Von Hanno Beck
08. Juni 2009 So ein Virus ist ein geselliges Wesen: Wo immer es sich herumtreibt, bemüht es sich, mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu kommen - auch wenn wir Menschen das wenig komfortabel finden. In den früheren Jahren hatte es ein Virus schwer, die Grenzen seines Heimatlandes zu verlassen, doch das hat sich geändert: Mit dem Aufkommen der Globalisierung, mit Schiffen und Flugzeugen steht einem Virus die ganze Welt offen - schmerzhafterweise.
Was für die Virologen gilt, gilt erst recht für die Finanzbranche, auch hier ist die internationale Ansteckungsgefahr in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Kapitalmärkte sind heute sehr viel stärker vernetzt als noch vor wenigen Jahrzehnten: Zum einen ist Kapital dank des technischen Fortschritts und der weltweiten Liberalisierung der Kapitalmärkte deutlich mobiler geworden, zum anderen sind die wirtschaftlichen Bande zwischen den Staaten durch Handel und Direktinvestitionen viel enger geworden.
Strategien gegen Pandemien
Die Folge dieser Entwicklung: Holt sich ein Land einen Schnupfen, muss man damit rechnen, dass auch in anderen Regionen der Welt die Taschentücher gezückt werden; das gilt um so mehr, je größer das Land ist, dessen Nase zuerst rot wird.
Diese Entwicklung hat zwei strategische Implikationen für Investoren: Zum Ersten müssen sie immer mehr die gesamte Welt im Auge behalten, wenn sie ihre Investmententscheidungen treffen, zum anderen - und das trifft auch Privatanleger - wird es immer schwieriger, sein Geld risikomindernd über verschiedene Länder zu verteilen.
Die Grundidee einer solchen Strategie besteht darin, sein Geld über verschiedene Länder zu streuen - bricht in einem Land der Aktienmarkt weg, so ist nur ein Teil des Portfolios betroffen, der andere Teil arbeitet in Staaten, denen es bessergeht. Je enger aber die Kapitalmärkte zusammenrücken, um so weniger wird diese Idee in Zukunft funktionieren - dann muss man sich als Investor andere Vorbeugungsmaßnahmen gegen eine Kurssturzgrippe überlegen.
Text: F.A.Z.
| Tops & Flops | Kurs | in % |
| Fresenius Vz | 49,80 € | +3,04% |
| ThyssenKrupp | 26,29 € | +1,43% |
| Henkel Vz | 36,87 € | +1,04% |
| Commerzbank | 5,96 € | +1,02% |
| BASF | 43,87 € | +0,85% |
| MAN | 54,48 € | −1,05% |
| Salzgitter | 68,47 € | −1,05% |
| Infineon | 3,79 € | −1,69% |
| K+S | 40,04 € | −1,93% |
| Volkswagen Vz | 63,64 € | −2,84% |
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 5.957,44 | +0,20% |
| TecDAX | 812,35 | +0,17% |
| MDAX | 7.472,43 | −0,16% |
| SDAX | 3.554,37 | −0,21% |
| REX | 377,93 | 0,00% |
| Eurostoxx 50 | 2.957,48 | +0,40% |
| Dow Jones | 10.520,10 | +0,51% |
| Nasdaq 100 | 1.869,84 | +0,96% |
| S&P500 | 1.126,48 | +0,53% |
| Nikkei225 | 10.494,70 | −0,40% |
| EUR/USD | 1,4371 | 0,00% |
| Rohöl Brent Crude | 76,30 $ | +0,26% |
| Gold | 1.104,50 $ | +1,77% |
| Bund Future | 121,84 € | −0,42% |
| Gesamt- Index |
Durchschnitt 90 Tage |
Durchschnitt 200 Tage |
|
|---|---|---|---|
Aktien-Index23.12.2009 13:00 |
1405,08 | 1350,70 | 1296,93 |
Performance-Index23.12.2009 17:35 |
309,39 | 298,41 | 284,02 |
Euro-Aktien-Index23.12.2009 17:35 |
145,73 | 141,42 | 130,49 |
Die USA stümpern sich was zusammen
21:48Das mit der Kontrolle an den Airports ist ueberhaupt eine
21:38Welch´ eine Anmaßung zu sagen, dass der Büger im konkreten Fall mehr Staat will!
21:24 21:12Schade, dass außer Leichenzählerei kaum Inhaltliches geboten wird...