11. Januar 2008 Der Zweitmarkt für Lebensversicherungen ist seit einigen Monaten durch eine Auktionsplattform im Internet bereichert. Lebensversicherte, die Geld benötigen, können bei „Life Jack” ihre Policen zum Verkauf anbieten und an professionelle Händler versteigern.
Den Verkauf von kapitalbildenden Lebensversicherungen gibt es schon seit einigen Jahren als Alternative zur Kündigung. Allerdings sollte das Verfahren nicht unbedacht angewendet werden. Lebens- und Rentenversicherungen sind langlaufende Verträge, die für den Sparer nur dann Erträge abwerfen, wenn sie durchgehalten werden.
Fast jede Störung des Zahlungsstroms führt zu einem finanziellen Verlust
Jede Störung - gleichgültig, ob Verkauf oder Kündigung - führt meist zu einem finanziellen Verlust. Die Aufkäufer können allerdings für sich reklamieren, dass der Verlust beim Verkauf etwas geringer ist, als er es bei der Kündigung wäre. Gleichwohl bleibt es ein Verlust.
Mancher Kunde der Assekuranz will aber trotz all dieser Nachteile die Police zu Geld machen. "Dabei können wir helfen", sagt Knut Rollig Vorstand der Life Jack AG. Allerdings befinde sich das Portal noch in einer frühen Phase. Genaue Zahlen will Rollig nicht nennen. Es seien aber schon einige hundert Interessenten registriert. Daraus lässt sich schließen, dass die Zahl der abgewickelten Verkäufe eher in Dutzenden bemessen ist. Immerhin scheinen schon einige Makler und Aufkäufer von Lebensversicherungen an dem Projekt interessiert zu sein. Der verkaufswillige Lebensversicherungskunde muss sich zunächst registrieren lassen, um die Dienstleistung in Anspruch nehmen zu können.
Käufer sind meist gewerblich an Lebensversicherungsveträgen interessiert
Mit einem Online-Rechner kann er die für seine Police bei Fortführung zu erwartende Rendite abschätzen. Eine Schätzung ist es, weil Schlusszahlungen und Bewertungsreserven nicht berücksichtigt werden. Ist der Kunde dann immer noch am Verkauf interessiert, muss er einen weiteren Schritt der Legitimierung vollziehen und zum Beispiel eine Kopie des Personalausweises übermitteln. Außerdem benötigt Life Jack Informationen vom Lebensversicherer, zum Beispiel den aktuellen Rückkaufswert, und eine Bestätigung, dass der Vertrag nicht von Forderungen Dritter belastet ist. Für diesen Papierkram reicht ein einzelnes online abrufbares Formularblatt, das an den Versicherer gesendet wird.
Sind alle Voraussetzungen erfüllt, beginnt die Auktion. Die Käufer sind in den meisten Fällen gewerblich tätig. Es habe aber auch schon einzelne Anfragen von Privatanlegern gegeben, die investieren wollen, berichtet Rollig. Wie beim Auktionshaus Ebay kann der Verkäufer alternativ zur Auktion auch die Möglichkeit zum "Sofortkauf" geben, wodurch die laufende Versteigerung zu einem festen Preis beendet wird. Jack Life fordert bei einem vollzogenen Verkauf eine Gebühr von 2 Prozent des Preises, die zu gleichen Teilen auf Käufer und Verkäufer aufgeteilt wird.
Text: ruh., F.A.Z., 12.01.2008, Nr. 10 / Seite 21
Bildmaterial: F.A.Z.
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| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.127,44 | -2,42 |
| TecDax | 761,19 | -4,17 |
| DowJones | 11.220,96 | +0,29 |
| Nasdaq | 2.255,88 | -0,14 |
| STOXX 50 | 3.185,83 | -2,72 |
| Nikkei 225 | 12.212,23 | -2,75 |
| S&P 500 Zert. | 12,28 | -3,08 |
| Euro/Dollar | 1,43 | +0,01 |
| Bund Future | 115,28 | +0,12 |
| Gold | 802,80 | +0,00 |
| Öl | 104,17 | -3,09 |