ist anscheinend soweit fortgeschritten, dass man sich fragt, ob das Streben nach diesen Werten überhaupt noch zeitgemäß ist. Ackermann, Hoyzer... es fehlt nur noch, dass die in NRW angeklagte Heros-Angestellte ein höheres Strafmaß erhält als der in NDS vor Gericht stehende Chef dieser ehemaligen Firmengruppe.
Aber fehlt überhaupt noch etwas? Babies in Kühltruhen, Amokläufe an Schulen, alles Anzeichen für eine Verrohung der Gesellschaft und ein Fehlen von Unrechtsbewußtsein und Moral.
Wenn ein "Verschieben" von Profisportwettkämpfen zum Zweck der eigenen Bereicherung kein Straftatbestand ist, dann kann es ein Überfall auf eine alte Oma wohl auch nicht sein. Im ersten Fall gibt es viele materiell und immateriell Geschädigte (sind die anderen an der Sportwette Beteiligten etwa nicht geschädigt worden?), im zweiten Fall ist es ja "nur" ein einzelner Mensch, der außerdem als Rentner dem (jüngeren) Täter sowieso auf der Tasche liegt.
Es gibt also kein Gesetz gegen das Verhalten von Herrn Hoyzer und seinen Genossen? Dann sollten Gesetzgeber und Gerichte schleunigst reagieren, wenn Betrügereien aller Art nicht zum Massenphänomen werden sollen!
"Wenn die Staatsgewalt statt vom Volk vom DFB ausgeht, bedeutete dies das Ende von Demokratie, Recht und Kultur, also finis Germaniae."
Da kann ich ja nur lachen... Weil ein bekennender Betrüger freigesprochen wird, dann sichert das Demokratie, Recht und Kultur??? Finis Germaniae...
kaum zu glauben
Wie schön, daß noch immer das Strafgesetzbuch bestimmt, was Betrug ist, und nicht die Funktionäre des DFB! Dabei muß es bleiben. Wenn die Staatsgewalt statt vom Volk vom DFB ausgeht, bedeutete dies das Ende von Demokratie, Recht und Kultur, also finis Germaniae.
wenn der Rechtsstaat keine Straftaten definiert hat, die zutreffen,, dann kann man niemanden verurteilen.
Herr Zwanziger will das undemokratische Systems des DFB anscheinend auch gesellschaftlich verankern und damit der freiheitlich demokratischen Grundordnund den Todesstoß versetzen.
Herr Zwanziger: Ich werde mich nie mit totatliären Strukturen abfinden, der DFB ist eine solche!
... daß er sich mit der gleichen Argumenation "(...) Schlag ins Gesicht für alle (...), die sich um die Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen bemühen(...)“ auch zu den Vorkommnissen im Falle Ackermann/Esser äußert!
Es war eine Errungenschaft der Neuzeit, daß Recht und Moral getrennt wurden. Und es fand lange Jahre niemand etwas an dieser Entwicklung schlimm, eher wurde sie gern im Zuge des "gesellschaftlichen Fortschritts" als Argument angeführt.
Nun kommt es in den letzten Jahren immer öfter zu (Wirtschafts)strafverfahren, in denen es entweder den Gerichten sehr schwer fällt, sich an das StGB zu halten und ein eigenes Richterrecht gebildet wird (s. BGH bei Mannesmann oder div. Korruptionsverfahren). Oder es wird - wie hier - konsequent das Gesetz angewandt und ein "Gauner" geht bei einer Tatbestandslücke eben straffrei aus.
Was Herr Zwanziger letztlich fordert ist ein Gesinnungsstrafrecht. Das haben wir schon z.T. in der Praxis, aber das ist schlimm genug. Wenn selbst ein Bundesanwalt sagt, Hoyzer ist kein Straftäter, dann hat das hoffentlich mehr Einfluß als Zwanzigers Moralvorstellungen. Letztere kann er im Übrigen innerverbandlich einbringen, dort gehören sie hin. Aber nicht in den Gerichtssaal.
Unmöglich so eine Entscheidung, ich hab kein bock mehr auf Fussball!!!