immer diese "terrible simplification"
.. wenn nun der "Befehl" von einem Marktteilnehmer kommt, verdammt realistisch...
was ich damit sagen will, "Markt" ist nicht per se etwas gutes, es gibt auch hier brutale Formen, zumindest sollte das Wort "freier" (Markt) hinzugefügt werden, die Realität ist doch der ständige Kampf gegen Marktmanipulation, Dumping, Monopol- oder Kartellbildung u.s.w.
und hierzu braucht es gerade bei der Globalisierung starke Ordnungmächte, wie die EU, Deutschland ist dafür schon zu schwach.
Die USA kann durchaus für vieles Vorbild sein, sicher ist sie es nicht im Bereich freier Marktwirtschaft,
und sicher ist das Übergewicht (McDonalds) ein amerikanischer Exportartickel :-),
2006 Übergewichtsrate:
USA 31%
Großbritanien 23%
Brasilien 19%
BRD 19%
wohl bekomms
Friedman liegt ziemlich richtig. Und seine Kritiker verstehe ich nicht: Wer angesichts alltäglichem Staatsversagen immer noch die freie Marktwirtschaft ablehnt, die allein freie Wahl der Güter und dessen, was man gut findet, verwirklicht - und stattdessen immer noch der Befehlswirtschaft anhängt, kann gerne jederzeit zu mir kommen und seine Befehle empfangen.
"Es klang bereits an. So wie die zu hohen Teilen übergewichtigen aber friedlich und zutiefst glücklichen Bewohner der USA (sry Frau Mueller)und der entwickelten asiatischen Gebiete sich von "Glitzerkrams" beeindrucken lassen und zu Konsummaschinen verkommen"
Ich bin immer wieder von Ihren scharfsinnigen Analysen zum Thema USA begeistert.
Leider drängt sich bei mir irgendwie der Eindruck auf, daß Sie die USA bestenfalls vom Hörensagen kennen dürften. Ihre "Analysen" decken sich jedenfalls nicht mit meinen Erfahrungen vor Ort.
Gruß
Dr. Elisabeth Müller
PS: unter der Familie meiner Verwandten in den USA gibt es tatsächlich den ein oder anderen "Übergewichtigen". Die Mehrheit ist jedoch recht schlank und drahtig und erfreut sich deshalb auch bester Gesundheit, u.a. dank dem in den USA relativ weitverbreiteten Sportsgeist.
Laut Statistik treibt in der BRD dagegen nur jeder 5. regelmässig Sport.
"Konsummaschinen" konnte ich auch noch nicht sehr viele kennen lernen. Die meisten haben aufgrund einer nicht vorhandener 35-Stunden-Woche und 6 Wochen Urlaub im Jahr überhaupt keine Zeit für übermässigen Konsum.
eine gute, ausgebildete Zivilgesellschaft, nicht der Schund der angeblich die Orangene Revolution in der Ukraine angetrieben hat, könnte die Globalisierung und alle ihre Vorteile im Positiven nutzen und die Nachteile auffangen.
Sie würde sich aktiv mit den Problemen auseinandersetzen, sie wäre organisiert- und vor allem wäre ihr Handeln nicht von 41% (das ist ein echter Ohrwurm) Staatsversorgten abhängig.
Leider findet gerade der größte Verblödungsprozess statt, den die Welt jemals in einer Region gesehen hat. Am deutlichsten zu erkennen an der Unterhaltungsdoktrin der Staatsmedien und dem was aus den Schulen nachströmt.
Es klang bereits an. So wie die zu hohen Teilen übergewichtigen aber friedlich und zutiefst glücklichen Bewohner der USA (sry Frau Mueller)und der entwickelten asiatischen Gebiete sich von "Glitzerkrams" beeindrucken lassen und zu Konsummaschinen verkommen, wird sich in Europa mit sinkender Bildung und steigender medialer Durchdringung das gleiche Szenario abspielen.
Aber satte Menschen begehren ja auch nicht auf. Im Sozialismus hatten sie wenigstens irgendwann Hunger, was dem ganzen Elend ein Ende machte.
... liegen sie doch im Zentrum von Europa und haben Verstopfung ...
Gewiss, kann man sich doch manchmal des Gefühles nicht erwähren, dass speziell die Deutschen dazu neigen zu problematisieren und schwarz zu sehen... klagen, das können wir ;-)
Ein bischen mehr in Lösungen denken - das würde uns gut anstehen. Statt nach den Problemen zu suchen, sollten wir uns an der Gestaltung der Lösungen versuchen.
Dann klappt es auch mit den Nachbarn und in einer globale Welt, die wir unbestreitbar haben, ist jeder der Nachbar.
Liebe Globalisierungsgegner, warum etwas verhindern wollen, was wir schon haben - dafür kommt ihr über 100 Jahre zu spät.
.. wahrscheinlich, weil ein kleiner Teil davon - Deutschland - zufällig "Globalisierungsweltmeister" ist :-), sprich Exportweltmeister, nicht China, nich Japan, nicht USA, sondern Deutschland, immer noch, trotz vergleichsweise niedriger Wachstumsraten.
Aber was heist es schon, hohe Innlandswachstumsraten zu besitzen, wenn man "aufhohlen" muss, aufholen durch Import fremder Technologie. Das ist noch keine Globalisierung!!!!
Wie war es denn mit den tollen Wachstumsraten in Japan und wie lange dümpelt schon die japanische Börse vor sich hin wegen unerfüllter Wachstumserwartungen.
Denn Ziel aller wirtschaftlicher Anstrengungen ist doch der Endkunde und der kann auf die Dauer nicht mit Füssen getreten werden, also werden auch in China die Löhne steigen (müssen).
Ich will hier nicht hochmütig klingen, sicher "lernen" wir hier etwas langsam "Marktwirtschaft". Ich nehme es jedenfalls der vergangenen und jetzigen Regierung übel, dass z.B. der wirklich innovative Magnetschwebezug in China gebaut wurde und nicht hier. Er ist sicher besser als McDonald's
Salve
@ Frau Dr. Müller:
Es ist wohl ein ganz besonderes Talent der Deutschen, die Zukunft, insbesondere die Deutsche, schwarz zu mahlen.
Ihnen scheint der Unterschied zwischen Konkurrenz und Monopolmacht unbekannt?
Zählen sie sich selbst etwa nicht zur "Elite".
Ich fühle mich in Deutschland recht wohl, gerade weil ich mehrfach im Ausland war.
Schwarz-weiss-Malerei war nie hilfreich.
Gruss zurück
Die meisten Beiträge zeigen das Befinden und den wahren Zustand der BRD Anfang des 21. Jahrhunderts.
Man hält Unternehmer und Globalisierung für reines Teufelswerk, redet von Armut und Ausbeutung statt auch Chancen zu sehen und möchte aber gleichzeitig den gerade wegen des Konkurrenzdrucks der Globalisierung nicht mehr lange finanzierbaren Sozialstaat auf alle Ewigkeit zementieren.
Dass hierzu aber gewaltige Anstrengungen und ein radikales Umdenken im Land nötig wären, wird geflissentlich unter den Tisch gekehrt.
Den Rest der Welt wird solche Besitzstandswahrung und Sozialdenken nicht sonderlich interessieren. China und Indien werden kopschüttelnd und mit Unverständnis an uns vorbeiziehen und uns unserem selbstgewählten Schicksal überlassen.
Vielleicht wird man den ein oder anderen Gewerkschafter und Sozialpolitiker in einem Museum in Neu-Delhi oder Shanghai ausstellen. Und zwar neben dem Neandertaler, der bekanntlich ausgestorben ist, weil er sich nicht flexibel genug seiner Umwelt anpassen konnte.
Gruß
Dr. Elisabeth Müller
PS: die Eliten dieses Landes werden natürlich nicht solange warten, sondern auswandern und somit den Prozess des Untergangs noch beschleunigen. Ciao.
Wer einmal einen tieferen Blick in das Mutterland des Kommuniusmus getan hat, weis, dass es keine Alternative zur "freien Marktwirtschaft" gibt, sie hat nicht versagt, sondern gewonnen. Es ist die notwendige Alternative zur zwangsverordneten Planwirtschaft.
Es ist also richtig, dass der Staat nicht selbst als Unternehmer auftritt.
Aber der Staat ist gleichzeitig der einzige Garant "unfreie Marktwirtschaft", also Marktmißbrauch, Monopolbildung, Ausbeutung etc. durch feste Regeln und entsprechende Sanktionen zu verhindern und hier versagt Friedmann vollständig, wenn er die Abschaffung des Staates verlangt.
Die Marktwirtschaft ist also wie ein gefährlicher Tiger, der gebändigt werden muss.
Meine Kritik an der Regierung richtet sich gegen die mangelnde Kompetenz auf diesem Gebiet, wobei wir wahrhaftig genug überflüssiges Regelwerk in Deutschland haben, welches sich aber eher gegen den kleinen wehrlosen und Steuer-bezahlenden Bürger richtet und Marktwirschaft im vernünftigen Sinne eher behindert.
Wir sind von einem wirschaftspolitisch weltführendem Land in ein Staatsgebilde abgeglitten, in dem der Finanzminister als einnahmeorientierter dirigistischer Aus- und Umverteiler den Ton der ganzen Politik angibt, wie jämmerlich!
Wie hier schon erwähnt, ist die Globalisierung eine tolle Angelegenheit für Konzerne, und größere Firmen.Die hohen Zuwachsraten in China, und Osteuropa sind teuer erkauft, denn dort wird zugunsten eines hohen Wirtschaftswachstums, die Umwelt bedenkenlos, und unkontrolliert mit Schadstoffen verseucht.Wenn in Folge des freien Marktes, und der zunehmenden Produktivität, immer mehr Menschen arbeitslos werden, und dann von Hartz IV, oder mit viel Glück von einem Hungerlohn leben müßen, können sie es sich eh nicht mehr leisten in einem der teuren STARBUCK`S einen Kaffee zu trinken.
Die reine Marktwirtschaft, Marke Thatcher, Bush, Schröder, Merkel (vor der Koalition), hat kläglich versagt. Ältere Arbeitslose finden keinen Arbeitsplatz und man will sie arbeiten lassen, bis sie 67 sind, obwohl ihnen niemand einen echten Arbeitsplatz anbietet, die Kluft zwischen arm und reich ist tiefer geworden, in den neuen Bundesländern macht sich eine solche Verzweiflung breit, dass viele nicht mehr aktiv Arbeit suchen. Wenn das Erfolge sind, dann bleibt mir die Spucke weg!
Die Medien, welche die Meinung der Wähler und die einiger Zuschriften-Schreiber, manipulieren, sind noch nicht ganz zur Erkenntnis gekommen, dass beide, Kommunismus und Neu-Liberalismus, versagt haben. Die Welt, nicht nur Deutschland, braucht ein neues Wertesystem, das weder mit kommunistischen noch mit kapitalistischen Parametern gemessen werden kann. Un dies zu verdeutlichen: Parameter wie "Erfüllung der Planvorgaben" und "Wachstum" haben in einem modernen Wirtschafts- und Sozialsystem nichts zu suchen. Ich weiß selbst nicht, wie die Zukunft aussehen wird, habe aber das Gefühl, dass sie nicht mehr an Vollbschäftigung und verschärfter Steuerprogression vorbei gehen wird. Und Vitamin B sollte als Kriterium für den persönlichen Erfolg verschwinden.
Die hier von einigen so hochgepriesene "freie Marktwirschaft" ist eine unrealistische Idealvorstellung zu deren Verwirklichung ein starker Staat absolut unverzichtbar ist. Nur der Staat kann die Einhaltung dieser Regeln zum Schutz des "Endkunden" aller wirtschaftlicher Tätigkeit gewährleisten. Er spielt also wie beim Fußballspiel den Schiedsrichter, der bei groben Fouls auch einen Spieler vom Platz stellen kann. Fouls meint nicht Kriminalität wie Betrug und Mord, oder weniger dramatisch die werbemotivierte Fehlinformation, sondern insbesondere Monopolbildung, also Marktmißbrau. Die Realität der Marktwirtschaft ist also immer eine Mischung zwischen "freien" Marktkräften und monopolistischem Marktmißbrauch.
Die Klugheit und das Wissen des "König Kunden" ist für die real existierenden "Marktkräfte" völlig unzureichend. Dabei wäre der unangemessen hohe Preis monopolistischer Strukturen noch der geringste Schaden. Es geht buchstäblich um Leben und Tod für den unwissenden Endkunden, etwa im Bereich Medizin, insbes. Pharmaindustrie und Nahrungsmittel.
Ohne die staatlich- bzw. gesetzlich verfügten Vorgaben wäre ein nicht kleiner Anteil der Bevölkerung schon vergiftet.
In der wirtschaftspolitischen Debatte in Deutschland gibt es einen Konsens: Die Soziale Marktwirtschaft ist gut. Dieser Konsens ist falsch! Die Soziale Marktwirtschaft ist gescheitert. In den Zeiten der Globalisierung versagt die soziale Marktwirtschaft total. Sie wiegt die Menschen in einer trügerischen Sicherheit , welche so nicht mehr gibt.
Dieser Vertreter einer kommerziellen Augenoeffnerkaste, der z.B. Michael Moore auch angehoert, propagiert mal wieder nur das, was die Leute hoeren wollen. Dies natuerlich gespickt mit einigen halbwahren Sequenzen. Er sieht z.B. Europa als grosses Museum. Das zeigt eindeutig das von ihm gesehene Bild, wenn er an Europa denkt: Europa ist lediglich der Archivar einer glorreichen Vergangenheit grosser Kulturen.
Er hat ja auch recht damit, wenn er sagt, dass Globalisierung gut sei. Befindet man sich an der Spitze eines international agierenden Konzerns, trifft dies auch voll und ganz zu, denn man hat so Zugang zu billiger Arbeitskraft und Produktion, was in alteuropaeischen Laendern aufgrund der sozialisierenden Massnahmen nicht mehr zu finden ist. Somit hat er auch recht mit der Behauptung, dass freie Marktwirtschaft gut sei.
Die Tendenzen sehen wir ja taeglich in den Medien: mehr Arbeitslose in AltEU, Wirtschaftswachstum und Beschaeftigung in den NeuEU-Staaten. Eine reglementierte Werteverteilung, an der nur einige wenige grossen Profit schoepfen, die Voelker, die diesen Reichtum aufgebaut haben, werden links liegengelassen. Wir Westeuropaer sind abgeerntet!
Heuschreckenstrategie der Globalisierung.
Es geht nicht darum, ob wir mit Google und Starbucks besser oder schlechter leben, sondern darum, dass es für derartige Innovationen offensichtlich eine Nachfrage gibt. Und nur wenn wir es schaffen, auch unseren Kuchen durch Wirtschaftswachstum (sprich Innovationen) zu vergrößern, werden wir es uns auch in Zukunft leisten können, für die "schönen" Dinge des Lebens Zeit und Geld aufzubringen. Sollten wir uns hingegen weiterhin den sog. Neoliberalismus unreflektiert an den Pranger stellen, dann wird unser Stück so klein, dass wir uns die Frage, ob wir unsern Kaffee bei Starbucks oder im Fair-Trade-Laden trinken überhaupt nicht mehr stellen müssen. Denn irgendwann muss man eben auch mal der Realität - und das sind zweistellige BIP-Wachstumsraten in China - ins Auge schauen.
