Und es wird nicht gesund dadurch, daß die Aufsichten nun die Krise oder zumindest deren Ausmaß als Produkt von böswillig gestreuten Gerüchten hinzustellen versuchen. Im Gegenteil, das muß das Vertrauen in das System noch mehr herabsetzen.
Der Versuch hat was vom Gesundbeten und lautem Pfeifen im dunklen Wald, während draußen im Outback ganz real gestorben wird (Stichwortgeber: Dominique Strauss-Kahn).
Die Aktienkurse werden doch ständig (und dabei allzuoft auch vorsätzlich) von Gerüchten beeinflußt.
Gerade Fonds versuchen immer wieder,Kurse durch Gerüchte künstlich nach unten zu drücken,um dann wieder billig einkaufen zu können.
Während solch ein Verhalten im "normalen" Börsengeschehen auf die Gesamtsituation einer Volks- oder Weltwirtschaft wenig Einfluß hat,kann dies in solchen Extrem-Situationen wie der durch die Subprime-Krise ausgelösten Finanzkrise das Wirtschaftssystem eines Landes oder gar der ganzen Welt an den Rand des Ruins bringen.
Offenbar aber haben manche Menschen (denn Fonds sind ja keine selbständigen,unpersönlichen Gebilde,sondern werden von Menschen ausgefüllt) selbst davor keine Skrupel !
Was soll man dazu sagen, die Finanzdienstleister kannibalisieren sich mit den eigenen Mitteln.
In Phasen großer Verunsicherung kann ein kleines Gerücht einen großen Hebel haben. Für die eine Seite ist es existenzbedrohlich, für die andere ein gutes Geschäft.