
Gerade als „Jungautor“ erkennt man die Dominanz der „Etablierten“. Wie in der Filmindustrie, beherrschen sie den Markt und verteidigen ihn bis aufs Messer. Es geht im Buchmarkt (wie überall) nicht primär um die inhaltliche Wertung „gut“ oder „schlecht“, sondern NUR um die Rendite! Gerade diese neuen Technologien erlauben auch „Herrn Niemand“ den Zugang von „Nirgendwo“ zum „Markt“. Wie ich selbst sehr erfreulich feststelle, ermöglicht diese geänderte Situation (durch das Internet) auch „unbekannten“ Autoren einen erfolgreichen Zugang zum potentiellen Kunden.

Und der Grund ist doch ganz klar: Bedarf haben besonders Studenten und Schüler, die allerdings nur ein äußerst knappes Budget haben. Auch die Unibibliotheken können sich nicht diese Bücher leisten, die als Jahresband wahnwitzige €135,00 aufwärts kosten. Entweder man bietet über den Preis an und offeriert die Bücher zu günstigen Preisen oder man darf sich nicht wundern, wenn die illegalen Downloads genutzt werden. Ich kenne es noch aus meiner Studienzeit, als für drei Bücher im Semester durchgehend Schmalhans Küchenmeister war, heute muss ein Student für zwei Bücher mindestens €200,00 auf den Tresen legen- wenn es denn reicht. Und Geld verdient sich nicht leichter als früher! Im übrigen: Wer überprüft denn, ob die illegalen Downloads florieren, an welchen Zahlen wird das festgemacht? An den sinkenden Umsatzzahlen bei exorbitant steigenden Preisen? Ehrlich gesagt nervt es mich, als zahlender Kunde jetzt nicht nur von der Musik- und Filmindustrie sondern auch noch von den Buchverlagen pauschal kriminalisiert zu werden, nur weil ich die teuren Bücher nicht kaufe bzw. einen Kauf genau abwäge. Wann kapieren die endlich, das die damit nur noch mehr Kunden vergraulen?