15. November 2009
Business-Knigge 

Bewerber im Internet-Check

Tipps für die saubere Online-Vita

Von Margarete Hucht



18. Juni 2007 
- Das Privatleben mit Fotos, Videos oder Texten hat im Internet nichts zu suchen. Solche Informationen sind gefundenes Fressen für Schnüffler aller Art.

- Bei Einträgen in Blogs niemals den echten Namen, sondern ein Pseudonym verwenden oder ganz darauf verzichten.

- Eine eigene Website muss übersichtlich aufgebaut und gut gepflegt werden. Hier können auch Auszüge aus der Diplomarbeit, solide recherchierte Fachartikel oder Neuigkeiten aus dem eigenen Fachgebiet publiziert werden. Sensible Daten können mit einem Passwort-Schutz versehen werden.

- Professioneller Eintrag bei XinG: Der hinterlegte Lebenslauf muss lückenlos, das Foto sympathisch sein. Verlinkte Einträge in Fachforen sollen zum Gesamtbild passen. Eindrucksvoll wirken Kontakte zu Leuten mit hoher Strahlkraft und Renommee.

- Wenn Internet- oder Foren-Einträge quälen oder schlicht unangenehm werden, sollte man die Webmaster der Sites anschreiben und diese bitten, die Daten zu löschen. Laut einem BGH-Urteil vom März 2007 sind auch Foren-Betreiber für ihre Seiten verantwortlich und stehen gegebenenfalls in der Haftung.

- Falls negative Webinfos von einem Namensvetter verursacht wurden, sollte man sich nicht scheuen, in Personalverfahren offensiv damit umzugehen, und den Wunscharbeitgeber darüber in Kenntnis setzen.

Text: Hochschulanzeiger Nr. 91, 2007