Der vorliegende Artikel vermischt in tendenziöser Weise Recherche und Vermutung, tiefgehende Anschuldigung mit arroganter Kritik an spiessbürgerlichen Charaktereigenschaften. Schon der Titel würde besser in Zeitungen mit einem wesentlich geringeren Anspruch gehören. Eine hohe Unsicherheit in der Wortwahl, die eher dem Effekt als der Präzision geschuldet ist, zieht sich durch den ganzen Text. Ernstzunehmende Kritik schiesst nicht mit der Schrotflinte einmal im Kreis (nicht ohne das eigene Lager mitzuverletzen), sondern wägt die Anschuldigungen nach ihrer Treffsicherheit ab. Herrn Jensens Artikel bedient leider nur zu sehr eine oberflächliche Grundstimmung, die in einigen Kommentaren meiner Vorredner auch dankbar aufgegriffen wurde.
Ein hervorragendes Interview mit Peter Dale Scott: http://www.hintergrund.de/index.php?option=com_content&task=view&id=244&Itemid=63 Eine längerer englischer Text: http://www.globalresearch.ca/PrintArticle.php?articleId=10095
Heute wundern sich die Deutschen, wieso wir überhaupt in Afghanistan sind, was wir eigentlich - außer mitgegangen zu sein - da genau erreichen wollen. Kommt mir bekannt vor: "Richard Clarke, bis 2004 Bushs oberster Terrorismusbekämpfer, [...] wundert sich, dass ihm erst Ende 2002 auffallen konnte, nur mit Cheney über die Anti-Terror-Strategie gesprochen zu haben, nie mit dem Präsidenten." So sind eben die Psychopathen besonders begabt in der Manipulation ihres Umfelds. Man redet mit ihnen, wird irgendwie überzeugt, später kann man sich nicht wirklich erinnern, wieso es einem logisch vorkam, wundert sich, wieso man überhaupt darauf reingefallen ist. Mit einer kleinen Rasterfahndung kann man die Psychopathen schnell erkennen: Sie richten ein Chaos in ihrem Umfeld sind, bei dem fast alle anderen verlieren, aber nur sie selbst gewinnen. Das braucht eine Einstellung, die ohne Rücksicht auf Kosten von anderen den eigenen Vorteil sucht. Oder wer will - wie bei der Finanzkrise - die Ausrede glauben, dass es schief ging, sei nur ein Versehen gewesen, weil man es selbst nicht mehr überblickt habe?
Keine FAZ mehr, weil die Überschrift aufrüttelt? Auch wenn das ein Boulevard-Argument ist, aber Journalismus muss aufrütteln. Dick Cheney wusste, wie er sich bedeckt hält, wie man vermeidet, von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Ohne diese Überschrift hätten viele den Artikel gar übersehen. Aber ähnlich wie Monsanto oder Machenschaften in diese Richtung braucht man ein breites öffentliches Bewusstsein, um für solcherlei Sachen gewappnet zu sein. Dieser Artikel hat, so wie er steht, seine Berechtigung, und Kritik daran sollte besser abgewogen werden.
... wäre das schon schlimm genug. Was die Cheney-Apologeten hier vergessen ist, dass es nicht nur die Linken sind, die Cheney verurteilen, sondern auch - oder vielleicht gerade - Republikaner, die von Cheneys Politik und Methoden entsetzt sind, im Artikel erwähnt werden Paul O'Neill (ehemaliger Finanzminister) und Richard Clarke, "Bushs oberster Terrorbekämpfer". Erwähnenswert ist auch noch The Terror Presidency von Jack Goldsmith, Stellvertretender Justizminister, der das Office of Legal Counsil leitete. Es ist also keine einseitige, politisch motivierte Verurteilung Cheneys, sondern auch diejenigen, die seiner Partei angehören, aber sich nicht von ihm korrumpieren ließen, stellen ihn in einem düsteren Licht dar. Man muss sich das ja auch einmal auf der Zunge zergehen lassen: Durch Befehl des Präsidenten hat Cheney die gleichen Kompetenzen wie Bush erhalten, gleichzeitig wird ihm von einem Gericht aber bestätigt, weder den Regeln der Exekutive noch der Judikative unterliegt.
Nicht nur der Artikel, auch manche Kommentare geben arg zu denken. Wie leicht lassen sich die Leute aufhetzen mit eine Haßsprache, die Menschen zu "Monstern" und ähnlichem erklärt? Vor diesem Mob graut mir. Das hier ist leider nur die Spitze des Eisbergs. Man muß nur mal in Internetforen schauen, wo über die Finanzkrise diskutiert wird. Dieser ewiggestrige Haß auf die Amerikaner, deren Regierung seit 100 Jahren gesteuert werde von den jüdischen Großbanken... da kocht die Volksseele der Zukurzgekommenen. Wer das für übertrieben hält sehe es sich selber an. Die Populisten und Hetzer wie Lafonteine und seine Geistesbrüder vom braunen Rand werden leichtes Spiel haben.
Sollte ich je an der Reinkarnationstheorie gezweifelt haben; Dick Cheney liefert den unumstößlichen Beweis für deren Richtigkeit: als wiedergeborener römischer Militärdiktator, interessiert an purer Machtausübung mit Hilfe der aktuell größten Militärmaschinerie der Welt. Er wird unseren Nachgeborenen wieder begegnen ...
Man erinnere sich an Merkel und Schäuble, die diesen Verbrechern in den Hintern gekrochen sind. Auf dem G 8 Gipfel läßt man sich mit diesen Kriminellen feiern. Was ist das für eine korrupte dreckige Welt ? Sie alle haben Blut an den Fingern kleben und das Finanzdesaster zu verantworten. Das sind konservative Verbrecher die immer noch frei rum laufen. Aber das tun Koch und Kohl ja auch.
Cheney wird hier genau als das dargestellt was er auch ist. In Wirklichkeit ist wahrscheinlich alles noch viel Schlimmer als es den Anschein hat. Das Bush als Präsident der Vereinigten Staat völlig überfordert sein würde war von Anfang an völlig klar. Das war den Strippenziehern im Hintergrund aber ganz recht, denn in Bush fanden sie die Marionette die sie gesucht haben. Cheney und die Erdöllobby bestimmen die Politik Amerikas seitdem zu ihrem eigenen Vorteil und nicht zu dem der USA. Natürlich gibt es heute immer noch die ewig gestrigen Claqueure die damals mitverantwortlich dafür waren das eine Marionette überhabt erst zum Presidenten werden konnte, die heute noch hartnäckig kolportieren George W. Bush und Dick Cheney hätte weniger als unerträgliches Chaos über die Welt gebracht.
Und es sind nicht nur Linke, Verschwörungstheoretiker und Antiamerikanisten, die endlich einen Wechsel herbeisehnen. Was ist denn daran verkehrt? Wäre alles so toll um Bush, würde sich McCain nicht immer wieder von seiner Politik distanzieren: "Ich bin nicht Bush!" sagte er. Wenn Bush und Co. so dolle wären, könnte er ihn zumindest öfters loben und auch Cheney mal erwähnen oder Rumsfeld oder all die anderen KriegsheldInnen der Bush-Regierung. Aber er schweigt, und er weiß, warum. Denn auch er will Change. Man muss also kein/e Antiamerikanist/in oder Linke/r sein, wenn man die letzten 8 Jahre, die aus USA kommen, scharf kritisiert. - Aber mich hat Jensens Wortwahl, ehrlich gesagt, auch überrascht. Nun, aber da hat offensichtlich sich wirklich Einsicht breit gemacht - auch bei den FAZistInnen. Ob es gut so ist? Schaun' wir mal, was die Prozesse gegen die Bushisten im nächsten Jahr so offen legen werden. Entschuldigen für falsche Vorwürfe gegen die Bushisten kann man sich ja immer noch.
Tja, manchmal beschleicht einen leider das gefühl, manche headlines seien von praktikanten verfasst worden. schade, dass jetzt auch die faz auf die amerika-ist-voll-von--unterbelichteten-cowboys welle aufsteigt. hatte bisher angenommen, dass die faz eine der wenigen zeitungen in deutschland ist, die noch ernsthaften journalismus betreibt. aber was tut man nicht alles, um den umsatz zu steigern. schade!
sind mit ihrer Politik für den Tod Tausender verantwortlich,Bush war nur ihr Sprachrohr. Früher nannte man das " Vorbereitung eines Angriffskriegs " und wurde dafür bestraft !
Ich kann meinen Vorkommentatoren Czech und Hühn nur zustimmen. In den USA ist die politische Auseinandersetzung in Publikationen traditionell hart, in Ausübung der Meinungsfreiheit sind dort Pamphlete der Art populär, die bei uns nur unter politischen Extremisten zirkuliert und den Verfassungsschutz auf den Plan ruft. Die Amerikaner kennen es nicht anders, wissen es einzuordnen, sie lieben es pointiert und polemisch, ohne das für bare Münze zu nehmen. Man könnte das kritiklose Widerkäuen solcher Hetze nund deren Erhebung zu Tatsachen hier in diesem Artikel als Naivität eines deutschen Redakteurs abtun, aber dem (ehemaligen?) Niveau der FAZ ist das in keiner Weise angemessen. Zum Vergleich kann man sich im Internet mal nach gegen Obama gerichteten Veröffentlichungen umsehen, da wird einem genauso schlecht, ohne daß das gegen den Kandidaten spricht.
Die Wahrheit ist noch viel schlimmer. Denn nicht weil er ein Linker (was ist das??) wäre, hat der Staatsanwalt Vincent T. Bugliosi ein Buch geschrieben mit dem Titel "Anklage wegen Mordes gegen George W. Bush", sondern weil er als jemand, der viele Mordanklagen geführt und gewonnen hat, sehr wohl weiß, was es bedeutet, jemanden wegen Mordverdacht vor Gericht zu bringen. Also mal locker bleiben und sehen, was die Bush-Größen noch so alles ans Tageslicht bringen werden, wenn es im Weißen Haus einen Wechsel geben wird. - Ich bezweifele allerdings, dass Obama siegen wird. Denn der Müllhaufen, den die Bushisten auf die Erde gestreut haben, wäre von ihm alleine sicher nicht zu beseitigen. Im Grunde sollte man die jetzige Regierung dazu verurteilen unter der Kontrolle des Volkes den Müllhaufen selbst wieder zu beseitigen. Der nächste Präsident der USA ist nicht zu beneiden!
Ist das eine Satire?