Jährliche Mehrbelastung von 110 Euro

Gaspreise in Hessen steigen teils deutlich an

22. Februar 2008 Vielen Verbrauchern in Hessen steht eine Welle von Gaspreiserhöhungen ins Haus. Wie das Verbraucherportal Verivox.de mitteilte, wollen fünf hessische Versorger von März an die Gaspreise um bis zu 9,5 Prozent erhöhen. Im April folgten zwei Versorger mit Anhebungen bis zu 13,2 Prozent. Die durchschnittliche Erhöhung liege bei 8,9 Prozent. Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeute dies eine jährliche Mehrbelastung von 110 Euro.

Laut Verivox wollen die Gas- und Wasserversorgung Fulda und Osthessen, die Stadtwerke Hünfeld, Weilburg, Bad Vilbel, Mühlheim am Main sowie die Taunagas Oberursel ihre Preise anheben. Den stärksten Aufschlag haben die Stadtwerke Bad Vilbel von April an mit 13,2 Prozent geplant. Damit müssten die Kunden 155 Euro pro Jahr mehr bezahlen. Moderater heben die Stadtwerke Weilburg die Gaspreise an: Sie sollen von März an um 5,4 Prozent steigen.

Begründung: Gestiegene Beschaffungskosten

Die Erhöhungen bei der Gas- und Wasserversorgung Fulda sowie Osthessen belaufen sich auf 9,5 Prozent, bei den Stadtwerken Hünfeld wird Gas um 9,3 Prozent teurer. Bei den Stadtwerken Mühlheim und Taunagas Oberursel steigen die Preise um 7,5 beziehungsweise 7,6 Prozent.

Bundesweit erhöhen nach der Erhebung von Verivox „mindestens 140 lokale Gasversorger“ im Frühjahr die Gaspreise um durchschnittlich 6,6 Prozent. Die Erhöhungen wurden mit gestiegenen Beschaffungskosten und dem hohen Niveau der Ölpreise begründet. An letztere sind die Kosten für Erdgas über die Ölpreisbindung gekoppelt. Die Experten von Verivox raten Verbrauchern zu einem Gaspreisvergleich. Dabei solle vor allem auf Preisgarantien geachtet werden.



Text: FAZ.NET mit lhe
Bildmaterial: dpa

Die Forderung der Hessen-SPD, Versorger sollten eine gewisse Strommenge verschenken, ist...

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