25. Januar 2008 Die Pin Mail Frankfurt GmbH & Co. KG, eine Tochtergesellschaft des privaten Postdienstleisters Pin Group AG, hat Insolvenz beim Amtsgericht Köln beantragt. Das sagte ein Sprecher der Gruppe auf Anfrage der Rhein-Main-Zeitung. Betroffen seien 132 Mitarbeiter. Entlassungen soll es aber nach Angaben des Sprechers vorerst nicht geben.
Auch für die Kunden bleibe alles wie gehabt. Neue Kunden seien weiterhin willkommen, sagte der Sprecher. Sollten sie mit dem Service nicht zufrieden sein, so könnten sie Verträge innerhalb von 24 Stunden kündigen.
Die in Luxemburg ansässige Pin Group will der Deutschen Post AG als grüne“ Post im Briefmarkt Konkurrenz machen, nachdem der Konzern zu Anfang des Jahres seine Monopolrechte hatte einbüßen müssen. Der Pin-Sprecher erklärte, dass vor allem jüngere Tochtergesellschaften, die noch keinen großen Kundenstamm aufbauen konnten, den zwischen acht und 9,80 Euro liegenden, gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn für Briefträge nicht zahlen könnten.
Zusammen mit Frankfurt haben in dieser Woche noch 18 weitere Gesellschaften Insolvenz beantragt. Nach Angaben der Pin Group sind damit rund 7.500 Beschäftigte in Gesellschaften tätig, die sich unter den Schutz des Insolvenzverfahrens gestellt haben.“
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: ddp