Ich kann es nicht mehr hoeren: Fachkraefte/Ingenieurmangel in Deutschland. Seit Jahren wollen uns die Personalchefs in D. weiss machen, dass es zuwenige Ingenieure gibt.
Taktik der Firmen:
1. Moeglichst viele Studenten dazu bringen Ingenieurswissenschaften zu studieren. Wehe dem Absolvent ohne Berfufserfahrung wenn er dann einen Job sucht.
2. Wird seit einiger Zeit versucht die Gesetzeslage aendern zu lassen, um leichter Fachkraefte aus dem Ausland einstellen zu koennen.
Alles nur mit dem einen Ziel: Die Gehaelter so niedrig wie moeglich zu halten!
Nach jahrelanger Erfahrung im Entwicklungsbereich in der Industrie habe ich mich oefters nach offenen Stellen erkundigt. Da haben einige auf mein jetziges Profil gepasst. Als ich aber jeweils von den angebotenen Gehaeltern gehoert habe, habe ich mir das jedesmal wieder anders ueberlegt. Dabei ist mein Gehalt nicht in der Spitzengruppe der Ingenieure.
Was mich irrtiert: Warum spielen die Medien bei diesem Spiel so mit? In der FAZ vergeht kaum ein Vierteljahr und schon steht der Fachkraeftemangel als Artikel schon wieder in der Zeitung/Netz!
Ich wuerde mir wuenschen, wenn sie ueber den Fachkraeftemangel berichten dann bitte auch ueber die dort angebotenen Konditionen.
Ich halte 2 Monate nicht für eine außergewöhnlich lange Wartezeit, denn ein einheimischer Ingenieur hätte auch seine Kündigungsfristen einzuhalten.
Ich halte aber die Diskrepanz zwischen der geringen Anzahl der Ausbildungsstellen in der Vergangenheit und der nun ansteigenden Nachfrage nach Fachkräften für ein hausgemachtes Problem der Unternehmen.
Jahrzehntelang verweigern sie die Ausbildung mittelbar und unmittelbar und noch heute verweigern sie Ingenieuren die entsprechende Bezahlung.
Der Ingi wird immer ein bis zwei Klassen schlechter als der BWLer bezahlt.
Einfach entsprechend bezahlen, dann kommen auch die Ingis wieder.
Genau die richtige Maßnahme.
Einen chinesischen Ingenieur einstellen, ihm das Know-How beibringen und hoffen, dass er sich nach seiner Rückkehr nach China firmenloyal nicht mehr an seine in Deutschland erworbenen Kenntnisse erinnert und dann einen Job als Reisbauer annimmt.
So etwas nennt man kostenlosen Know-How-Transfer.
Oder auch Naivität.