Was Ihr wollt: Geht es nach der hessischen SPD, dann kann künftig die Oberstufe in zwei, drei oder vier Jahren von den Schülern absolviert werden.

Bildungspolitik

SPD geht beim Thema Bildung in die Offensive

Fünf Wochen vor der Landtagswahl zeichnet sich abermals eine scharfe Auseinandersetzung um die künftige Schulpolitik in Hessen ab. Die SPD will pro Jahr 250 Millionen Euro zusätzlich für Schulen ausgeben. Von Ralf Euler

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Dezember 2008 20:21

Gähneprogramm und Parteiengezänk

Michael Miller (Bildungswirt)

Herr Schäfer-Gümbel setzt sich im Wahlkampf in Szene, muss er, kann er mit alten neuen SPD-Parolen und Absichtserklärungen. Der Gegenwind von CDU und FDP folgt auf den Fuß, ebenfalls mit den bekannten Sprüchen; und zum x-ten Mal die hoffnungslose Verteidigung des drei/viergliedrigen Schulsystems. Der Bürger ist von diesem Niveau längst genervt, wendet sich gelangweilt ab. Konsequenzen werden aus dem Bildungsbericht 2008 in Deutschland einfach nicht gezogen, vor allem 25% einer Generation werden einfach in die Ecke zwischen Hartz IV, Gelegenheitsjob und Drogen gestellt. Keine Partei hat offensichtlich wirklich eine Antwort. Da müßte man sich mit grundlegenden Fragen der Kinder- und Jugendsozialisation, der subjektiven Lernmotivation, neuen Lernkulturen, neuer Prüfungsdidaktik und existenziellen Zukunftsfragen beschäftigen. Ja, innerhalb eines reformierten öffentlichen Schulsystems mit radikalem Bürokratieabbau wäre gar eine 75%ige Abiturientenquote möglich, denn das Gymnasium ist die moderne Volksschule des 21. Jahrhunderts. Aber wer will das schon? Wer will in der Politik sein Hirn wirklich anstrengen?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 1 von 1 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche