Abschied von Suhrkamp: Joachim Unseld

Eine Zäsur

Suhrkamp ohne Unseld

Nach mehr als dreißig Jahren trennt sich Joachim Unseld jetzt von seinen Suhrkamp-Anteilen: Für den Verlag ist dieser Schritt die größte Zäsur seit dem Tod von Siegfried Unseld. Ein Königsdrama scheint seinem Ende entgegenzusteuern. Von Felicitas von Lovenberg

Der Rechtsbruch dauert an: Google digitalisiert weiter ohne Genehmigung

Neuer Google-Buchvergleich

Europa kann den Spieß umdrehen

Der neue Google-Vergleich ändert nichts am Geschäftsmodell des Rechtsbruchs. Digitalisierung ohne Zustimmung der Urheber muss unter Strafe gestellt werden. Ein Plädoyer des Juristen Burkhard Hess.

In der Generationenkette: Inger-Maria Mahlke und Matthias Senkel

Open mike in Berlin

Nicht ohne meinen Großvater

Wenn das Handy sinnlos klingelt: Beim Berliner Festival Open mike, das als wichtigste Talentschmiede für den literarischen Nachwuchs gilt, zeigte sich selbiger in diesem Jahr auffällig intensiv mit der Ahnenforschung befasst. Von Wolfgang Schneider

Erzählt von einer Desillusion: Autorin Katharina Hacker

Katharina Hacker und Suhrkamp

Chronik einer Zerrüttung

Die Freiheit steckt im Weißraum: Mit dem Erscheinen ihres neuen Romans beendet Katharina Hacker die Zusammenarbeit mit dem Suhrkamp Verlag. Das Haus hat ihre Wünsche missachtet. Von Felicitas von Lovenberg

Welche Bücher sind jungen Lesern zumutbar?

Rechtschreibreform

Ausgemistet, aussortiert, exiliert

Rückblick auf ein Büchermassaker: Weil sie in der alten Rechtschreibung gedruckt waren, sind wahrscheinlich Millionen Bände aus den Schulbibliotheken vernichtet worden. Ein unnötiger Verlust, verursacht durch den Rechtschreibreformwahn. Von Theodor Ickler

Entwurf für ein Telegramm nach der Gedenkfeier für Peter Suhrkamp am 27. Septzember 1959

Das Suhrkamp-Archiv geht

Ein Abschied auf Raten

Frankfurt verliert wieder ein Stück Suhrkamp: Der Verlag gibt seine Archive an das Deutsche Literaturarchiv in Marbach. Noch dieses Jahr sollen die Manuskripte und Korrespondenzen berühmter Autoren umziehen. Der Verkaufspreis ist dem Vernehmen nach eine hohe einstellige Millionensumme. Von Felicitas von Lovenberg

Deckblatt der Securitate-Akte von Herta Müller (Fotokopie)

Herta Müller

Die Akte Cristina

Die Nobelpreisträgerin Herta Müller bewahrt ihre Securitate-Akte nicht in ihrer eigenen Wohnung auf. Sie liegt bei dem Schriftsteller Richard Wagner, ihrem ehemaligen Mann, mit dem zusammen sie 1987 Ceauescus Terrorherrschaft entkam. Von Hubert Spiegel

Wir haben Kontakt: junger Leser auf der Buchmesse

Buchmarkt

Made for China

Was immer wir für groß, schnell oder irre gehalten haben: China ist größer, schneller, irrer. Der Buchmarkt bildet da keine Ausnahme. Literaturagent Luc Kwanten über beratungsresistente westliche Rechteinhaber, Handy-Romane und den Irrtum Bertelsmanns. Von Oliver Jungen

Über die tödliche Macht von Grenzen: Claudio Magris spricht in der Frankfurter Paulskirche

Friedenspreisträger Claudio Magris

Kriege sind nicht unausweichlich

In der Paulskirche hat Claudio Magris den Friedenspreis entgegengenommen. Die mahnenden Worte des italienischen Autors wirken als Zeugnis eines ungebrochenen Glaubens an die Macht der Kultur und der Vernunft. Von Richard Kämmerlings

Die schwedische Botschafterin in Deutschland, Ruth Jacoby, auf dem Weg zu Herta Müller

Szenen einer Buchmesse

Kopfbuchmenschen

Eine Frau wird verwechselt, ein Eklat vermieden, ein Agent gefürchtet. Die eine Mauer geht, die andere wird umgangen. Ein Verlag lädt zum letzten Mal in seine Stadt, die anderen Verlage lassen ihre Partys zum ersten mal ausfallen. Szenen einer Messe. Von Marcus Jauer

Ikonen der Buchmesse

Die Zukunft

Für Podiumsdiskussionen interessieren sie sich nicht, und die achtzehn Bände des neuen Kindler-Literaturlexikons haben sie auch nicht zu Hause im Regal stehen. Doch ohne die Mädchen vom Manga-Kommando wäre die Buchmesse ein geriatrischer Kongress.

Verteidigt die künstlerische Freiheit im Kinderbuch: Zeichnerin Jutta Bauer

Jugendliteraturpreis

Ich habe einen grauen Himmel gemeint

Die Zeichnerin Jutta Bauer, mit dem Sonderpreis zum Jugendliteraturpreis geehrt, nutzte die Gelegenheit zu einer Grundsatzrede über künstlerische Freiheit, Rechte der Urheber an ihren Werken und massive Eingriffe in Verlagen. Von Tilman Spreckelsen

Video in voller Größe

Buchkunst auf der Messe

So schön können Bücher sein

Auflagen in Hunderttausender-Höhe, Lizenzverträge und die digitale Zukunft - das ist nur die eine Seite der Buchmesse. Auf der anderen Seite werden hier handgedruckte, handgefertigte Bücher gezeigt: Kunstwerke in Kleinstauflagen. Von Fridtjof Küchemann und Andreas Brand

Das Gastland präsentiert sich

Frankfurter Buchmesse

Leser können Leben retten

Der Nobelpreis für Herta Müller setzt auch die Buchmesse veränderten Erwartungen aus. Es bedurfte der Ehrung aus Stockholm, um auch im wiedervereinigten Deutschland daran zu erinnern, wie groß und wichtig Herta Müllers Lebensthema ist - und wie aktuell. Von Felicitas von Lovenberg