Ernährung

Liebe und iss, was du willst

Tischlein-deck-dich: Dirk Maxeiner und Michael Miersch entzaubern den Bio-Mythos. In ihrem Buch „Biokost & Ökokult“ nehmen sie die vermeintlich gesunde und umweltfreundliche Alternative zum konventionellen Landbau in Augenschein. Von Anne Bogdanski

Lesermeinungen zum Beitrag

18. Mai 2008 23:19

So isses

Malte Zacharias (gartenstudio)

Glücklicherweise entscheiden die Leute beim Einkauf über diese Dinge, und nicht die Wissenschaft. Wie schön Frau Bogdanski die Liebe im Titel anführt, und auch im ersten Absatz wirklich schön schreiben kann-ihre Buchbesprechung zeugt davon, daß sie nicht auf dem Laufenden ist. Die Produktionsmethoden der konventionellen Landwirtschaft kann man heute im Kinderkanal kennenlernen, und im Kino. Dass immer mehr Menschen bei uns ihr letztes Geld für Reformkost zusammenkratzen, hat handfeste ideelle und geschmackliche Gründe. Hilfreich immerhin Frau Bogdanskis Hinweis auf Länder abseits der Industrienationen; dass dort unser Wissenschafts- und Fortschrittsbegriff nicht taugt, scheint sich herumzusprechen.

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18. Mai 2008 18:36

Bio ist zumeist ein guter Grund,

Karl-Heinz Andresen (khaproperty)

den Preis herauf zu setzen. Ob damit bessere Qualität eingekauft wird, war immer schon offen und bleibt bis heute zweifelhaft. Nicht nur einmal hat der Konsument die gleiche Stiege z.B. "selbst gezogenen" Bio-Baby-Salat anderntags im Supermarkt wieder getroffen, diesmal mit der Herkunftsbezeichnung "Portugal", ohne Zusatz von preistreibendem "Bio", um ein Drittel günstiger.

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18. Mai 2008 01:18

Gentechnik

Moritz Petersen (Mo1234)

"die Kerbe der blinden Befürworter" "vermeintlich risikofreie Technologie" Das seltsame bei der Diskusion um das Thema Gentechnik, ist der Umstand, dass es ausreicht mit einem unbekannten Risiko zu argumentieren. Es könnte IRGENDETWAS passieren, und daher dürfte man es nicht betreiben. Die konkreten genannten Risiken sind entweder an den Haaren herbeigezogen, oder bei "natürlichen" nutzpflanzen ebenso vorhanden. Die Werkzeuge zur Genmanipulation, sind natürliche Organismen, Chemikalien und Viren die zu Milliarden in der Natur vorkommen und dort ebenfalls Genome verändern. Im Labor wird stärker kontrolliert, dass bestimmte Gen-schnipsel eingefügt werden, währen in der Natur Beliebige eingefügt werden. Da die Gefahr aber nicht aus den bewusst eingebrachten Phenotypen besteht, da diese sehr gründlich überprüft werden, bleiben also die unvorhergesehenen Folgen. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten letzterer ist im Labor und in der Natur gleich groß. Gentechnik wird nicht desswegen als sicher bezeichnet, weil es absolut kein Risiko gibt, sondern weil es kein größeres Risiko gibt.

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17. Mai 2008 23:51

Cui bono?

Johanna Colsman (nebomoreoblaka)

Seit einiger Zeit gilt in Kunst und Literatur schnell gut, was provoziert. Davon profitiert dieses Buch. Es sei denn, der Leser erkennt, dass dieses Werk nicht der Literatur, sondern der Werbung zuzurechnen ist.

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17. Mai 2008 21:45

Die Glaubwürdigkeit von Maxeiner

Normann Hillesheim (EinTon)

Zur Glaubwürdigkeit von Maxeiner vgl. mal folgenden Artikel zum Klimaschutzthema, in dem es auch um Dirk Maxeiner geht. Zitat: "Ein Medienprofi solcher Vernebelung zum Klimathema ist seit vielen Jahren der Journalist Dirk Maxeiner, der auch mal über angebliche Ergebnisse eines fiktiven Forschungsinstituts berichtet - Hauptsache sie besagen, dass Kohlendioxid das Klima kaum beeinflusst." http://www.faz.net/s/RubC5406E1142284FB6BB79CE581A20766E/Doc~EC099321135B34E6C82F4BF639A779CCE~ATpl~Ecommon~Scontent.html Wer derart tendenziös berichtet, der ist wohl auch bei anderen Themen, sagen wir, mit Vorsicht zu genießen...

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17. Mai 2008 20:51

"Liebe und iss, was du willst"

Erich Grantzau (oncidium)

Sehr geehrte Frau Bogdanski, natürlich findet man/frau auch bei einer insgesamt positiven Buchbesprechung am Ende dann doch einige "Haare in der Suppe". In dem besprochenen o.g. Buch von Maxeiner und Miersch ist es u.a. die Tatsache, daß die Autoren der grünen Gentechnik offensichtlich nur positives abgewinnen können. Na endlich - kann man da nur sagen! Denn der Schlachtruf der Gentechnikgegner "Der Gendreck muß weg" ist nun wirklich nicht überzeugend. Und eine sachliche und belastbare Begründung bezüglich der Schädlichkeit von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen liegt aus den Kreisen der Gentechnik- Gegner nach meiner Kenntnis bisher nicht vor. Andererseits werden die zahlreichen Belege für die Unbedenklichkeit gentechnisch veränderter Nutzpflanzen in unserer von Zukunftsangst geschüttelten Publizistik beflissentlich übersehen. Es ist also an der Zeit, das Für und Wider gentechnisch veränderter Nutzpflanzen auf der Basis sachbezogener Darstellungen für die Bevölkerung aufzubereiten. Man gewinnt sonst immer mehr den Eindruck, daß in Sachen Fortschrittstechnologien Journlismus und Politik einträchtig zusammenarbeiten nach dem Motte:"Halt du sie dumm ich halt sie arm sprach der Politiker zum Journalisten." Erich Greantzau

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