Unternehmen

Jetzt sollen Amerikaner bei Neckermann alles möglich machen

Von Manfred Köhler

28. März 2008 Neckermann-Geschichte, dritter Akt: Nach der Selbständigkeit in den Wirtschaftswunderjahren und den Jahrzehnten, in denen Karstadt bei dem Frankfurter Versandhaus das Sagen hatte, sollen es jetzt Amerikaner in eine bessere Zukunft führen. Am Freitag wurde die Übernahme von 51 Prozent an Neckermann durch den Finanzinvestor Sun Capital Partners aus Florida besiegelt.

Neckermann steckt tief in den roten Zahlen

Auch wenn der Essener Handelskonzern, der sich seit kurzem Arcandor und nicht mehr Karstadt-Quelle nennt, noch 49 Prozent behält, wird die operative Verantwortung bei der Beteiligungsgesellschaft aus Übersee liegen. Zu tun ist genug: Wie die neuen Eigentümern wissen ließen, steckt Neckermann tief in den roten Zahlen.

In Zukunft soll das Haus, dessen einstiger Werbeslogan „Neckermann macht‘s möglich“, zum geflügelten Wort wurde, noch stärker auf den Internet-Vertrieb ausgerichtet werden. Von Kostensenkungen ist die Rede. Die 5000 Mitarbeiter, davon 2700 in Frankfurt, werden aufmerksam verfolgen, welche Rolle ihnen im neuen Kapitel der wechselvollen Geschichte Neckermanns zuteil wird.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z. - Foto Wolfgang Eilmes

 
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