Pharmaindustie

Stada schaut sich in Polen nach Zukäufen um

11. April 2005 Der in Bad Vilbel ansässige Generika-Hersteller Stada könnte in diesem Jahr 250 Millionen Euro in Firmenzukäufe investieren und zielt dabei vor allem auf den polnischen Markt. „Wir werden das Osteuropageschäft ausbauen. Polen ist ein weißer Fleck auf unserer Landkarte und somit Zielland für Akquisitionen", sagte Stada-Chef Hartmut Retzlaff laut einem Vorabbericht der „Financial Times Deutschland“.

Investitionen in Polen hingen aber von den Gelegenheiten ab, ergänzte er. Mit Blick auf das Gesamtvolumen von Investitionen in Übernahmen sagte Retzlaff: „Ich weiß noch nicht, ob wir bei den Akquisitionen im laufenden Jahr ein Investitionsvolumen von 250 Millionen Euro erreichen oder sogar übertreffen werden.“

„Vernünftige Kreditlinien mit niedrigen Zinsen“

Auch hier komme es auf die Gelegenheiten an. Stadas Eigenkapitaldecke sei gut und „wir haben vernünftige Kreditlinien mit niedrigen Zinsen zur Verfügung". Eine Akquisition werde auch in Südeuropa angestrebt: „Das Investitionsvolumen dafür könnte in der Größenordnung von 30 bis 40 Millionen Euro liegen.“

Bereits Ende März hatte der Generikahersteller angekündigt, 2005 mit Hilfe weiterer Zukäufe um mehr als zehn Prozent wachsen und spätestens 2006 einen Milliardenumsatz erreichen zu wollen. Erst Anfang des Jahres hatte das auf Nachahmermedikamente spezialisierte Unternehmen die Übernahme der russischen Pharmafirma Nizpharm abgeschlossen.

2004 den Gewinn um elf Prozent verbessert

Im vergangenen Jahr hatte Stada 813,5 Millionen Euro umgesetzt, neun Prozent mehr als 2003. Beim Konzernergebnis rechnet der Konzern in diesem Jahr mit mehr als 60 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr kletterte der Konzerngewinn um elf Prozent auf 48,5 Millionen Euro, obwohl Zwangsrabatte das Unternehmen etwa 21 Millionen Euro kosteten.



Text: Reuters

 

Wie ist die harsche Fan-Kritik an Eintracht Trainer Funkel zu werten?

Ergebnis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche