
die teilweise dermaßen polemische Kommentare vom Stapel lassen, können einem wirklich leid tun. Sie werden sich immer ungerecht behandelt fühlen. Möglicherweise hat das mit dem Egoismus zu tun, der bei Männern im Allgemeinen stärker ausgeprägt ist als bei Frauen. Jetzt, wo das Pendel langsam in die andere Richtung ausschlägt, fühlen sie sich zurückgesetzt. Daß Männer das nicht so ohne weiteres verkraften, ist verständlich.

Was der gute Herr Horst da so von sich gibt ist für mich ein ziemliches Armutszeugnis. Unqualifizierte Beiträge aus der radikalfeministischen Ecke ist man ja gewohnt. Nur der traurige Versuch sich selbst zum großen und allesüberblickenden Gockel zu machen, in dem man tapfere Don Quijoteske Kämpfer gegen die Verwirrungen und Auswüchse eines jahrzehntelangen Monopols heruntermacht, finde ich mehr als fragwürdig. Dieses Niveau hätte ich in der FAZ nicht erwartet...

Ernst Horst beweist vor allem seine erschreckende Unkenntnis der Fakten. Es mag souverän sein, wenn ein Mann über sich selbst lachen kann; wenn dies die Werbung in schöner Eintracht tut, sieht die Sache aber anders aus. Am Beispiel Sorgerecht diskreditiert sich Horst vollends. Wir wissen zwar nicht, was an der "einzigen Kugel für das Maschinengewehr" typisch sein soll, aber die Forschung der letzten Jahre hat weitgehend übereinstimmend festgestellt, dass die Mutter eben NICHT per se für das Kind besser ist. Horst hat sich, im Gegensatz zu Hollstein, mit der Literatur offenbar nicht aufgehalten. 'Sehr differenziert' muss es bei der Betrachtung des Familienrechts nicht zugehen, um zu erkennen, dass Väter benachteiligt werden. Das Sorgerecht bei nicht ehelichen Kindern wird allein durch die Mutter bestimmt. Wir haben es hier mit einem Verstoß gegen europäische und nationale Gesetze zu tun. Horst meint, dass bei gleich großer Zahl von Männern und Frauen automatisch Gleichberechtigung besteht. Hat der Rezensent im Geschichtsunterricht gefehlt oder gar geschlafen? Die Bildungssituation bei Jungen ist statistisch gut belegt. Das als "Propaganda" zu bezeichnen, ist ein Niveau, das die FAZ seinen Lesern zum Glück selten zumutet.

Ein begnadeter Leitartikel steht heute im Konkurrenzblatt "Welt": 'Nicht mit aller Macht'. Bald vier Jahrzehnte nach Esther Vilars 'Der dressierte Mann' kommt die Schreiberling- Elite so langsam dahinter, daß deren Thesen womöglich nicht so falsch gewesen sein können. Zitat: "Für die Volkswirtschaft ist es natürlich eine gigantische Verschwendung, wenn gut ausgebildete Frauen in niederen Rängen hängen bleiben oder sich ganz in die Familie zurückziehen". Und Zitat Vilar: "Sie lassen einen Mann für sich arbeiten und stellen ihm als Gegenleistung in bestimmten Intervallen ihre Vagina zur Verfügung"..."Frauen, so formulierte es die frühere Familienministerin Renate Schmidt sehr treffend, wollen die Vielfalt des Lebens und die Vielfalt ihrer Begabungen voll auskosten". Die Ministerin hat uns eine unübertreffliche Umschreibung des Begriffs 'Edelnutte'geliefert. Da lachen wir uns tot über SonjaL, die allen Ernstes uns weismachen will, in der beschworenen neuen Ära würden Frauen so richtig die Ärmel hochkrempeln! Die Ausbeutung des Mannes ist kulturimmanent, Frau Loebbert. Wir danken dem Feminismus: er hat uns endlich die Augen geöffnet!

Davon, dass das Zeitalter der Frau kurz bevorstehen soll, ist bis heute aber kaum etwas zu spüren, ganz im Gegenteil: Vielmehr ist es dem Feminismus in all den Jahrzehnten nicht gelungen, einen eigenständigen, femininen Lebensentwurf neben dem Männlichen zu etablieren- bisher hat sich doch die Frauenbewegung vor allem darauf kapriziert, alles Männliche permanent in Frage zu stellen und zu kritisieren, um es dann bedingungslos nachzuahmen. Ich persönlich warte schon lange auf ein weibliches Weltbild, dass dem männlich geprägten Zivilisationsmodell paroli bietet!

Hollstein "weist darauf hin, dass Männer häufiger arbeitslos werden als Frauen, ignoriert aber, dass Frauen für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden als Männer," schreibt Horst. Leider versäumt er es jedoch, darauf einzugehen, dass ersteres in der Öffentlichkeit kaum bekannt und höchstens bei MANNdat nachzulesen ist, während die Halbwahrheit von den schlechter bezahlten Frauen, unter Außerachtlassung aller Hintergrundfakten, zu den beliebtesten Legenden der Gegenwart zählt. Hier konstruiert er also ein Gleichgewicht, das es - dank der Einseitigkeit des öffentlichen Diskurses - in Wahrheit nicht gibt. Anders als mit solchen gewagten Konstruktionen kann er die Dürftigkeit seiner Argumente auch kaum aufrecht erhalten. "Er beklagt, dass die armen Männer viel häufiger an Lungenkrebs und Leberzirrhose sterben als Frauen." Worauf Horst - zu Recht - bemerkt, dass sich daraus keine Krise des Mannes ableiten lasse, das aber sonst so im Raum stehen lässt. Dabei muss man sich doch wundern, warum die Gesundheitspolitik das anscheinend so hinnimmt, während sie bei Frauenleiden - vor allem Brustkrebs - weder Kosten noch Mühen scheut, den Missständen abzuhelfen. Aber um Männerbenachteiligungen kurvt er nunmal ganz gerne herum.

Frau Sonja Loebbert (SonjaL), wer arbeitet, wenn das Zeitalter des Mannes zu ende geht. Also, wer leert die Mülltonnen, wer leitet Konzerne, wer installiert, repariert, konstruiert? Wer wird den hochemanzipierten und hochqualifzierten Powerfrauen den Lebensunterhalt finanzieren, wenn die Männer aus dem öffentlichen Leben verschwinden? Wer wird die Sessel im öffentlichen Verbrauch bezahlen, die Sessel der Gleichstellungs-, Kinder-, Ausländer-, Antidiskriminierungs- und wasweisichnochfür Beauftragtinnen? Wer wird die Frauenhäuser finanzieren und deren Personal? Wer wird den nachehelichen Unterhalt und die Alimente erarbeiten? Wer wird ... der Fragen ließen sich viele aufzählen. Nur eine Antwort werden wir nicht erhalten. Denn Frauen arbeiten definitiv nicht. Wie auch, zwei Drittel der hochemanzipierten und hochqualifizierten Powerfrauen kriegt es nicht mal hin einen Beruf zu lernen. Und wenn die Männer nichts mehr schaffen, werden es wohl die Marsmenschen tun. Oder?

Mir schon. Weil im Feminat BRD nicht sein kann, was nicht sein darf.

Ernst Horst lässt von Anfang an durchblicken, dass er mit Hollsteins Darlegungen nichts anfangen kann und will. Das ist sein gutes Recht, aber von einem Qualitätsjournalisten erwartet man eigentlich das Bemühen, diese Darlegungen auf der Sachebene zu widerlegen anstatt sich mittels bemüht wirkender Flapsigkeit selbst einzureden, dass derjenige, der mit seinem Buch gerade das eigene wohlgefügte Weltbild zum Einsturz bringt, falsch liege. Horst meint z.B., man könnte es auch als Zeichen von Souveränität deuten, wenn Männer sich über sich selbst lustig machen können. Doch zwischen harmlosen Witzchen auf Kosten von Männern und der Vielzahl von dezidiert männerfeindlichen Filmen, Werbespots, Liedern etc. besteht doch ein beträchtlicher Unterschied. Und wenn mein eigenes Geschlecht auf "humorvoll-ironische Weise" zum Gegenstand von Gewalt- und Vernichtungsphantasien wird - was man bei Frauen niemals durchgehen ließe -, kann ich das weder belächeln noch hinnehmen, sondern nur als gesellschaftliche Fehlentwicklung sorgenvoll zur Kenntnis nehmen und bekämpfen. "Er könnte aber ruhig etwas phantasievoller jammern," schreibt Horst. Würde er das auch bei einem Machwerk von Alice Schwarzer schreiben? Nein, dazu fehlte im wohl der Mut...

Die Männer sind nicht in der Krise, sondern ab 2008 beginnt nach dem über 4000 Jahre alten chinesischen Mondkalender ganz allmählich das sogenannte Frauenzeitalter. Die "Nach uns die Sinflut" Ära der Männer geht damit langsam aber sicher zuneige. Nur abernten, ohne nachhaltig zu sähen, verträgt auf Dauer kein Planet. In der Hoffnung, dass die Frauen unsere Zukunft nicht nur anders, sondern langfristig nachhaltiger und besser gestalten, ist es längst überfällig, das diese Gockelmentalität abdankt und der Weg für eine lebenswerte Zukunft freigeschaufelt werden kann.

Ich lese gerade das hier diskutierte Buch. Hollstein beschreibt ohne Hohn und Spott (traurig, das man sowas heutzutage extra anmerken muss) die Notlagen und Schwächen von Männern und Jungen und setzt sich einfühlsam und kompetent mit Männlichkeit zwischen gestern, heute und morgen auseinander. Weiter stellt er auf entlarvende Weise die einseitige Geschlechterpolitik Deutschlands bloß, die Männer und Jungen im Stich lässt. Es fällt mir schwer zu verstehen, warum Herr Horst dieses Buch auf diese Weise runtermachen muss.

Ich denke auch, es sollte nicht so viel geredet werden. !Taten müssen folgen! Das ganze hin und her ist ja schlimm. Krisen können auch herbeigeredet werden wenn man sich nur dran hält. www.100WorteReporter.de hält es da ganz anders. Täglich werden einige Nachrichten ausgewählt, die zu einem 100 Worte Bericht in möglichst lustiger Form "verarbeitet" werden. Die Emanzipation spielt hier wahrlich keine Rolle? Wir geben auch gerne interessierten "Laien-Redakteuren" die Möglichkeit, nach Absprache einen Tages-Artikel zu erarbeiten und auf www.100WorteReporter.de zu veröffentlichen. Herzlich willkommen! Gruß www.100WorteReporter.de

...über Frauen und Männer ist das eigentliche Problem. Es wird so unendlich viel geredet, geschrieben und in allen möglichen Zeitschriften abgedruckt oder im Fernsehen gesendet, dass es kaum noch auszuhalten ist. Wenn überhaupt ein Mann in einer Geschlechterkrise steckt, dann doch nur deshalb weil er vor lauter widersprüchlichen "Anweisungen" irgendwelcher Medien nicht weiß, wie er sich verhalten soll. Manchmal ist es einfach besser man ignoriert gewisse Dinge völlig anstatt sich darüber aufzuregen und macht, was man für Richtig hält und womit es einem selbst gut geht. Mir geht es als Mann wirklich blendend, ich komme auch sehr gut mit Frauen aus, kann mit Frauen als Vorgesetzen oder Kolleginnen wunderbar leben. Es kommt nicht auf das Geschlecht an sondern auf die Person, Frauen mit gesundem Selbstbewußtsein brauchen keinen Feminismus, schon gar nicht der Art "Reich mir mal bitte die Salzstreuerin". Eigentlich ist es für Männer durch den Feminismus sogar einfacher geworden, denn das ewige Rätsel "Was will eine Frau eigentlich?" ist doch gelöst. Das heißt ja nicht das man sich als Mann dauerhaft verbiegen muss, wer das macht ist selbst Schuld und wird nicht das erhoffte Ergebnis erzielen.

Alice Schwarzer wäre stolz auf ihn: Ein Mann, der seine Mitmänner mit Dreck bewirft. Doch leider begeht Ernst Horst bei seiner Verunglimpfung alles Männlichen genau die Fehler, die er Walter Hollstein ankreiden will: "Bitte alles aufdecken" tönt er. Doch das Aufdecken der heimtückischen Rachefeldzüge von Frauen gegen Männer bleibt dem Artikel "Die Rache der Frauen" im FOCUS vorbehalten, der ausgerechnet von einer Frau geschrieben ist. Einserseits wirft Horst Herrn Hollstein vor, recherchiert und Daten gesammelt zu haben. Andererseits aber bezichtigt er ihn der Polemik, wahrscheinlich weil die Daten Hollsteins Thesen bestätigen. Das Zitieren von Fakten ist aber gerade keine Polemik. Doch wenn wir schon beim Stichwort Polemik sind, sei es noch gestattet, den Satz aus dem Berliner Grundsatzprogramm der SPD zu zitieren: "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche Gesellschaft überwinden." Wenn DAS keine Polemik ist ... Alles in allem kann man das Fazit ziehen: 50 Jahre Umerziehung haben ihre Spuren hinterlassen. Das Ergebnis hat mir Gleichberechtigung nichts mehr zu tun. Als nächstes dürfen wir uns wahrscheinlich auf eine Talkshow freuen mit dem Titel: "Ich bin ein Mann, aber ich tue was dagegen".

Der Autor des Artikels ist offenbar weder Vater noch getrennter Vater. Die Arroganz, die er deswegen an den Tag legen zu müssen glaubt, zeugt von seiner Unkenntnis der üblichen Familienrechtsprechung aufgrund der politisch gewollten Diskriminierung von Männern und Vätern, soweit sie nicht schwul sind. Wenn der Autor mal sehenden Auges durch Deutschland geht, wird er erkennen, dass Männer und insbesondere Väter überall als Deppen der Nation dargestellt werden (dürfen) und nach Trennung und Scheidung nicht nur den Verlust der gemeinsamen Kinder zu beklagen haben und die Kinder den Verlust der Väter, sondern dass sie wie Leibeigene gehalten werden, die allein wegen der Trennung von der Frau, die meist von ihr ausgeht, mit einem Bein im Gefängnis stehen, mit dem anderen bei der Sozialhilfe. Vom Verlust der Lebensperspektive ganz zu schweigen. Nicht umsonst darf die Bundesjustizministerin in aller Öffentlichkeit von gewünschten Diskriminierungen schreiben lassen und dabei die Privilegien der Frauen hervorheben. Gerne wäre ich bereit, diesem Autor mal die Wirklichkeit der Väter nach Trennung und Scheidung zu zeigen. Horst Schmeil Dipl.-Päd., Verfahrenspfleger und Elternberater

"Es herrscht Krieg, aber der Krieg ist gerecht.So sollten wir Hollsteins Buch lesen. Hollstein ist gewissermaßenen von Beruf Mann. Er ist ein Söldner im Krieg der Geschlechter"... und außerdem ist die Erde eine Scheibe, hört man unseren Großjournalisten geradezu dekretieren. Mag sein, daß Horst das Buch gelesen hat, verstanden hat er es nicht: no 'sissy stuff', Hollstein schreibt auch nicht über 'Feuchtgebiete', sondern warnt vor einer Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes und belegt dies mit zahllosen seriösen Literatur- und Qellenangaben. Dies einem Feuilleton- Männchen wie Horst erläutern zu wollen, ist in der Tat so sinnlos wie einem Rindvieh zu erklären, warum es nicht an Elektrozäune pissen sollte. Dafür outet sich Horst als das, was als größte Heimsuchung je über die Zivilisation gekommen ist: als lila Pudel mit Heimtücke, Lügen, Niedertracht und Verächtlichmachung des Männlichen, wie er es von der HerrIn gelernt hat. Wieder so ein Beispiel, warum die "4.Gewalt", diesmal in Gestalt der FAZ, so erbärmlich versagt. Mit Genugtuung stelle ich aber fest: offenbar geht wieder ein Gespenst um in Europa. Die feministischen Ideologen sind nicht "amused"...

Die Basis der Feminismus ist die Lüge. Ohne Lüge kein Feminismus. Ernst Horst ist als Feminist deshalb darauf angewiesen zu lügen. Wer hier die Nase rümpft soll sich einfach mal in Horst´s Situation versetzen. Wie bitteschön würden Sie Hollstein und sein Buch niedermachen, wenn es auf der Sachebene nicht möglich ist. Natürlich, Sie müssten lügen. Deshalb, lieber Herr Horst, lassen Sie sich bitte nicht durch diese selbsternannten Kritiker aus dem Konzept bringen. Auch wenn die hartgesottensten Feministen wie Spidla oder von der Leyen die Lüge von der Lohndiskriminierung nicht mehr halten können, soll das für Sie kein Grund sein, auf die Verbreiten dieser x-mal widerlegten Lüge zu verzichten. Deshalb meine eindringliche Bitte: Lügen sie weiter!

Es ist erstaunlich mit welcher gleichgeschalteten Eintönigkeit jeder Versuch von Männern oder Männerforschern ihre eigene Situation und Perspektive in den Wogen der Geschlechterverhältnisse zu reflektieren, schon fast reflexhaft entweder der "Jammerei" geziehen wird oder aber mit absurden Beispielen ins Lächerliche gezogen werden. Die Gegenüberstellung der öffentlichen Subventionierung von Frauenhäusern und Männergruppen ist da besonders grass, weil die Subventionen für letztere wohl kaum 1% dessen erreichen werden, was an Euro-Millionen flächendeckend für Frauenhäuser ohne Effizienzkontrolle ausgegeben wird. Während Benachteiligungen von Männern also als "normale Ungerechtigkeiten des Lebens" weggeleugnet werden, gibt es für Frauen bei jeder Ungerechtigkeit des Lebens, wie den Schwierigkeiten auf dem Karriere-Weg nach oben, beim Erreichen einer fairen Bezahlung, bei der universitären Karriere-Vorbereitung, beim Karriereeintritt, bei der Karriere-Wiederkehr nach der Übermutterpause, usw. ein Subventionspölsterchen. Girlie-Feminismus ist echt geil, solange man ihn nicht selbst bezahlt.

Ernst Horst schreibt offensichtlich über etwas, wovon er nichts versteht. Damit wird er weder dem Thema noch dem Autor gerecht. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Unbedarftheit Horst so einfach einem Geschlechterforscher erklären will, wie es wirklich ist. "Hollstein [...] ignoriert aber, dass Frauen für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden als Männer." Hollstein "ignoriert" das mitnichten. So befand der für Arbeit und Gleichstellung zuständige EU-Kommissar Vladimir Spidla in seiner Bilanz: „Direkte Lohndiskriminierung’, also ungleicher Lohn für gleiche Arbeit sei in der EU fast ganz verschwunden.“ Selbst das bmfsfj ließ kürzlich eine Rede von Ministerin von v.d. Leyen vom Netz nehmen, in der die Ministerin Einkommensnachteile von Frauen von 23 Prozent gegenüber männlichen Einkommen behauptete - "wohlbemerkt für gleiche Arbeit...“ Diese Aussage ist, wie das Ministerium mitteilen ließ: "... daher in dieser Form nicht richtig und missverständlich, auch wenn er sich in den Medien oft so oder ähnlich findet." Es wäre also schön, wenn die FAZ Rezensenten zu Wort kommen ließe, die etwas mehr als ihre Privatmeinung ins Feld führen können. Ansonsten sind die Rzensionen nämlich schlicht wertlos.

War am Anfang noch die Ausgangsgleichheit das Ziel der Frauenbewegung, so ist es heute zunehmend auch die Zielgleichheit- und diese erreicht man offenbar nur noch mit Quotenregelungen, einer "positiven" Diskriminierung von allem Männlichen und einer radikalen Genderisierung aller Lebensbereiche. Hier zeichnet sich langsam zweifellos ein schleichender Wandel bei der politischen Zielstzung des modernen Feminsimus ab. "Der wahre Perspektivpunkt neuzeitlicher Politik ist jedoch die vom Mann befreite Frau mit Beruf und Kind", wie Urs Paul Engeler kürzlich in der Weltwoche festgestellt hat- die "vaterlose Gesellschaft " wird also langsam Wirklichkeit- nur dass das die meisten dressierten Männer noch gar nicht bemerkt haben- und das ist in Wirklichkeit der wahre Witz an der ganzen Sache!

Der Autor amüsiert sich hier über ein Buch, wobei er leider gar nicht in der Lage ist, dessen Inhalt zu Beginn seines Artikels erst einmal einführend und, zumindest ansatzweise, strukturiert darzustellen. Anschließend folgt außer einigen sehr plakativen und an den Haaren herbeigezogenen pseudowitzigen Vergleichen und Spekulationen leider auch kein Inhalt. Das war wirklich verschwendete Zeit, den Artikel zu lesen.

"Das Zusammenleben der Geschlechter ist kein Nullsummenspiel. Es gibt aber auch Ressourcen, die zwischen Männern und Frauen aufgeteilt werden müssen. Was die einen bekommen, kriegen die anderen nicht. Wenn die Stadt ein Frauenhaus finanziert, dann fehlt vielleicht das Geld für die Männergruppen." Wenn "die" eine Seite "profitiert" und dafür der anderen keine Gelder zur Verfügung stehen, dann ist es ein Nullsummenspiel, denn was machen "die" Männer dann? Sie "beschäftigen sich mit "den" Frauen auf eine derartige Art, daß diese der Frauenhäuser bedürfen. Der Autor lebt selbst in den gesellschatlichen Bereichen, die nur von der Aufteilung der Ressourcen leben. Es ist wohl eher ein Konflikt zwischen den Hilfsbedürftigen, Produzenten in den existenznotwendigen Bereichen, Forschern, Wissenschaftlern und Entwicklern auf der einen Seite und denen, die nur Dinge wiederholen, anderen nur Probleme bereiten oder Ressourcen vernichten und dafür auch noch bezahlt werden. Der Autor dieses Textes als auch der Autor des Buches bekommen eigentlich Geld dafür, daß sie auf vermeintliche Probleme verweisen, keine vollständigen und detaillierten Tatsachen liefern können - und damit von sich selbst abzulenken versuchen.

"Männer und Frauen sind so verschieden wie Katholiken und Protestanten, wie Bayern und Franken, wie Maurer und Dachdecker, wie Hunde und Katzen, wie Mars und Venus." Nehmen wir hier mal die Bayern und Franken: sie gleichen sich sogar darin, daß sie übereinander sagen, sie seien verschieden. Sie gleichen sich auch darin, daß sie nicht sehr viel inhaltliche Unterschiedlichkeit aufzeigen können, was dadurch bedingt ist, daß sie möglichst viel formale Unterschiedlichkeit erzeugen. Über sich selbst lustig machen führt im Nachhinein dazu, daß enstprechende Gruppen darüber sagen, man meinte es eindeutig, also wörtlich und nicht nur doppeldeutig, also ironisch. Solch stark zusammenfassenden Unterscheidungsversuche ohne vollständige detaillierte Nachweise (Beobachtung ohne beobachtet zu werden, sonst wird das Ergebnis verfälscht - was es auch so wird, da der Beobachter ja nicht selbst mitagiert, sondern beobachtet, also fehlt schonmal einer auf einer der zumindest äußerlich unterscheidbaren Seiten (und zwar unterscheidbar zwischen Vagina und Penis) basieren auf eigener körperlicher Überlastung.

zu fragen wäre jedoch was den Autor dazu treibt. Mag Hollsteins Buch stilistische Mängel aufweisen, ist Horsts Artikel eine einzige Katastrophe. Aus Platzgründen sei hier nur auf einen Punkt eingegangen, nämlich die schon x-mal widerlegte Behauptung, „dass Frauen für die gleiche Arbeit schlechter bezahlt werden als Männer“. Dirk Schubert publiziert auf den Leserbriefseiten diverser Online-Ausgaben dazu einen interessanten Aufsatz, der wiederum von Anderen weiterverbreitet wird. Der Text ist im Netz leicht zu finden. Interessierte tragen bitte in die Suchmaske ein "Gott sei Dank für den Feminismus kam dann der Frauendatenreport". Es bleibt Horst Geheimnis was ihn treibt, die offensichtliche Wahrheit abzustreiten (treffender wäre wohl: wegzulügen). Mag ja sein dass da eine persönliche Rivalität zu Hollstein besteht - aber die im redaktionellen Teil der FAZ auszutragen zeugt von wenig Professionalität. Und das hat vielleicht sein Gutes. Denn wenn Hollsteins Buch nur auf Basis von Unwahrheiten kritisiert werden kann - ist das doch das größte Lob für den Autor. Insoweit müssen wir uns vielleicht sogar bei Ernst Horst bedanken.

so ein Frauenversteher. Der Autor dieses Artikels sollte bedenken: Als die Frauenbewegung stärker wurde, ging es um Gleichberechtigung. Heute geht es, auch dank socher Einstellungen wie der Ihren, um die Umkehr der Verhältnisse. Und da kann ich nicht wortlos zusehen, wie einige, wahrscheinlich von alleinerziehenden Frauen aufgezogene "Männer", jeden Versuch diese Problematik zu publizieren, ins lächerliche ziehen.