Ja, und die meisten Schreiber vor mir haben gezeigt, dass sie wirklich wissen was LINKS in unserem Lande ist. Man muss doch nur mal unser land neben die anderen Demokratien stellen.
Ich denke noch oft an Diskussionen, die ich mit linken studenten, ende der 60er und anfang der 70er führte. Schon damals wurde klar, wo unser Land enden wird. Es zeigte sich schon damals, dass die Linken einen 2-Fronten Krieg führen wollen: 1. Sich selber als unantastbar und immer rechhabenden Leute vorzustellen. Denn vor den 68ern - wie schon gesagt - gabe se keine Vernunft, keine Gerechtigkeit und keine Zukunftsaussichten.
2. Jeder, der Andersdenkt muß, zerstört werden, durch unerbitterlichen kampf, denn er ist ein NAZI. Und das sieht man doch heute mehr als je zuvor. Denn solange die Gesellschaft mit dem Antifaschistischen-Kampf beschäftigt ist, hat sie keine Zeit sich über die linke Schulter zu schauen. Und das muß alles geschehen, vor der Hahn dreimal kräht.
Links ist, was allen Menschen ein Leben in Würde und Freiheit verschafft.
Rechts ist, was das verhindert.
Es kommt also immer darauf an. Die Realität ist (noch) rechts.
und 'links' und also auch 'rechts' mittlerweile untaugliche - und wie der Subtext mitteilt, irgendwie auch kleinkarierte - Kategorierungen sind, dann wäre es ja mal interessant herauszufinden, warum es einen von den Entscheidern getragenen Kampf gegen Rechts, aber keinen Kampf gegen Links gibt. Es ist ein alter Trick herrschender Schichten, ihre Auffassungen nicht als politisch ortbar, sondern vielmer als allumfassend darzustellen. So gesehen ist die Selbsteinschätzung von Klaus Staek Kabarett pur. Wie hat er denn diesen einflussreichen Posten bekommen? Durch unangepasste Widerborstigkeit etwa? (Ha, ha, ha!)
Im übrigen ist dieser Artikel auf der rethotischen Masche aufgebaut, Standpunkte durch endlose sophistische Differenzerungen der Lächerlichkeit preiszugeben. Er sagt daher mehr über den Autor des Artikels als über den Autor des besprochenen Buchs aus.
Der Linke hat es nicht leicht. Der Zusammenbruch zahlreicher Mythen und Lebenslügen der 90iger und der Eindruck, nunmehr als (zuweilen mächtiges) Mitglied des Establishments Einfluß, Besitz und Priviliegien wahren zu möchten, sind nicht zu übersehen. Links: Für Erziehungsdiktatur mit Ausweitung staatl. Betreuungsapparate, permanente Berufung auf die Psychodramen der "Gründerzeit" (ab Mitte der 60iger), Beschneidung und Kontrolle individueller Freiheiten zugunsten kollektiver Lösungen mit Forcierung des Verwaltungsapparates, Leugnen menschlicher Unterschiede sowie Sympathien für alle Formen von (nicht-)staatlicher Gewaltanwendung, die sich auf Sozialismus berufen. Und seit den Veröffentlichungen div. Außerordentlicher Kommissionen der 20iger Jahren des vorangegangen Jahrhunderts wissen wir auch, daß Linke eigene Gewaltanwendung gerne als "fortschrittlich" oder "humanistisch" beschreiben. Daß die o.g. Intellektuellen nicht unbedingt die neg. Auswirkungen ihrer eigenen Politik(empfehlungen) mittragen möchten, führt nur dazu, daß wir sie als linke Bourgeois bezeichnen müssen.
Hinter den Attributen "missionarisch, selbstgewiss, humorlos und bigott" hätte ich eher einen Pfarrer vermutet.
Auch die weitere Beschreibung einer Macht, "die sich für besser hält und die Menschen zum Besseren bekehren will, überall Opfer erkennt und sie verteidigt, die darüber aber vor allem die eigene Machtposition zu stärken versucht." entkräftet diese Vermutung noch nicht.
Vielleicht bin ich ja ein Sentimental-Katholik oder gar ein Sentimental-Liberaler?
Ohne das Buch von Fleischhauer gelesen zu haben, so spiegelt sich in Ihrem Artikel doch ein wenig der Gemütszustand unserer Republik zu wider. Sich bloß nicht festlegen, ja nicht anecken scheint die Devise zu sein. Bloß nicht dem Zeitgeist widersprechen, ihn aber auch nicht ausdrücklich bejahen, um nicht unmodern zu erscheinen. Eine kritische Auseinandersetzung und gesellschaftliche Diskussion über die mittlerweile religionsähnliche Moral der Political Correctness und ihre politischen Auswirkungen (EU, Zuwanderung, Familienpolitik etc.) einerseits und über die starke Relativierung und teilweisen Abschaffung von "non-pc-Werten" andererseits wird so (vermutlich bewußt) vermieden und verhindert. Vertreter klassischer konservativer Werte wie "Vater, Mutter, Kind-Familie", Nation, Kirche u.ä., die dies gar noch mit dem Gedanken einer wirtschaftlichen Leistungsgesellschaft und Privatautonomie verbinden, werden im besten Falle nicht ernst genommen, eher jedoch in eine politische Ecke gestellt, aus der sie nie mehr rauskommen. Es soll da einfach nichts geben, über das man ernsthaft diskutieren kann. Man hat manchmal das Gefühl, als wäre die Welt erst nach 1968 entstanden - vorher war vermutlich nur Dummheit, Dunkelheit und Verdammnis.
"Rechts" kann man also genau definieren und "wir wissen" was und wer das ist.Nur "Links" ,das sei ja gar nicht zu fassen,weil nur ein "Kampfbegriff von Rechts" ?! Also ist "Links" immer "das Gute" und "das Gute" immer "Links" ,nicht wahr ?
Sieht der FAZ-Redakteur Tobias Rüther derzeit wirklich keine gewichtigeren Probleme in diesem Land als die asbach-uralte und hochalberne Links-rechts-Debatte ? Und schön artig Journalisten-Kollegen zitieren. Was soll dieses Hochgejuble des Buches eines SPIEGEL-Redakteurs, das so wichtig ist wie ein Fliegenschiss von heute mittag. Oder schreibt Herr Rüther jetzt auch ein Buch über Gott und die Welt und erhofft sich eine schöne SPIEGEL-Story ? Motto: Besprichst Du mein Buch, bespreche ich Deines.
Man sieht an der aggressiven und verleugnenden Reaktion der Linken, dass Fleischhauer sie genau getroffen hat. Jetzt wollen sie plötzlich alles relativieren und fragen, jaaa, niemand wisse, was eigentlich "links" und "rechts" ist, und bla-bla-bla. Schauen wir aber, wenn SPD+Grüne+PDS 50% Stimmen bei der BTW erhalten. Dann vergessen sie sofort ihre Verlegenheit und Relativierungssucht und werden jubeln: Hurra, wir haben eine linke Mehrheit in Deutschland! Sobald sie an der Macht sind,haben sie keinen Zweifel mehr daran, was links und rechts bedeutet. An Repressalien für ihre ideologischen Gegner hat den Linken nie gemangelt. Aber hoffentlichkommt es nicht dazu. Diese ewig Gestrigen haben in den nächsten 2-5 Jahren ihre allerletzte Chance, dann ist dieser Spuck, der Deutschland soviel Unheil gebracht hat und aus dem so viele Sympathien für Monster und Massenmörder in der ganzen Welt (von Pol Pot bis Ahmadinedjad) herausstrahlen - endgültig vorbei.
das keiner braucht. In diesem Land sind doch so viele Begriffe beliebig in ihrer Anwendung auf Vorgänge und vor allem Personen geworden, dass erst einmal ein Buch darüber geschrieben werden müsste, wofür welcher Begriff wann und überhaupt noch zu gebrauchen ist.
Was heute wirklich unbestreitbar links ist, ist eine der brennendsten Fragen.
Bei rechts ist man sich wenigstens noch weitgehend einig.
Ich bin trotz all der schnellen Verweisung von Autobrandstiftern in Berlin in die Ecke der autonomen Linken, noch immer im Zweifel, woraus eine solche Zuordnung ihre Substanz zieht. Jeder kriminelle Brandstifter kann doch auch Autos anzünden.
Ebenso wird alles, was CDU-Ideologen gegen den Strich geht mal schnell nach links geschoben, obwohl gerade die Linken nie auf eine solche Idee gekommen wären.
Andererseits werden linke Ideen gern in eigenen Vorschlägen verwertet, wenn`s genehm ist. Auf eine Quellenangabe wird dann allerdings verzichtet.