Flughafenbetreiber

Fraport gründet neue Tochter für Sicherheit

06. März 2007 Die Fraport AG, Frankfurt gründet für ihr Geschäft für Sicherheitsdienstleistungen am Frankfurter Flughafen eine neue Tochtergesellschaft. Sie werde Frasec heißen, sagte Finanzvorstand Stefan Schulte auf der Bilanzpressekonferenz.

Mit diesem Schritt will der Flughafenbetreiber größere Synergien im Frankfurter Sicherheitsservicegeschäft erreichen.

Eingebracht in diese Gesellschaft würden die Mitarbeiter der AG und die Mitarbeiter der FIS AG, die in Frankfurt im Sicherheitsbereich tätig seien, sagte Schulte. Damit werde die neue Tochter rund 3.500 Mitarbeiter zählen. Schulte hatte entsprechende Pläne schon bei der Vorlage der Neunmonatszahlen genannt.

Höhere Dividende

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport erhöht nach einem Rekordgewinn im vorigen Jahr erneut die Dividende. Der Konzernüberschuss stieg dank gestiegener Passagierzahlen und Sondererlösen um 42 Prozent auf 228,9 Millionen Euro und damit noch stärker als von Experten erwartet.

Das Unternehmen will deshalb 1,15 Euro je Aktie an die Aktionäre ausschütten nach 90 Cent im vorigen Jahr. Alerdings hatte Fraport im vorigen November zwischenzeitlich eine noch höhere Dividende von 1,20 Euro in Aussicht gestellt. Das vierte Quartal entwickelte sich allerdings deutlich schwächer als erwartet.

Der Umsatz lag mit 524,3 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahreswert, das operative Ergebnis (Ebitda) mit 91,5 Millionen fiel um zwölf Prozent und blieb damit auch unter den Erwartungen der Analysten.

Gedämpfte Erwartungen für 2007

Dank Sondereffekte stieg der Nettogewinn allerdings leicht auf 28,8 Millionen Euro. Nach dem von einer
Steuerrückerstattung und einer Kompensationszahlung für das gescheiterte Terminalprojekt in Manila getriebenen Plus beim Nettogewinn 2006 rechnet Fraport für das laufende Jahr mit einem Rückgang. „Sonst müssten wir 60 Millionen Euro zusätzlich verdienen“, sagte Schulte.

Die Dividende soll allerdings stabil bleiben. Bei der Passagierzahl am Hauptstandort Frankfurt und beim Umsatz erwartet das Unternehmen ein leichtes Wachstum. Zu dem überdurchschnittlich starken Gewinnsprung im vorigen Jahren trugen insbesondere Effekte aus Gesetzesänderungen bei der Körperschaftssteuer in Höhe von rund 30 Millionen Euro bei.

Fraport will offenbar nach China

Das operative Ergebnis (Ebitda) erhöhte sich 2006 um knapp sieben Prozent auf 578,4 Millionen Euro, der Umsatz stieg um 2,6 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro. In beiden Fällen erreichte Fraport die eigene Jahresprognose.

Fraport kündigte an, im Ausland weiter zu expandieren. Das Unternehmen rechne noch in der ersten Jahreshälfte mit der Unterzeichnung einer Partnerschaft in China, sagte Finanzvorstand Stefan Schulte. Branchenkreisen zufolge geht es um den Flughafen Xian.

Im türkischen Antalya will Fraport künftig beide Terminals betreiben. Das Bewerbungsverfahren laufe jetzt an. Die bisherige Konzession für Terminal Eins laufe im September aus. Das noch von einem anderen Konsortium betriebene Terminal Zwei werde in zwei Jahren frei.



Text: dpa-AFX, Reuters
Bildmaterial: picture-alliance / dpa/dpaweb

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