Neuheidentum bei Stonehenge: Ist der “neue Atheismus“ nur die Kehrseite eines anderen Wahns?

Atheismusdebatte

Gott ist ein Nichtsnutz

Richard Dawkins und andere Autoren des „neuen Atheismus“ haben eine wichtige Debatte in Gang gebracht. Ist der aggressive Szientismus nur die Kehrseite des modernen Aberglaubens? Für den Philosophen Peter Strasser heißt den Glauben zu verteidigen vor allem eine Haltung zu bewahren. Von Bernhard Dressler

Lesermeinungen zum Beitrag

20. April 2008 10:19

Würde absprechen?

Petra Hollmann (Petra_h)

"Wer sich ohne Rücksicht auf seine Würde und seine Selbstachtung als „Maschine zur Weitergabe seiner Gene“ verstehen will, bei dem werden eher die Dawkinsschen Argumente, und seien sie noch so flach, Resonanz finden."

Mit obigem Zitat zeigt Herr Dressler ein arrogantes und inhumanes Menschenbild. Den wenigsten Menschen mit naturalistischem Weltbild käme es in den Sinn, Würde an religiösen Überzeugungen festzumachen. Nur von religiösen Menschen hört man immer wieder dergleichen. Wir brauchen dringend mehr Humanismus in der Erziehung, damit allmählich auch der Letzte begreift, dass niemand einem anderen Menschen den Anspruch auf Würde absprechen darf.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. April 2008 15:56

@Herr Reinert

Moritz Petersen (Mo1234)

Das was Sie schreiben stimmt einfach nicht. Sie haben offensichtlich die wissenschaftliche Methode missverstanden.

Ein paar Beispiele:
Die Wissenschaft kann nicht erklären warum es das Univerum gibt, aber dennoch ist die Existenz des Universums unumstritten.

Die Wissenschaft kann nicht erklären, wie der Verstand funktioniert, sie kann (noch) nicht beweissen ob er frei oder rein deterministisch ist, dennoch ist seine Existenz bewiesen.

Es ist nicht nötig, eine Sache wissenschaftlich erklären zu können, um seine Existenz wissenschaftlich beweisen zu können, sondern es reicht aus etwas beobachten zu können, und dabei ausschließen zu können, dass es sich eindeutig um eine Täuschung, oder eine Fehlinterpretation handeln könnte. Dabei darf die Möglichkeit einer Täuschung sogar bestehen, sofern sie hinreichend gering ist.

Daher kommt die Forderung nach wiederholbaren Versuchen, und Systematischen Aufzeichnungen, um Messfehler, und Interpretationsfehler durch Menschen auszuschließen. (Auch intelligente Menschen sind bei der intuitiven Analyse von Statistiken, Wahrscheinlichkeiten und nichtlinearen Prozessen sehr fehleranfällig)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. April 2008 13:30

Schlechte Schlichtheit?

Moritz Petersen (Mo1234)

"über weite Strecken zugleich platten und eifernden Argumentation "
In den Abschnitten denen er "eifert", geht es um die Greultaten der Extremisten und Gehinwäsche der Kinder. Herauszustellen, dass diese schlecht sind, könnte man als "platt" bezeichnen, dies bezieht sich aber nicht auf die Religionen allgemein. Da argumentiert er nämlich sehr nüchtern.

Dann wird seinen nüchternen Argumentation Schlichtheit vorgeworfen. Darin liegt aber nicht die Schwäche, sondern die Stärke seiner Argumentation, da er sich nicht auf Elfenbeintürme schwingen muss.

Dies sind diese schlichten Argumente:
1. Die Wissenschaft bemüht sich das "Wie" zu beantworten, kann aber nicht das "Warum" und "Woher" beantworten. Diese Fragen kann die Religion aber auch nicht beantworten sondern nur verschleinern.
2. Die Existenz eines Gottes gibt ihm keine moralische Authorität. Die Moral ist von ihr unabhängig und auch ohne sie möglich.
3. Die Wahrscheinlichkeit für die Existenz Gottes ist nicht gleich groß wie die Wahrscheinlichkeit seiner Nichtexistenz, sondern viel geringer. Sie lässt sich nicht beziffern, ist aber mit der W. der Existenz der "Teekanne im Orbit" vergleichbar, und sollte daher bei unserem Handeln gleichermaßen wenig berücksichtigt werden.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. April 2008 12:58

Kritik beruht auf Missveständnissen

Moritz Petersen (Mo1234)

Dieser Artikel ist sehr schlecht geschrieben. Was sollen die ständig tendenziösen Vorwürfe: "Arrogant", "Ignorant" und "chic" ? warum wird so sehr ad hominem argumentiert?

"... Missverständnis, religiöser Glaube rechtfertige sich aus seinem Nutzen."
Ich weiss nicht wie der Autor dieses Missverständnis erkannt haben will. Ich habe nur die englische Orginalfassung gelesen, und da stellt Dawkins ganz klar heraus, dass der Nutzen nicht zur Rechtfertigung taugt, und auch nicht um die Wahrheit zu ermitteln. Der Nutzen der Religion wird nur desswegen erläutert, weil Dawkins seine Hypothese, dass Religionen auch ohne göttlichen Einfluss entstehen könnten, als plausibel vermitteln wollte.

"Der Gottesglaube, den Dawkins widerlegen will, ist jener fundamentalistische Kreationismus, der selbst wieder nur ein seitenverkehrter Naturalismus ist."
Ich zweifel daran, dass sie sein Buch überhaupt gelesen haben. Dawkins argumentiert viel allgemeiner. Ausserdem wird nichts widerlegt, sondern nur mit der Möglichkeit verglichen und gleichgestellt, dass eine praktisch unsichtbare Teekanne um die Sonne kreist.

"Der schwache Gott der Philosophen" (und folgender Absatz)
Sie haben offensichtlich noch nicht einmal die ersten beiden Kapitel gelesen...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 4 von 4 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche