Baugewerbe

Wettbewerb und Kostendruck erschweren Fertighaus-Geschäft

Fertighaus von Bien-Zenker

Fertighaus von Bien-Zenker

04. Mai 2005 Der Fertighaus-Bauer Bien-Zenker hat im Geschäftsjahr 2004 erstmals in der Unternehmensgeschichte rote Zahlen geschrieben. Scharfer Wettbewerb und die hoher Kostendruck hätten zu einem Verlust von 3,6 Millionen Euro geführt, teilte das Unternehmen aus Schlüchtern am Mittwoch in Frankfurt mit. 2003 machte Bien-Zenker noch knapp 2,2 Millionen Gewinn.

Die Umsätze im Fertighausbau stiegen von 79,9 auf 103,7 Millionen Euro. Allerdings gingen die Aufträge um rund ein Drittel von 113,2 Millionen Euro im Vorjahr auf 77,6 Millionen Euro zurück. Der Marktanteil der Bien-Zenker-Häuser liegt den Angaben zufolge bei rund fünf Prozent.

Dieses Jahr soll der Umsatz wieder deutlich steigen

Vorstand und Aufsichtsrat wollen wegen des schlechten Ergebnisses der Hauptversammlung vorschlagen, für das vergangene Jahr keine Dividende auszuschütten. Für dieses Jahr erwartet Bien-Zenker Auftragseingänge in Höhe von 155 Millionen Euro, der Gesamtumsatz soll bei rund 140 Millionen Euro liegen.

Für das Geschäftsjahr 2003 hatte das mittelständische Unternehmen noch eine Dividende von 50 Cent je Aktie gezahlt. Die Aktie von Bien-Zenker reagierte nicht auf die schlechten Nachrichten. Allerdings hat sie schon eine Talfahrt hinter sich. Binnen Jahresfrist hat das Papier fast 30 Prozent an Wert verloren und sich um 36 Prozent schlechter entwickelt als der Deutsche Aktienindex (Dax).

Text: dpa/@thwi
Bildmaterial: Bien-Zenker

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