
.. Bushido ist ein erfolgreicher Hip-Hopper, der erfolgreichste deutsche Hip-Hopper. Dieses Faktum kann man anhand von Verkaufszahlen ablesen. Nun seinen Versuch seine bisherige Biografie und seine Sicht auf seine Kindheit zu kritisieren ist für mich nicht akzeptabel. Er schafft es sich in Hundertausende MP3-Players zu singen. Dies ist Faktum. Man darf das Phänomen Bushido nicht negativ besschreiben. Er ist ein Produkt seiner Berliner Ghetto-Umweld und beschreibt und umsingt altägliche Probleme in diesem Milieu, welche sonst nicht an die Öffentlichkeit kommen würden. Er setzt uns das Bild einer kaputten Gesellschaft vor. Nun zerschmeissen wir es? Bitte lesen Sie das Buch, bevor Sie sich eine Meinung bilden. Zudem wäre es elementar sich mit der deutschen Integrations-Politik der letzten 20 Jahre zu beschäftigen. Vielen Dank.

... das man über diesen offenbar schwer gestörten Menschen und sein spätpubertäres Gegröle schreibt. Aber es ist schon sehr bedenklich, dass so ein Möchtegern-Gangsterchen mit seinen ekelerregenden und menschenfeindlichen Texten junge Leute zum ebenso ekligsein anleiten darf. Wie kommt Herr Ferchichi dazu, sich "Bushido" zu nennen? Bushido, der Weg des Kriegers, hat als idealisierende Zielvorstellung etwas mit Mut, Anstand, Würde, Disziplin, Ehre, Vorbildhaftigkeit, Wahrhaftigkeit, Treue, Selbstaufopferung, Kultur, Spiritualität usw. zu tun. Alles Begriffe, die man bei Herrn F. vergeblich suchen wird. Was sind wir für eine kaputte Gesellschaft, der solche Menschen mit gerade mal dreißig Jahren ihre Memoiren andrehen können?! Ich halte es mit Max Liebermann: "Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte." Aber was soll´s, in ein paar Monaten (oder Wochen?) ist er eh weg vom Fenster, und ein neues Super-Ekelpaket wird von den Bossen der Musikindustrie auf den Olymp der Kotzbrocken erhoben. Alles für die Kohle ...

... über derlei grenzdebile Entgleisungen lesen zu müssen. Selbst ein Kulturpessimist muß hierbei einen gewissen Brechreiz verspüren. Ein Dank dem tapferen Rezensenten, der sich das Werk des Genies angetan hat: Denn man sollte die Augen nicht davor verschließen, was hier eigentlich die Generation geistig beschäftigt, was ihre kulturellen Leitbilder sind, die wohl irgendwann meine Rente zahlen soll. Wegsehen gilt nicht ! Herr Mohamed Ferchichi öffnet uns, krass, Alder, die Augen, was abgeht und warum er uns gleich wieder in die Fresse haut und warum das krass OK ist und dabei noch Poptitan werden tut und Buch schreiben tut und so. Nehmen wir das aufklärerische Angebot im Sinne Kants doch einfach dankend an. MfG TBK