Walter Kempowski im April 1989

Gespräch mit dem Germanisten Alan Keele

Walter Kempowski war doch ein Spion

Spezial Die Achse, um die sich alles dreht: Der in Utah lehrende Germanist Alan Keele hat die Akten des amerikanischen Geheimdienstes studiert. Seine Forschungen werfen neues Licht auf die Nachkriegsjahre des Schriftstellers Walter Kempowski.

Lesermeinungen zum Beitrag

05. Mai 2009 00:14

Hinterhältiges Nachtreten

Markus Zehme (Binkowski)

Die Überschrift "war doch ein Spion" verrät schon die Stoßrichtung obigen Beitrags:
es soll nochmal nachgetreten werden gegen Kempowski mit einer hinterhältigen Attacke von Linksaußen. Tenor: selber schuld hat der Kommunistenfresser und Verräter an der glorreichen sozialistischen Sache, wenn er für die bösen Amis spioniert. Das ist der perfide Subkontext dieses Beitrages, weswegen er so unerträglich ist. Dreck werfen damit nochmal etwas hängen bleibt an dem von links so verhaßten Volksautor Kempowski, das ist hier das Ziel. Das die Linksikone Herbert Marcuse ebenso für den amerikanischen CIC wirkte, wie viele andere Deutsche auch, bleibt dagegen unerwähnt wenn hier bigott gegen Kempowski Stimmung gemacht wird. Wärend Marcuse und Konsorten mit ihrer CIC-Arbeit in WK II antifaschistische Helden waren, soll Kempowskis antikommunistische Spionage mit einem Autgout belegt werden. Einen Schmähbeitrag von links hat die bürgerliche FAZ hier abgedruckt. Mir völlig unverständlich.

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