Pharma

Stada wächst und stellt auch in Bad Vilbel ein

Von Thorsten Winter

10. August 2006 Die Stada AG mit Sitz in Bad Vilbel hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nicht nur mehr verdient als vor Jahresfrist, sondern auch mehr Mitarbeiter beschäftigt. Der Hersteller von Nachahmerarzneien und anderen Gesundheitsprodukten steigerte den Periodengewinn von fast ein Drittel auf 42,2 Millionen Euro und übertraf damit unter dem Strich die Erwartungen von Analysten, die das Unternehmen und dessen Aktie bewerten.

Der Umsatz des Konzerns kletterte um 18 Prozent auf 580 Millionen Euro, wie Stada mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten kletterte von 3903 auf 3999, also um 2,5 Prozent. Wie Vorstandsvorsitzender Hartmut Retzlaff auf Nachfrage sagte, kamen am Stammsitz zehn Mitarbeiter hinzu; in Deutschland sind nun knapp 1100 Beschäftigte tätig.

Starkes Wachstum in Deutschland

Weiteren Angaben zufolge bleibt das Inland für Stada mit einem Umsatz von zuletzt 250,1 Millionen Euro der wichtigste Markt mit einem Anteil von 43,1 Prozent. Allerdings nimmt dessen Bedeutung ab: Die Erlöse kletterten von Januar bis Ende Juni in Deutschland um 15 Prozent - im Ausland legten sie aber um 35 Prozent zu. Besonders deutlich fiel das Wachstum in Rußland, wo Stada im vergangenen Jahr das Unternehmen Nizpharm gekauft hat, sowie in der Ukraine aus, wo die Umsätze mit vier Millionen Euro aber noch sehr überschaubar sind.

Wie Retzlaff weiter sagte, will Stada fortan Teile der Produktentwicklung und Produktion zum serbischen Generikahersteller Hemofarm verlagern, den der Konzern übernimmt. Zu Nachteilen für den Standort Bad Vilbel werde dies aber nicht führen. Vielmehr solle Hemofarm künftig Arbeiten übernehmen, die bisher von Lohnproduzenten erledigt würden. Stada könne sich im übrigen vorstellen, den in Bad Homburg ansässigen Hemofarm-Vertrieb auszubauen.



Text: @thwi
Bildmaterial: dpa

 

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