„Maßnahmenpaket“

Neckermann baut jede zehnte Stelle ab

02. Juli 2008 Die Pläne für die Sanierung des Frankfurter Versandunternehmens Neckermann werden konkreter. Die Geschäftsführung stellte ein „Maßnahmenpaket“ vor, das unter anderem den Ausbau des Vertriebs über das Internet, aber auch den Abbau von 500 der 5000 Arbeitsplätze vorsieht.

Die meisten davon werden am Sitz des Unternehmens in Frankfurt wegfallen, wo 2700 der 5000 Beschäftigten arbeiten. Dabei sind auch Kündigungen vorgesehen. Das traditionsreiche Versandhaus macht seit langem Verluste.

Anfang des Jahres hatte der Karstadt-Quelle-Konzern, der jetzt als Arcandor firmiert, 51 Prozent der Neckermann-Anteile an den amerikanischen Finanzinvestor Sun Capital Partners abgetreten, auf den zugleich die operative Führung übergegangen ist. Martin Lenz, seit dem Frühjahr Vorsitzender der Geschäftsführung, bekräftigte das Ziel der neuen Mehrheitseigentümer, dass das Unternehmen bis 2010 Geld verdient (siehe: Jetzt sollen Amerikaner bei Neckermann alles möglich machen).



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa