieler, da soll der Staat oder vielleicht die UN, der IWF,
oder sonstwer helfen?

Eigentlich braucht es keine seriöse Zeitungen mehr, wenn sie es sich zum Ziel setzen, möglichst das vorzureden, was am Stammtisch genussvoll nachgeplappert werden kann. Kein Bankwesen kann mehr funktionieren, wenn die Kunden das Vertrauen verloren haben. Aus der Erfahrung der bank runs des 19. Jahrhunderts sind die staatlichen Zentralbanken und die Bankaufsichten entstanden. Wenn das Bankwesen heute international ist, bedarf es einer handlungsfähigen internationalen Autorität, das hat Ackermann gefordert. Da sind wir mit unserem Euro besonders schlecht aufgestellt. Bear Stearns sowie Northern Rock wurden zahlungsunfähig, weil ihnen nicht mehr vertraut wurde, die Regierungen mussten unverzüglich handeln, um eine ansteckende Seuche (Vertrauenskrise) zu vermeiden. Die Aktionäre beider Banken haben darüber ihre Beteiligungen verloren (bei Bear Stearns zahlt JP Morgan 1 % des Kapitalwertes vor einigen Monaten), da gibt es keine Gewinner auf Kosten der Steuerzahler. Der Steuerzahler blutet in den USA und England, um das allgemeine Finanzsystem zu stützen. In Deutschland (IKB, Sachsen LB) blutete er, weil die öffentliche Hand letztlich als Eigentümer für Missmanagement geradestehen musste.

Es ist ja nicht so, daß Ackermanns Ruf nach dem Staat nicht von Anfang an erhört worden wäre. Ohne die hunderte Milliarden, die die Notenbanken seit dem Ausbruch der systemischen Finanzkrise den Banken zur Verfügung gestellt haben, wäre der Kollaps längst eingetreten.
Ackermanns Einlassungen gebührt Respekt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sein Ruf nach dem Staat unreflektiert erfolgt ist. Er mußte wissen, daß er damit der Idee freier Kapitalmärkte symbolisch den Sargnagel einschlagen würde.
Der Geldschöpfungsprozeß des Bankenapparates ist so etwas wie der Nervus rerum unserer gesamten Wirtschaftsordnung. Sie wird derzeit am offenen Herzen operiert. Ihre ganze An- und Hinfälligkeit wird für jeden überdeutlich, der nicht an ideologischer Verblendung leidet.

Mit der gleichen Chuzpe, mit der Herr Ackermann jetzt um Staatshilfen bittet, kann auch jemand der Vater und Mutter erschlagen hat, den Richter um Gnade bitten, weil er ja Vollwaise ist.
Herr Ackermann wäre bestimmt einer der ersten gewesen, der sich entrüstet und den Finanzplatz Deutschland in Gefahr gesehen hätte, wenn der Staat dieses ganze Risikoverpackungsgeschäft (oder besser Risikoverschleierungsgeschäft) reguliert hätte.
Ein bißchen naiv mutet der Vorschlag schon an: man installiere einfach ein Gremium von Sachverständigen, der vor Spekulationsblasen warnt. Wer hat denn auf Prof. Robert Shiller gehört, der schon frühzeitig vor der amerikanischen Immobilienblase gewarnt hat?
Die Äußerungen Ackermanns lassen eigentlich nur einen Schluss zu: Bei der Deutschen Bank lauern offenbar größere Risiken als bisher zugegeben.
joerg.kloy@gmail.com

Der Verlust des Einen ist der Gewinn des Anderen. Wenn Staatsfonds wie Singapur oder Frimen wie JPMorgan andere Firmen(anteile) zu Schnäppchenpreisen übernehmen sollte m. E. die Staatshilfe nicht umsonst sein. Das Geld des Staats (unser aller Geld) kann nur gegen einen Gegenwert verantwortungsvoll ausgegeben werden, alles andere ist Veruntreuung.

ist es, wenn Manager fordern, der Steuerzahler solle für Ihre Fehler einstehen. Der gesunde Menschenverstand würde sagen nein, laß sie diese Kreditinstitute vor die Hunde gehen, sodaß es eine Warnung für die Branche ist. Nur hier zahlt der Steuerzahler auch die Zeche durch Sozialleistungen für die ruinierten Bankkunden, Arbeitslosengeld für die Mitarbeiter etc.
Vielleicht ist ein Mittelweg sinnvoll. Indem Maße, wie der Staat hilft, geht das Institut in den Staatsbesitz über, indem Anteile von den Aktionären ersatzlos eingezogen werden und dem Staat übertragen. Damit würden die Aktionäre und Fonds, die die Wirtschaft zu immer unrealistischeren Renditen treiben, am Verlust mitbeteiligt, da ihr Vermögen und ihr Einfluß schwindet. Nach einer Sanierung des Marktes, könnte der Staat die Anteile oder Erträge zur Deckung der Sozialleistungen verwenden. Damit käme zumindest langfristig ein Interessenausgleich zu Stande bei dem der Steuerzahler nicht immer der Dumme ist und die coolen Spekulanten einen gehörigen Dämpfer, der sie zur Realität zurückführen kann.

Ist der Begriff für die Asymmetrie des Chancen/Risiko Kalküls von Bankgewerblern. Gehts in die Hose verliere ich meinen Job und der Staat springt in die Bresche, gehts auf, verdiene ich Millionen. Man muss nur dafür sorgen, dass Letzteres zuerst eintritt. ;-)
Ackermann ruft nicht einfach - dass muss fairerweise gesagt werden - nach dem Staat, er fordert - und das seit geraumer Zeit - eine weltweite Finanzaufsicht für eine Branche, in der es herzlich egal ist ob man in Zug, Singapur oder New York vor einem Handelsschirm sitzt. Die Verzweigungen und Verästelungen im globalen Finanzkreislauf sind zu komplex um von nationalen Aufsichtsbehörden beherrscht zu werden. Die Bafin und Bundesbank haben sich ja auch in der letzten Zeit wahrlich nicht gerade mit Ruhm beklekkert. Dass eine Immobilienblase in den USA Auslöser einer weltweiten Krise sein könnte war halt vor zehn Jahren noch unvorstellbar und ist den Herren Ministerialdirigenten in Bonn am Rhein heute noch ein Rätsel.

Bei allen Gefahren für die Steuereinnahmen unseres Gemeinwesens im Falle einer größeren Bankenpleite könnte jede Ausgabe von Steuergeldern für die "Rettung" von Banken eine Veruntreuung dieses Geldes sein. Jeder Finanzministerer, der Steuergeld ausgibt, könnte strafrechtlich belangt werden, wenn er dies nicht durfte. Der Finanzminister, der kein Steuergeld mehr einnimmt, weil eine Bank, die sich verspekuliert hat, keine Steuern mehr zahlt, bleibt garantiert straffrei.
Allein das sollte eine Entscheidungshilfe für Minister sein.
An der Strafbarkeit der Veruntreuung ändert sich nichts, wenn man über Umwege (z.B. die KfW) andere dazu verleitet.

Ackermann verblüfft immer wieder durch klare Worte und ein fundiertes Urteil.
Wenn er wie hier nach dem Staat ruft, ist seine Bank dafür sicherlich nicht ursächlich
aber in der Folge betroffen. Darum geht es. In Zeiten einer Konjunkturflaute werden doch die Banken ermuntert, billiges Geld reichlich verfügbar zu machen.
Das erwartet die Politik einfach und schiebt die Verantwortung folglich auf die Banken. Die eigentlichen Sünder der Finanzkrise in DE sind die bekannt gewordenen LZB`en und z.B. die IKB.
Dies kann der DB und damit Ackermann nicht angelastet werden.
Genau so wenig das Verhalten der Kredithaie in USA als Verursacher der Finanzkrise.
Wenn Ackermann dazu einen "Rat der Weisen" fordert, der unabhängig rechtzeitig die gelbe Karte zeigt, damit eine Rote erst gar nicht erforderlich wird, zeigt dies doch, dass die Banken im internationalen u. weltweiten Geschäft Unterstützung benötigen.

Der Autor verkennt die enge Vernetzung von Wirtschafts- und Finanzsystem und die entscheidende Rolle, die der Staat und die Notenbank dabei spielen leider völlig. Wenn man der Krise auf den Grund geht, dann begann sie in den USA, auf dem Markt für Privatimmobilien. Wer hat denn in diesen Immobilien gewohnt und davon profitiert? Die Antwort lautet: Weniger wohlhabende Konsumenten. Wer hat diesen Wohlstand begrüßt: Die Konsumenten und die Politiker. Warum konnten sie die Zinsen nicht mehr zahlen? Weil die Notenbank die Zinsen angehoben hat und die finanzielle Belastung damit zu hoch wurde. Es ist der Faz unwürdig, wenn diese Zusammenhänge einfach übersehen werden und die Schuld lediglich den Banken zugeschoben wird. Wenn deutsche Banker sich an US-Krediten beteiligt haben, taten sie dies, weil wir in einer globalen Marktwirtschaft leben, in der man nicht immer zusehen darf, wenn andere Geld verdienen. Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Richtig ist, Ackermann hat besser gearbeitet als andere. Es muss bessere und schlechtere geben. Sich dann über die zu hohen Bankergehälter zu beschweren, verdient obigen Kommentar. Ein Chefarzt mit 20 Mitarbeitern verdient auch gut. Ackermann trägt die Verantwortung für Zehntausende.

Herr Ackermann sollte sich schämen und schnellstens seinen Hut nehmen.
Leute wie er diskreditieren die Marktwirtschaft und treiben den Sozialisten die unwissenden Wähler in Massen zu.
Die Selbstheilungskräfte des Marktes sollten Leute seines Schlages als systemschädigend identifizieren und ostrakisieren.
Franz Maute

wenn zumindest die Spielregeln, der Ordnungsrahmen geklärt sind. Das ist großenteils unterblieben bzw. nicht richtig organisiert worden. Die Quittung gibt es jetzt.
Ferner beinhaltet eine funktionierende Marktwirtschaft u. a. auch, dass Risiko und Chance in gleichem Maße vom Verursacher getragen werden. Weil die Bankenwelt genau weiß, dass die Regierungen sich ihr "Scheitern" nicht leisten können - sprich: im Ergebnis wohl einspringen müssen, um nicht den totalen Kollaps zu provozieren, ist kein Gleichgewicht von Risiko und Chance gegeben. Die Risiken werden großenteils entkoppelt von den "Chancen", die mit dem blinkenden Dollar vor Augen wahrgenommen werden. Aber: Wer mit fremdem Geld "spielt", muss dafür einstehen und die Zeche selbst bezahlen. Leider ist der Zug zur sog. Internalisierung der externen Effekte (andere Bewertung, Bildung von Sperrrücklagen, Haftungsregeln usw.) für die Vergangenheit wohl schon abgefahren.
Es zeigt sich übrigens auch, dass das "Marktversagen" wieder mal zum großen Teil ein "Politikversagen" (besonders in den USA) ist. Aber: Wer möchte schon in Zeiten bunter, hoch hinaus fliegender Seifenblasen an die übel schmeckende Seifenlauge denken?