Deutsche Bahn

Bahn verkauft 50 Bahnhöfe in Hessen

Von Manfred Köhler

11. Dezember 2007 Die Bahnhöfe in Friedrichsdorf, Mühlheim und Weiterstadt stehen auf der Liste der Empfangsgebäude, die die Deutsche Bahn AG an ein deutsch-britisches Konsortium verkauft hat. Alles in allem hat sich der Staatskonzern nach eigenen Angaben von 490 Bahnhöfen getrennt, davon 50 in Hessen.

Es handele sich durchweg um Empfangsgebäude, die für den Eisenbahnbetrieb nicht mehr benötigt würden. Es ist das zweite Mal, das die Bahn in großem Stil Häuser verkauft, die sie nicht mehr braucht – schon 2001 waren 500 Empfangsgebäude abgegeben worden, die auf einem Umweg bei der gleichen Investorengruppe landeten.

Michael Roth, der im Falle eines Wahlsiegs der SPD bei der Landtagswahl hessischer Verkehrsminister werden soll, bezeichnete es als Bankrotterklärung der Bahn, dass die Gebäude „Finanzheuschrecken“ überlassen würden. Die Kommunen hatten es nach Angaben des Staatskonzerns durchweg abgelehnt, die Bauten zu übernehmen. Roth sieht die Landesregierung in der Pflicht, ein Entwicklungskonzept zu erarbeiten.

Die in Hessen verkauften Bahnhöfe:

Babenhausen, Bad Camberg, Beienheim (Wetterau), Bensheim-Auerbach, Bickenbach, Biebesheim, Biedenkopf, Büdingen, Bürstadt, Darmstadt-Süd, Groß-Gerau-Dornheim, Erbach, Frankenberg-Eder, Friedensdf. (Marbg-Bied.), Friedrichsdorf, Fritzlar, Groß-Gerau-Dornberg, Groß-Karben, Groß-Rohrheim, Groß-Umstadt, Großenlüder b. Fulda, Guxhagen, Hadamar, Hanau-Nord, Nidderau, Heppenheim, Höchst /Odenwald, Hofgeismar, Kirchhein/Nordhessen, Lorch, Messel, Espenau-Mönchehof, Mühlheim am Main, Niederselters, Niederzeuzheim/Hadamar, Oberwiddersheim/Nidda, Vellmar-Obervellmar, Reiskirchen bei Gießen, Schlierbach (Schwalm-Ed.), Schlüchtern, Stockstadt, Wallenrod (Vogelsberg), Wega (Bad Wildungen), Weiterstadt, Wetter (Hessen-Nassau), Wiebelsbach-Heubach, Witzenhausen-Nord, Wolfhagen, Zierenberg, Zwingenberg.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z. - Rainer Wohlfahrt

 
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche