
Wenn die Autorin wirklich gesucht hätte, dann hätte sie wohl woanders gesucht. An solchen Orten findet man keine Querdenker. Unsere Gesellschaft muß erst noch begreifen, daß die kleinen Einsteins im Karrieremief keine Luft bekommen.

Was soll einem dieser Artikel bitte sagen? Dass man es nicht gut ist 12 oder 14h pro Tag zu arbeiten? Das man sein Studium nicht schnell durchziehen soll?
Es ist sehr schade, dass Frau Friedrichs sich nur im Wirtschaftsbereich umgeschaut hat. Wie wäre es mit der Erfinder-Elite? Vielleicht sollte man mal da reinschauen.
Und die Theorie, dass bei schnellem Studium die eigene Entwicklung auf der Strecke bleibt ist wirklich sehr beschränkt. Vielleicht auch mal dran gedacht, dass es eine finanzielle Frage ist? Und ein kurzes Studium ist auch nebenbei für die gesamte Gesellschaft nicht wirklich negativ. Schließlich zahlt diese im Normalfall dafür.
Und was ist mit der Elite der Selbständigen? Diese die die richtige Idee zur richtigen Zeit hatten?
Habe das Buch nicht gelesen, aber wenn es nur annähernd so schlecht wie diese Kurzrezession ist, dann lohnt sich nicht einmal ein anlesen.

Bitte den Kollegen aus dem Wirtschaftsressort zur Lektüre vorlegen.

Eliten erschaffen und erhalten sich doch hauptsächlich aus sich selbst durch Abgrenzung zum "Rest". Das ist nichts anderes wie die Clique im Kindergarten oder in der Schule. Wer dabei ist fühlt sich als überlegen, als Besonders. Wer draussen ist versucht entweder mit allen Mitteln (insbesondere durch übersteigerte Anpassung) reinzukommen oder geht seine eigenen Wege. Wer sein Lebensziel im durchgetakteten 24 Stunden Tag sieht, bitteschön. Das Erwachen kommt mit 40, wenn es auf der Karriereleiter stockt, die eigenen Ansprüche mit der Wirklichkeit auseinandergehen. Die Pyramide wird nach oben immer spitzer und der Platz immer enger. Auch Eliten müssen irgendwann feststellen, dass es immer noch einen über ihnen gibt. Das führt zu Frust, Burn out und vor allem Verlust an Lebensqualität. Die kann man nicht kaufen, nur leben.

Jedenfalls alles, was Leben wirklich ausmacht. Aber davon wissen diese Herren (und wohl auch Damen) noch nicht so viel. Die großen Gs bestimmen ihr Dasein - Gier, Geld, Gewinn. Einerseits können diese "Erfolgsorientierten" einem leid tun mit ihren eindimensionalen Sicht der Dinge, andererseits überkommt mich auch der Zorn, wenn ich daran denke, wie viele Opfer durch Egomanie und Rücksichtslosigkeit auf der Strecke bleiben. Arme Gesellschaft!