“Ich kenne viele Münchner, die gar nicht mehr hingehen“

Bayern-Fan im Interview

„Ein totales Trauerspiel - Note sechs“

Die verbalen Ausfälle von Manager Hoeneß bei der Mitgliederversammlung des FC Bayern machen einen Riss zwischen Fans und Verein sichtbar. Felix Redetzki, der Vorsitzender des Fanklubs Red Sharks, bescheinigt der Klubführung „Ahnungslosigkeit“.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. November 2007 14:42

mit Bayern....

Oliver Smith (mista_schmitt)

...hab ich nicht viel am Hut. Aber der Wutausbruch von Uli Hoeneß fasziniert mich.

Er hat Recht. Lautstärke im Stadion ist Sache der Fans. Redetzki hat auch Recht: Die Lautstärke im Stadion ist maßgeblich vom Eifer und Einsatz der Mannschaft abhängig. Und da sieht man die Diskrepanz. Der "Fan" an sich erwartet heutzutage viel mehr (Erfolg aber auch "DANK" für seine Treue) als früher, die Vereinsführung versucht den Erfolg zu kaufen, die Begeisterung für den Verein nimmt bei solchen SPielerlegionären aber in der Regel ab, somit auch der Einsatz, Eifer und die Identifikation mit dem Klub. Das ist ein Kreislauf. Je mehr Erfolg die Vereinsführung versucht zu kaufen, desto mehr geht das gemeinsame "Wir-sind-eine-große-Familie"-Gefühl verloren. Kann man diesen Kreislauf aufbrechen?

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15. November 2007 14:38

Schade, Schade

Philipp Wild (fcbayern88)

Die eigenen richtigen Fans so darzustellen ist wirklich unter dem Niveau eines Uli Hoeneß. Die Menschen, die zu jedem Auswärtsspiel, ob in Belgrad oder Lissabon, mitfahren und die Mannschaft dort unterstützen. In Belgrad war glaub ich keiner der Vip Logen "Insassen" dabei. Klar sind diese Leute notwendig, das streiten ja auch nur wenige ab, aber man darf dabei den wahren Fan der in der Kurve steht nicht vergessen oder geringer schätzen. Kann zwar lieder keiner von diesen sein, auf Grund meines Wohnortes etc., bewundere diese Fans aber ungemein.
Zur Stimmung nur so viel:
Wenn man bei "Steht auf ..." aufsteht und dann noch blöd angemacht wird, man solle sich doch bitte setzten, das sagt doch schon alles aus. Da ist man jedes mal wieder froh wenn man Stehplatzkarten ergatten kann! Obwohl man auch dort des öfteren Belächelt wird, wenn man versucht Stimmung zu machen.
Finde es schade, dass Herr R. den ClubNr.12 so in Verruf bringt, da die sich wirklich konstruktive Gedanken zu dem Thema machen!
Und an Kalimero:
HOOLIGANS SIND KEINE FUSSBALLFANS; SONDER IDIOTEN!!!!!!

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15. November 2007 14:38

stimmung

martin randau-rudolf (nitramf1000)

wenn bayern wieder gute spiele abliefert,wird die stimmung wieder besser.ich bin jedenfalls lieber in der südkurve als in der viplounge.

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15. November 2007 14:15

Ei, jei und jei

Thomas Fernholz (OBIWANKENOBI)

Hier sind aber ein paar Heissluftgebläse am Werk.
Ohne die Fans in der Süd- Ost- oder Sonstwo Kurve gäbe es gar keinen Fussball meine Herren. Es mag sein, das Sie sich mit DENEN nicht indentifizieren mögen, weil Sie sich ihnen ob deren merkwürdigem Gehabe und des gelegentlichen Konsums von alkoholischen Getränken incl. seiner von der jeweiligen Person bewusst herbeigeführten Nebenwirkungen, intellektuell überlegen fühlen. Ohne DEN Rahmen wird allerdings der Fussball auch für die Sponsoren uninteressant. Den verprellten Fussballfans kann ich nur empfehlen....gehen Sie zum Eishockey, aber dahin wo noch gespielt wird. Das ist schneller, unterhaltsamer, interessanter und ehrlicher. Es sind oftmals 20 Frank Riberies ( ohne dessen Salär, welches ich Ihm in seinem speziellen Fall auch als Schalker, ausdrücklich gönne )auf Kufen im Einsatz und das ist gut so.

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15. November 2007 14:00

Ein Tourist

Tobias Eder (16061904)

Ich komme nicht aus München, habe so nur gelegentlich die Möglichkeit in die Allianz-Arena zu fahren, sitze dann immer nur in der Gegengerade und stehe nicht wie die richtigen Fans in der Kurve. Der Blick ist selbst im Oberrang noch hervorragend und wird nur dann kurz beeinträchtigt, wenn mal jemand wütend oder vor Begeisterung vor einem aufspringt. Auch wenn es natürlich nichts schöneres als einen Sieg geben kann, ist es immer wieder und auf jeden Fall ein Erlebnis ein Spiel des FC Bayern vor so einer Kulisse in diesem Stadion zu sehen.
Als Tourist und eben nicht als echter Fan muss ich sagen, sind mir trotzdem und tatsächlich die Siege wichtig. Als einfacher Fan, also Tourist, muss ich auch sagen dass ich es ganz hervorragend finde, dass der Club eigentlich immer international spielt. Ich kann es mir anders schon gar nicht mehr vorstellen.
Vielleicht ist es eine Frage der Mentalität. Im Rheinland gibt es ja auch den Karneval und da ist ja auch immer so eine Spitzen-Stimmung. Ich bin in Oberbayern aufgewachsen und muss sagen, mir fehlt der Karneval nicht.
Seit ich denken kann ist der FCB "mein" Verein und seit einigen Jahren bin ich auch Mitglied. Wenn mich erst der Gesang und die Kurve zum Fan machen, bleibe ich halt Tourist.

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15. November 2007 13:31

Das Entscheidende ist doch

H.R. Jakob (mcjakob)

1. eine Mannschaft zu haben, die läuft und kämpft, bis zum Umfallen

und

2. Fans, die das merken!


Alles andere kommt ganz automatisch!


Bei Bayern fehlt es seit Jahren schon an Ersterem! Das alleralleraller schlimmste Spiel in dieser Hinsicht war das 1:4 Debakel in Mailand. Und am vergangenen Samstag war es ganz ähnlich: es läuft nicht, man gerät in Rückstand, aber statt zu kämpfen bis zum Umfallen traben die Spieler teilnahmslos über den Platz und begehen ein Frustfoul nach dem anderen (Schweinsteiger, Ribery, Luci etc.).

Was sind das für Sportler???

Insofern waren selbst die desaströsen Bild-Noten für die Bayern-Spieler keinesfalls übertrieben, sondern absolut gerechtfertigt!!!



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15. November 2007 12:08

Zusatz

Steve Schuster (PreSize)

@ kiloromeo:

Warst du überhaupt schon mal in einem Stadion? Nicht jedes Spiel ist Sambatanzen und Übersteigerfirlefanz. Manchmal ist es ein K(r)ampf. So ist Fussball eben. Aber auch dann sollte ein Fan zu seinem Verein stehen.

Und wenn die WM hier nicht gut war... dann mach lieber einen Tanzkurs oder rhytmische Sportgymnastik.

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15. November 2007 12:04

Sauber sog i

Steve Schuster (PreSize)

So sieht es auch aus.

Nur Touris, die keine Bindung zum Verein haben.
Die klatschen bei einem Tor und springen bei einem bösen Foul auf. Das war ´s dann aber auch schon. Ich bin schon immer ein "ROTER". Und klar ist es wichtig, dass die Allianz Arena (Vorsicht: Product Placement!) voll ist...
Aber die Stimmung ist nicht wirklich gut.

Aber das ist auch eine geographische Sache.
Beim Vfb ist es genau so. Verwöhnte Fans und Touris im Stadion.

Je weiter man Richtung Norden schaut, desto emotionaler wird das Ganze. Vielleicht hat es auch was mit der wirtschaftlichen Lage zu tun. Im Ruhrpott hat es auch mehr Arbeitslosigkeit. Da ist der Club das einzige was zählt.

Es fehlt mir auf jeden Fall die Bindung zwischen Fans und dem Verein. Ich will mehr Fangesänge hören. Mehr Emotion. Hier geht es nicht um die Südkurve und auch nicht um die Logenplätze. Hier geht es um die 55.000 anderen "Fans" die nur rumsitzen!

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15. November 2007 11:16

Naiv

Sebastian Olbrich (Basti1976)

Oh, armer brüllender Fan in albernen Klamotten, Dich nimmt niemand Ernst! Wer sich fragt warum, braucht nur dieses Inteview lesen...

Bei soviel verzapftem Mist kann ich nur zweierlei sagen: 1. Ein angetrunkener Akademiker, der in albernen Klamotten in der Südkurve brüllt, ist m.E. keine Referenz für Sachverstand im Bezug auf Fußball.
2. Hoeneß hatte Recht: Populistischer Scheiß!

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15. November 2007 11:06

Ein totales Trauerspiel

Henry C. Brinker (hcbrinker)

Der Kommerz und die synthetische, herzlose Unternehmensplanung hat den Fußballzauber bei Bayern München nachhaltig erstickt.

Bayern München ist kein Verein, wo sich die Funktionsträger als Dienstleister von Mannschaft und Fans begreifen, sondern wo Mannschaft und Fans von zentralen Dreh- und Angelpunkt en zu frei disponierbaren Versatzstücken geworden sind.

Der Trainer wird gemaßregelt, die Fans werden gerüffelt und die Spieler öffentlich gedemütigt. In der Hundeschule lernt man, dass man so nicht einmal seinen Vierbeiner behandeln kann.

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