Die Evolutionsmedizin untersucht, was unsere Vorfahren uns vermachten: Eine populäre Darstellung führt ein aufstrebendes Fach vor Augen, das in der Rückbesinnung auf die Lebensbedingungen unserer Vorfahren gewaltige Fortschritte sieht. Von Joachim Müller-Jung
Mit der Rhetorik des Pamphletisten nimmt Wolfgang Kersting den Liberalismus noch einmal beim Wort: Ein freier Bürger zu sein heißt Vorsorge zu treffen auf unübersichtlichem Gelände. Von Christian Geyer
Hunde schauen uns an, ihre Augen sprechen von den Höhen und Tiefen unserer zivilisatorischen Entwicklung. Nüchtern und ab und zu auch ironisch-belustigt zeichnen Nicole Hoefs und Petra Führmann die Kulturgeschichte des Hundes nach. Von Ernst Horst
Zwischenbilanz einer päpstlichen Panne: Kardinal Lehmann, Martin Mosebach und andere streiten über die Konsequenzen aus dem Eklat um die Pius-Bruderschaft. Noch sind die sich stellenden Sach- und Personalfragen keineswegs geklärt. Von Hermut Löhr
Warum eigentlich hat die Natur immer noch einen so guten Ruf? Hans Blumenbergs Überlegungen zu einer Geistesgeschichte der Technik zeigen seine Interpretationskunst und verbinden große Fragen mit bescheidenen Maximen. Von Helmut Mayer
Es dürfte unmöglich sein, Caesar gerecht zu werden, aber wir können eine begründete Meinung über ihn haben: Wolfgang Will rollt die Akte Caesar auf - und scheint im Laufe der Jahre mit dem Ungeliebten die Geduld verloren zu haben. Von Uwe Walter
Ist die Malerei der Florentiner Frührenaissance eher Erzählung oder Drama? Der Kunsthistoriker Ivan Nagel schlägt aus dieser Frage Funken, die Giotto, Masaccio und Leonardo zum Leuchten bringen. Von Henning Ritter