Komm, flieg mit mir: Animation aus Second Life

Virtuelle Welten

Auch Jesus hatte ein zweites Leben!

Völlig losgelöst: Wie viele andere verliert sich der Londoner Journalist und Autor Tim Guest gern in gepixelten Weiten. In einem aufschlussreichen Buch schildert er nun das virtuelle Dasein zwischen Höhenflügen und Erfahrungsarmut. Von Franziska Seng

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28. Juni 2008 11:38

Sinn der Scheinwelten

Gunnar Schurich (GSchurich)

In jeder Berufspilotenausbildung, vor jedem Kapitänspatent, bei der Entwicklung von Stadien und in vielen anderen Bereichen sitzt der Mensch vor dem Computer und spielt. Er nennt es nur nicht Spiel, sondern Simulation. Solche Simulationen, virtuelle Realitäten, gibt es auch in vielen anderen Bereichen. Schon lange ist Software auf dem Markt, mit der man virtuell seine Wohnung designen kann oder seinen Garten. Andere Softwareprodukte setzen da eher auf die Möglichkeit zur Kommunikation, natürlich auch in einer dreidimensionalen Umgebung. Bringt man dann mal alles zusammen auf eine Plattform, gibt keine Aufgabe oder keinen Handlungsrahmen vor, dann entstehen solche Metaplattformen wie Second Life. Der Nutzer und die Grenzen der Technik entscheiden, was daraus wird. Das ist so wie mit einem Messer: in der Hand eines Koches dient es eher zur Freunde der Menschen, in der Hand eines Mörders eher nicht.

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