
Sehr geehrter Herr Kuhlmann, nachdem es mir gelungen ist, mich durch Ihren Beitrag zu quälen, könnte man Ihnen nur noch als Entschuldigung für Ihr desaströses Deutsch zugute halten, dass Sie trotz des deutsch klingenden Namens vielleicht kein Deutscher sind? Also wenn das das Ergebnis des Lesens von eBooks darstellen sollte, dann Gute Nacht! Nachdem es ja auch schon Kurzfassungen von "Klassikern der Weltliteratur" für Schnellleser gibt, um "mitreden" zu können, kann man nur mit Schrecken erwarten, was da noch auf uns zu kommt, an Sprachverfall und Kulturverlust. "Am Anfang war das Wort", und egal, ob es aus einem Buch oder einem eBook gelesen wird, sollte doch so etwas wie Ehrfurcht vor der Sprache vorhanden sein. Ihr Beitrag aber ist, vom Inhalt völlig abgesehen, ein beredtes Beispiel dafür, wie es in Deutschland um die Sprachkultur bestellt ist, in der Folge von Internet, Blogs und SMS-Kommunikation.

aber testet nicht - schade, denn gerade seine Erfahrungen mit einem gar nicht mehr so neuen Medium haetten interessant sein koennen. Seine Einblicke in die gesellschaftlichen Auswirkungen moegen es auch sein, haben aber nichts mit einem Test zu tun. Und das ueber kurz eher als lang an dem ebook (ob autark oder integriert) kein weg vorbei fuehren wird, daran lassen auch meine Vorschreiber keinen Zweifel - aber genau wie das papierlose Buero nie Realitaet wurde, wird es auch die papierlose Bibliothek nie werden. Hoffen wir. /chris

Das Frühstücksfernsehen zwitschert und niemand geht ohne Rechner und Playstation aus dem Haus? Da hat aber jemand gut recherchiert. Anders als bei Musik, wo es tatsächlich nicht drauf ankommt woher sie kommt, ist das bei einem Buch schon was anderes. Allen Unkenrufen zum Trotz, kann nichts die Handlichkeit eines Buches in den Schatten stellen. Ganz zu schwiegen von der intimen Beziehung die man beim lesen eingeht. Somit wird das Kindle eben die nächste Sau sein, die durch das Global Village getrieben wird.

Kann Herrn Waegemann nur zustimmen, Erfindungen wie Kindle werden enormen Einfluss haben. Ich finde jedoch einen Aspekt besonders interessant: die Lesegewohnheiten werden sich drastisch veraendern! Kindle regt dazu an auch mal zwischendurch zu lesen, da man es immer dabei haben kann und auch mal schnell von einem Buch zum anderen, zu einer Zeitschrift oder der Tageszeitung wechseln kann. Junge Leute sind immer mobiler, immer unterwegs und wollen sicher nicht staendig dicke Schinken , Zeitung.. mit sich herumschleppen. Es kommt doch oft vor, dass man Situationen hat in denen mal mal schnell etwas lesen koennte, haette man jetzt etwas dabei...In diesem Sinne finde ich das Geraet sogar paedagogisch wertvoll, da es Menschen wieder das Lesen naeher bringen kann. Erstmal die neue Erfahrung des Lesens auf e-Papier und dann eben diese Aspekte der staendigen Verfuegbarkeit und die leichte Bauart des Geraetes. Das ist sicherlich Vergleichbar mit den neuen Hoergewohnheiten in der Musik. Man hat heute immer Musik auf dem Handy, dem mp3 player...die Hoergewohnheiten haben sich immens veraendert. Oft hoert man nur noch die Stuecke eines Albums, die einen interessieren. Frueher musste man sich fuer eine kassete/CD entscheiden, fuer einen Tag...

Das hier genannten E-Book Konzept, ändert die Situation komplett. Nur mit diesen E-Book, ist die Revolution möglich, vieleicht unausweichlich. Litaratur in digitaler Form war bisher an Bildschirmen gefässelt, dessen Lese-Eigenschaft den guten alten Büchern um längen unterlegen waren. Dieser Vorteil der Bücher garantierte dafür, dass digitale E-Books keine Chancen hatten. Jetzt aber ist alles anders! Der techniche Ansatz vom elektronisches Papier benötigt keine Hintergrund Beleuchtung. So lassen sich zum Beispiel im dunkleren Räumen die Schrift nicht lesen allerdings genauso wie mit herkömmlichen Büchern auch. Das elektronisches Papier liest sich eben wie normales Papier. Diese eine Tatsache schafft es erst, aus aktuellen schier unendlich scheinde Technischen Möglichkeiten, eine ernsthafte Alternative zum Buch zu schaffen. Die weiteren wichtigen Details sind eigentlich easy: über 100.000 Bücher in einen E-Book 300 Gramm - handlich Akku für das lesen von 8 Büchern mobil. Die potenzielle Kosteneinsparungen sind fürch das Buch vernichtend. kein drucken kein stanzen kein Papier kein Buchhandlung keine Lagerung keine Logistik 1. Welle: Audio-CD vs Schallplatte DVD vs Vidiokasette 2. Welle: Internet vs DVD/ CD-Audio/ Buch

Sehr amüsant, einem Dinosaurier beim Aussterben zuzusehen. Verleger und Buchvertrieb werde ich jedenfalls in 99% aller Fälle nicht vermissen. Enzensberger wird, zusammen mit einer handvoll ähnlich talentierter "Buchmacher" die Veränderungen im Verlagswesen so oder so überleben, denn der Markt für Feingedrucktes ist seit Erfindung des Buchdrucks relativ konstant: immer unter 2%.

Der Titel dieses Artikel lautet "Die Wundertüte aus Seattle - Das E-Book "Kindle" im Test". Aber wo ist denn jetzt bitte der Testbericht? Ich meine der Artikel beschreibt durchaus etwas amüsant einige technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen unserer Zeit. Aber ich hatte mir erhofft zu erfahren, wie es sich mit "Kindle" denn nun liest! Wie ist das Display, Akkulaufzeit, wie gut kann man blättern, wie ist die Handhabung usw. Der Artikel würde sich gut als Kommentar zu einem Kindle-Test-Bericht eignen, der aber leider fehlt. MfG Patrick Hawighorst

Ich habe das Kindle e-Book seit ca. 6 Monaten. Seit der Zeit habe ich keine Papierschwarte mehr gekauft. Jedoch lese ich nun statt ein Buch innerhalb von 2 Wochen ein Buch pro Woche! Das Kindle ist noch nicht perfekt, aber das Konzept ist mit Sicherheit die Zukunft. Buecher sind zum halben Preis zu haben, es ist sehr umweltfreundlich, das eingebaute Lexikon ist hilfreich, und die Moeglichkeit, Texte zu markieren ist gut. Auch habe ich schon 15 Buecher kostenlos geladen. Wenn man gewoehnt ist, das erste Kapitel eines Buches zur Probe zu lesen und dann dieses Buch innerhalb von Minuten erhalten kann, wird man nicht mehr zu Papierbuechern zurueck gehen. Einige Buecherlaeden werden bestehen bleiben, aber der Rest wird verschwinden - so wie Pferdekutschen vor hundert Jahren. Sie koennen das nicht aufhalten.

Derzeit sorgen E-Book-Lesegeräte wieder einmal für Schlagzeilen. Dabei ist die neue Art des Lesens eine alte Geschichte. Generationen von Lesegeräten erfreuen die Sammler von Gadgets. Und auch die Idee selbst hat lange Tradition. Die menschliche Eigenart, Erfahrungen und Wissen an geschützten Orten zu sammeln und der Wunsch, das Wichtigste davon allzeit - sozusagen auf einen Griff - verfügbar zu haben, existiert, solange es überhaupt schriftliche Aufzeichnungen gibt. Der Traum von der Unendlichen Bibliothek, die alle Bücher aus allen Ländern und Zeiten umfaßt, und vom Universalen Buch, das alles Wissen zwischen zwei Buchdeckeln bewahrt, hat im 20. Jahrhundert in den Visionen der Wissenschaftler und in den Büchern der Science-Fiction-Autoren erstmals eine technische Gestalt angenommen: als Elektronisches Buch. Im zurückliegenden Jahrzehnt ist das E-Book in die Wirklichkeit eingetreten, um sich einen Platz in der Welt zwischen Science und Fiction zu erobern. Die genialen Visionen eines Ted Nelson zum Beispiel sind heute in Wikipedia und überhaupt im Web 2.0 zur Wirklichkeit geworden. Zu »Literary Machines« wurden Computer, Notebooks und E-Book-Reader nicht: Der Computer blieb ein Papier-Simulator. Einen Essay zum Thema gibt es im Netz: »Per Anhalter durch die Gutenberg-Galaxis«. Geschichte und Visionen des Elektronischen Buches ...

Juristen brauchen viele, viele Informationen. Ständig, in großen Massen, und schnell - die Rechtssprechung ändert sich ständig, und die Gesetzeslage noch schneller. Daher dachten viele in den neunzigern, in den Juristischen Nachschlagewerken die ersten Kandidaten für die Ablösung des Buches durch ein elektronisches Medium zu erblicken. Ganze Universitätsinstitute stürzten sich auf dieses Thema - und kamen zu einem verblüffenden Ergebnis: je höher der Organisationsgrad der Information, die dargeboten wird, und je höher der Vorbildungsgrad des Suchenden - um so mehr ist das Buch dem elektronischen Medium überlegen - und wird es wohl auch noch solange bleiben, bis unser Gehirn durch einen Bluetooth-Chip direkt über WLAN mit der Library of Congress verbunden sein wird. Jeder Jurist, der Urteil des BGH oder des Bundesverfassungsgerichts online recherchiert, fängt irgendwann an, die gefundenen Entscheidungen in seiner Bibliothek zu lesen - weil er in gedruckter Form nur wenige Minuten braucht, wohingegen ein Urteil am Bildschirm zu einer quälend langen Lektürefron wird.

The Kindle is not a choice between having all of your books in e-format or having all of your books in paper. It's a form of reading that is extremely useful and adaptable to many, but not all situations. Traveling without books lightens your suitcase and eliminates the choice you have to make about which books to bring with you. Having 200+ volumes at your fingertips makes it much easier to flip from one book to the next when you're standing in line or waiting for someone to show up. Best of all, if you visit Ebay and do a search for Kindle books, you can find numerous vendors who sell CD's with thousands of books that are compatible with the Kindle, and these CD's cost only a few dollars. I recently purchased one with 12,000 titles for $12.99. The choice is mine, not Amazon's, regarding which books I'm interested in and which books I want to read, and the cost makes it possible to truly own a world class library for pennies per book. The earliest adopters and advocates of the Kindle, by the way, are older readers, not youngsters with iPods. Hard core readers tend to really love it.

Genausowenig, wie FAZ.net mein Abo der FAZ überflüssig gemacht hat, wird das E-Book mein Bücherregal ablösen. Variatio delectat. Im übrigen: Früher oder später wird das Konzept "e-book" in die note- oder netbooks integriert werden. Fazit: vorerst ist das Ding nichts als ein chices Spielzeug, lifestyle gadget zu neudeutsch. Der einzige echte Vorteil den es bietet: Niemand sieht, ob ich Goethe oder Bohlen lese. Dafür gibts sogar schon das (aufpreispflichtige) Privacy addon :)