19. Juni 2008 Das neue Domizil der Deutschen Börse in Eschborn soll an der Mergenthalerallee gebaut werden. Ein Unternehmenssprecher sagte zwar, dass die Gespräche noch nicht abgeschlossen seien.
Dem Vernehmen nach soll die Wahl aber auf das frühere Gelände der Heidelberger Druck im Gewerbegebiet Eschborn-Süd gefallen sein, es geht jetzt offenbar nur noch um letzte Vertragsdetails. Die Sprecherin der Stadt Eschborn bestätigte auf Anfrage, dass für das Grundstück eine Bauvoranfrage eingegangen sei. Der Bebauungsplan sehe eine maximale Gebäudehöhe von 22 Stockwerken vor.
Kein Hochhaus erwünscht
Wie es heißt, soll sich das Frankfurter Architekturbüro KSP Engel und Zimmermann mit seinem Entwurf zu einem Hochhaus gegen die Architekten Christoph Mäckler und Jo Franske durchgesetzt haben, die deutlich niedrigere Bauten geplant haben sollen. Bauherr seien die Frankfurter Projektentwicklungsunternehmen Groß & Partner und Lang & Cie., die die drei Büros parallel an Entwürfen hatten arbeiten lassen.
Zuverlässige Quellen besagen, dass die Deutsche Börse zuvor weitere Architekten mit Studien zu einem 60.000 Quadratmeter großen Neubau beauftragt habe, zum Teil, ohne eine konkretes Grundstück im Sinn zu haben. Zu den Vorgaben soll gezählt haben, dass ausdrücklich kein Hochhaus gewünscht sei. Informationen aus der Immobilienbranche zufolge soll im Zuge einer Baulastverschiebung auch die nahe Fläche des früheren Kreiswehrersatzamtes einbezogen werden, um auf dem Grundstück, auf dem derzeit eine Produktionshalle abgerissen wird, den Neubau unterbringen zu können.
Ein möglicher Flachbau an der Frankfurter Straße galt bisher als letzte Alternative. Die Deutsche Börse will in der zweiten Jahreshälfte mit dem Neubau ihres Unternehmenssitzes beginnen, um das Ziel, Mitte 2010 umzuziehen, zu halten. Damit steht das Projekt unter hohem Zeitdruck.
Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z. - Tobias Schmitt
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