Hunde schauen uns an, ihre Augen sprechen von den Höhen und Tiefen unserer zivilisatorischen Entwicklung. Nüchtern und ab und zu auch ironisch-belustigt zeichnen Nicole Hoefs und Petra Führmann die Kulturgeschichte des Hundes nach. Von Ernst Horst
Zwischenbilanz einer päpstlichen Panne: Kardinal Lehmann, Martin Mosebach und andere streiten über die Konsequenzen aus dem Eklat um die Pius-Bruderschaft. Noch sind die sich stellenden Sach- und Personalfragen keineswegs geklärt. Von Hermut Löhr
Warum eigentlich hat die Natur immer noch einen so guten Ruf? Hans Blumenbergs Überlegungen zu einer Geistesgeschichte der Technik zeigen seine Interpretationskunst und verbinden große Fragen mit bescheidenen Maximen. Von Helmut Mayer
Es dürfte unmöglich sein, Caesar gerecht zu werden, aber wir können eine begründete Meinung über ihn haben: Wolfgang Will rollt die Akte Caesar auf - und scheint im Laufe der Jahre mit dem Ungeliebten die Geduld verloren zu haben. Von Uwe Walter
Ist die Malerei der Florentiner Frührenaissance eher Erzählung oder Drama? Der Kunsthistoriker Ivan Nagel schlägt aus dieser Frage Funken, die Giotto, Masaccio und Leonardo zum Leuchten bringen. Von Henning Ritter
Im November 1989 ging es blitzschnell. Für alle Bürger der DDR änderte sich binnen weniger Stunden das Leben. Wie beschreibt man solch ein Ereignis? Zwei französische Autoren erzählen die Umstände des Mauerfalls in vielen aufwendig recherchierten Einzelszenen. Von Nils Minkmar
Warum überleben manche Menschen Katastrophen wie Flugzeugabstürze oder Hurrikans, andere nicht? Amanda Ripley und Ben Sherwood wollen zeigen, dass wir in Grenzsituationen mehr Kontrolle über unser Schicksal haben, als wir denken. Von Manuela Lenzen
Wann handelt der Mensch nach seinem Verstand? Frank Ochmann sieht den Verstand erst dann aktiviert, wenn wir längst wissen, was wir wollen und wohin unser Denken führen soll. Die Konsequenzen sind weitreichend. Von Michael Pawlik
Im Berliner Kunstgewerbemuseum zählte der Pommersche Kunstschrank zu den Publikumsmagneten. Zwar verbrannte das reich dekorierte Prunkmöbel im Zweiten Weltkrieg, aber sein Inhalt ließ sich annähernd komplett retten, wie Barbara Mundts Buch zeigt. Von Camilla Blechen
Kultur ist eine Klimazone. Was gedeiht in dieser Zone von 1945 bis heute? Axel Schildt und Detlef Siegfried haben eine Kulturgeschichte Deutschlands verfasst, die von Gottfried Benn bis zur Sitzecke reicht. Von Dirk von Petersdorff
Jugendsprache aus dem Hause Langenscheidt: Christina Niegel und Monika Schaffrath haben Neuschöpfungen gesammelt, die den aktuellen Wortschatz der Jugend dokumentieren sollen. Dazu kommen Erläuterungen auf Deutsch, Englisch, Amerikanisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Von Ernst Horst
Warum können wir so gut mit den Füßen wippen? Und wie gelingt es Musikern, uns durch geschicktes Unterlaufen musikalischer Erwartungen anzuregen? Daniel Levitin führt in die Erforschung unserer Klangwahrnehmung ein. Von Christoph Albrecht
In deutscher Erstveröffentlichung publiziert die Heinrich-Böll-Stiftung Texte, die in China während der letzten drei Jahre politische Missstände aufs Korn genommen haben: Dokumente einer atemraubend offenen Debatte. Von Christian Geyer
Masterpläne fürs Leben sind ein sicherer Weg, sich über die eigenen Möglichkeiten zu täuschen: Christian Ankowitsch weiß zu überzeugen, dass es vielmehr auf eine Philosophie des Durchwurstelns ankommt. Von Michael Pawlik