29. Februar 2008 Hertha BSC hat seine Erfolgsserie ausgebaut und den MSV Duisburg auf Platz 18 der Fußball-Bundesliga zurückgeschossen. Durch Treffer von Neuzugang Raffael (34.) und den zum zehnten Mal in dieser Saison erfolgreichen Marko Pantelic (37.) gewannen die Berliner am Freitag gegen den Abstiegskandidaten mit 2:0 (2:0) Toren und blieben zum vierten Mal nacheinander unbesiegt (Siehe auch: Bundesliga in Zahlen - Ergebnisse, Tabelle, Torschützen).
Einziger Wermutstropfen für das Team von Lucien Favre vor 32.382 Zuschauern im Olympiastadion war die fünfte Gelbe Karte für Nationalspieler Arne Friedrich, der damit am kommenden Freitag in Dortmund fehlen wird.
Harmlose Duisburger
Nach Monaten der Magerkost boten die Berliner ihrem Publikum endlich wieder erfolgreichen Angriffsfußball, allerdings benötigten sie gegen den harmlosen Neuling eine lange Anlaufzeit. Stärkster Mannschaftsteil bei Hertha war die Offensive mit Pantelic als Spitze sowie dem starken Raffael und Patrick Ebert als dahinter lauernden Angreifern.
Mit dieser Aufteilung kamen die Duisburger lange Zeit nicht zurecht. Im Vergleich zum 2:0-Sieg vor Wochenfrist in Bielefeld agierten die Westdeutschen ohne Aggressivität und den nötigen Zug zum Tor.
Raffael trifft Latte - und das Tor
Bei Dauerregen begann Hertha schwungvoll und drängte den Aufsteiger gleich in die Defensive. In der dritten Minute scheiterte Raffael mit seinem plazierten Kopfball nach Flanke von Rudolf Skacel am glänzend reagierenden MSV-Keeper Tom Starke. Nachdem Ebert (30.) in bester Schussposition frei vor dem Tor weggerutscht war, gelang Raffael vier Minuten später die hoch verdiente Führung.
Nachdem er zunächst per Kopf an der Latte gescheitert war, markierte der in der Winterpause vom FC Zürich gekommene Brasilianer auf Zuspiel von Pantelic sein drittes Tor im fünften Spiel für die Berliner.
Pantelic sorgt früh für die Vorentscheidung
Nur zwei Minuten später spitzelte Pantelic den Ball an seinem Bewacher Fernando Santos und Torhüter Starke vorbei zum 2:0 ins Netz und sorgte bereits für die frühe Vorentscheidung. Damit lieferte der Serbe zugleich ein weiteres Argument für die seit längerem von ihm geforderte Vertragsverlängerung zu besseren Konditionen. Die Abwehr der Berliner, in der Steve van Bergen den verletzten Malik Fathi als Außenverteidiger vertrat, hatte keinerlei Probleme mit den MSV-Angreifern. Weder Claudiu Niculescu noch Manasseh Ishiaku strahlten Torgefahr aus.
An der Überlegenheit der Berliner änderte sich auch im zweiten Durchgang nichts; nur der Abschlussschwäche der Hausherren und seinem guten Schlussmann Starke hatte es der MSV zu verdanken, dass die Niederlage nicht deutlicher ausfiel. Die größte Chance zum 3:0 vergab in der 59. Minute Pantelic, der mit dem Ball am Fuß alleine auf das Gäste-Tor zulief, aber knapp an der langen Ecke vorbeizielte.
Hertha BSC Berlin - MSV Duisburg 2:0 (2:0)
Berlin: Drobny - Friedrich, Simunic, von Bergen - Chahed, Lustenberger, Kacar (89. Mineiro), Skacel - Ebert (78. Okoronkwo), Raffael - Pantelic
Duisburg: Starke - Weber, Fernando, Schlicke (46. Avalos), Willi - Tararache, Grlic - Schröter (65. Vrucina), Georgiew (79. Maicon) - Niculescu, Ishiaku
Schiedsrichter: Felix Brych (München)
Tore: 1:0 Raffael (35.), 2:0 Pantelic (37.)
Zuschauer: 32.382
Gelbe Karten: Friedrich (5) - Niculescu (2), Fernando (4), Schlicke (4), Grlic (5/3), Vrucina
Text: FAZ.NET / dpa
Bildmaterial: AP, ddp, dpa
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