Bushido, Bestseller-Autobiograph, 12 Uhr

Der Gangbang-Eisbär

Der selbsternannte Staatsfeind Nummer eins wird bereits von der Polizei erwartet. Zwei Beamte, wohl Fans, stehen an der Glasbalustrade. Vor dem Stand darunter: ein Pulk Halbstarke und Früchtchen, dazwischen ihre Eltern. Nicht alle von ihnen sehen Bushido, aber auf den Displays der vielen hochgereckten Handys ist er gut zu erkennen. Wie er sich denn hier so fühle? Wie Knut im Zoo. Die Polizisten sind bald wieder weg, Bushido ist heute so niedlich wie ein junger Eisbär und so uninteressant wie ein ausgewachsener. Dann wird über Sex geredet (er möge halt Gangbangs, andere wiederum
könnten nur mit Krokodilschuhen vögeln, der schwule Haider, alles okay), über Macht (Günther Jauch, Bushido und der irakische Präsident sind alles mächtige Menschen – oder so ähnlich) und Finanzkrise. Die habe ihn kein Geld gekostet. Glückwunsch. (mwit)