28. August 2008 Einige Versicherungen mit Schutz gegen existenzielle Risiken sollte jeder haben - unabhängig von Alter, Familienstand oder beruflicher Situation. Solche Risiken sind Krankheit und Haftpflichtforderungen wegen schwerer Schäden, die der Versicherte anderen zufügt und für die er persönlich haftet. Unerlässlich sind daher Krankenversicherung und private Haftpflichtversicherung. Gesetzlich Krankenversicherte, die ins Ausland reisen, sollten zudem eine Auslandsreise-Krankenversicherung abschließen. Danach sollte jeder ausreichend Geld in die Altersvorsorge investieren.
Studium, Berufseinsteiger und Familien
Studenten brauchen wenig eigenen Schutz. Sie sind häufig noch über ihre Eltern mitversichert. Sogar der Hausrat im WG- oder Wohnheimzimmer ist über die Police der Eltern versichert. Voraussetzung allerdings: Sie haben noch keinen wirklich eigenständigen Hausstand. Wer älter als 25 Jahre ist oder mehr als 400 Euro im Monat verdient, muss sich selbst krankenversichern.
Auch für Studenten und Berufseinsteiger ist bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig. Wer aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kann, bekommt heute meist keine staatliche Erwerbsminderungsrente mehr. Familien sollten darüber hinaus eine Risikolebensversicherung abschließen. Das Geld von der Versicherung sichert den Angehörigen den Lebensunterhalt, wenn einer der Verdiener stirbt.
Getrennte Wege
Bei Scheidungen müssen die Partner daran denken, einige Versicherungen wieder neu abzuschließen. Das gilt etwa für die private Haftpflichtversicherung. Wer vorher gesetzlich familienversichert war, muss sich zudem wieder selbst krankenversichern und den Mindestbeitrag von derzeit rund 125 Euro monatlich zahlen.
Zusatzpolicen auf Zeit
Zuweilen ist vorübergehend zusätzlicher Schutz nötig. Beispiel Hausbau: Eine Bauherrenhaftpflicht-Versicherung ist nötig, um finanzielle Risiken wegen Unfällen auf der Baustelle abzusichern. Sinnvoll kann auch sein, das noch unfertige Haus durch eine Bauleistungsversicherung zu schützen. Wenn das Haus fertig ist, sollten Versicherte eine Wohngebäudeversicherung abschließen, die Schäden am fertigen Haus deckt. Oft lohnt der Abschluss der Versicherung bereits nach Abschluss des Rohbaus. Die Versicherung zahlt dann bereits, wenn ein Feuer das Haus vor Fertigstellung zerstört.
Bessere Chancen auf Wechsel
Gut für Versicherte: Das neue Versicherungsvertragsgesetz erleichtert den Wechsel. Ab 2009 können Versicherte ihren Vertrag nach spätestens 3 Jahren und in der Folgezeit zumindest jährlich kündigen. Verbessert hat sich auch das Recht auf Sonderkündigung nach einem Schadenfall. Der Versicherte muss nur noch bis zur Kündigung und nicht mehr bis zum Ende des Versicherungsjahres Beitrag zahlen.
Ebenfalls günstig: Das neu gefasste Gesetz nimmt die Unternehmen bei Beratung und Information ihrer Kunden sehr viel stärker in die Pflicht. Oft müssen die Unternehmen von sich aus darauf hinweisen, wenn es Anpassungsbedarf gibt. Allerdings: Die Unternehmen können sich von der Pflicht befreien lassen. Allerdings müssen sie ihre Vertragspartner vorher umfassend über die Folgen einer solchen Befreiung informieren.
Tipps
Allgemein
Bedarf. Prüfen Sie vor Vertragsabschluss, ob Sie die angebotene Police tatsächlich benötigen. Junge Leute sind zumindest bis Ende der Ausbildung häufig noch über ihre Eltern versichert, selbst wenn sie nicht mehr zuhause leben.
Änderungen. Informieren Sie Ihren Versicherer, wenn sich Ihre Risikosituation ändert - zum Beispiel, wenn Sie in eine größere Wohnung mit teurerem Hausrat ziehen oder wenn Sie sich einen Hund anschaffen. Sonst besteht die Gefahr, dass Sie nicht ausreichend abgesichert sind.
Lehre und Studium
Berufsunfähigkeitsversicherung. Junge Leute können Berufsunfähigkeitsschutz günstiger abschließen als ältere, weil sie gesünder sind. Wählen Sie einen Vertrag mit Nachversicherungsgarantie. So können Sie die vereinbarte Rente später ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen.
Wohngemeinschaft. Wenn Ihre Wohngemeinschaft eine Hausratversicherung abschließt, sollte ein einziger Vertrag den Hausrat aller Bewohner versichern. Ein Bewohner schließt den Vertrag ab und legt den Beitrag auf die Mitbewohner um.
Berufseinstieg
Berufsunfähigkeit. Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen haben, brauchen Sie keine zusätzliche Unfallversicherung.
Auto. Wenn Sie ein Auto haben, prüfen Sie je nach Wert, ob Sie neben der Haftpflichtversicherung auch Kaskoschutz wünschen. Gerade für Vielfahrer ist zudem eine Verkehrsrechtsschutzversicherung sinnvoll.
Gemeinsame Wohnung
Gemeinsamer Haushalt. Überprüfen Sie gemeinsam Ihre bestehenden Verträge, wenn Sie mit Ihrem Partner zusammenziehen. Klären Sie, welche Hausrat- und welche Haftpflichtversicherung gekündigt werden soll. Sprechen Sie mit Ihrem Versicherer und lassen Sie Ihren Lebenspartner in den verbleibenden Haftpflichtvertrag aufnehmen.
Ehe. Wenn Sie erst nach der Hochzeit zusammenziehen, können Sie auf jeden Fall gleich den jüngeren Haftpflichtvertrag kündigen.
Familie
Kombiprodukte. Meiden Sie Versicherungen, die den Invaliditätsschutz des Kindes mit Sparangeboten wie einer Rentenversicherung verbinden. Günstiger ist es, den Invaliditätsschutz ohne Extras abzuschließen und separat für das Kind zu sparen - etwa mit einem Banksparplan oder auch mit Bundesschatzbriefen.
Ausbildungsversicherung. Eltern, die für die berufliche Zukunft von Kindern sparen wollen, sollten nicht auf eine Ausbildungsversicherung setzen. Dabei handelt es sich um eine kleine Kapitallebensversicherung, die Todesfallschutz für die Eltern und Geldanlage miteinander kombiniert. Besser ist, den Todesfallschutz für die Eltern über eine Risikolebensversicherung mit ausreichend hoher Versicherungssumme zu gewährleisten und separat Geld für die Ausbildung der Kinder anzulegen.
Eigenheim. Beim Hauskauf geht die Wohngebäudeversicherung für die Immobilie auf den neuen Eigentümer über. Wollen Sie dies als neuer Eigentümer vermeiden und gleich ein günstigeres Angebot abschließen, kündigen Sie den Vertrag innerhalb eines Monats nach Übertragung des Eigentums.
Ruhestand
Prüfung. Sobald Sie in den Ruhestand gehen, sollten Sie sämtliche Versicherungs- und Vorsorgeverträge überprüfen (vgl. Viele Versicherungen für Senioren taugen nichts).
Versicherungswechsel
Tarifvergleich. Gute und günstige Versicherungsangebote für fast jeden Bedarf finden Sie mit Hilfe von Finanztest und test.de. Einen Überblick über die Bedeutung der verschiedenen Versicherung samt Link zu den Testergebnissen verschafft Ihnen die Tabelle Ergebnisse kompakt. Alle Ergebnisse zum Versicherungscheck nennt die jeweils besten Angebote zu den wichtigsten Versicherungen. Noch besser: Verschiedene Finanztest-Analysen ermitteln anhand Ihrer Daten im Einzelfall das für sie beste Angebot aus der Tarifdatenbank.
Beratung. Wenn Sie sich bei der Suche nach einer Versicherung beraten lassen, achten Sie auf die Unabhängigkeit ihres Beraters. Versicherungsvertreter bieten in der Regel nur die Produkte eines einzigen Anbieters an. Makler ermitteln das günstigste Angebot aus einer mehr oder weniger großen Palette von Angeboten. Was sie (nicht) anbieten, hängt jedoch oft davon ab, was die jeweilige Versicherung an Provision zahlt. Absolut unabhängig sind Versicherungsberater. Sie sind allein Ihnen verpflichtet und kassieren keinerlei Provision von Versicherung. Dafür müssen Sie allerdings ein Honorar für die Beratung zahlen.
Kündigung. Beachten Sie, dass im kommenden Jahr auch für alle Altverträge, die vor Januar 2008 geschlossen wurden, die neuen kundenfreundlicheren Kündigungsregeln gelten. Prüfen Sie, welche Kündigungsfristen für Ihre Verträge gelten. Schieben Sie eine geplante Kündigung nicht unnötig auf.
Einschreiben. Kündigen Sie immer schriftlich. Am sichersten gehen Sie, wenn Sie die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein schicken. Gerade wenn die Kündigungsfrist in Kürze abläuft, haben Sie so einen Nachweis, dass das Schreiben fristgerecht eingegangen ist.
Der Text und die Tabellen wurden, soweit nicht anders ausgewiesen, von unserem Kooperationspartner Stiftung Warentest erstellt. Die vollständigen Informationen sind kostenpflichtig unter test.de abzurufen.
Text: Finanztest
Bildmaterial: F.A.Z.
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Die Vermögensfrage: Darlehen auf Margenbasis sind oft die beste Lösung
| Name | Kurs | in % |
| DAX | 4.708,21 | −0,22% |
| Eurostoxx 50 | 2.376,48 | +0,29% |
| Dow Jones | 8.280,74 | −2,63% |
| MDAX | 5.701,98 | −1,04% |
| Nasdaq 100 | 1.446,28 | −2,37% |
| Nikkei225 | 9.661,27 | −1,58% |
| REX | 365,27 | +0,20% |
| SDAX | 2.853,47 | −1,32% |
| S&P500 | 896,42 | −2,91% |
| TecDAX | 618,50 | −0,73% |
| Bund Future | 121,57 € | −0,02% |
| EUR/USD | 1,3981 | +0,22% |
| Gold | 932,50 $ | +0,32% |
| Rohöl Brent Crude | 64,60 $ | −0,69% |
| Gesamt- Index |
Durchschnitt 90 Tage |
Durchschnitt 200 Tage |
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Aktien-Index03.07.2009 13:00 |
1216,37 | 1212,75 | 1284,10 |
Performance-Index03.07.2009 17:35 |
268,53 | 260,76 | 271,48 |
Euro-Aktien-Index03.07.2009 17:35 |
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