Nürnberg - Hannover 3:1

Drei Punkte für Remiskönige

Stajner will Pinola vom “Club“ nicht mitspielen lassen

Stajner will Pinola vom "Club" nicht mitspielen lassen

16. Dezember 2006 Die Remis-Spezialisten des 1. FC Nürnberg haben ihre beste Bundesliga-Hinrunde seit 15 Jahren mit einem Sieg gekrönt. Die Franken gewannen gegen Hannover 96 mit 3:1 (1:1) und überwintern nach insgesamt vier Siegen, elf Unentschieden und nur zwei Niederlagen mit 23 Punkten in der oberen Tabellenhälfte.

Die Hannoveraner waren vor 28.683 Zuschauern durch Stürmer Thomas Brdaric (4.) in Führung gegangenen. Doch Ivica Banovic (32.) und Markus Schroth (56.) sorgten mit ihren Treffern für die Wende. In der Nachspielzeit erhöhte Jaouhar Mnari noch per Handelfmeter. Der Hannoveraner Verteidiger Steven Cherundolo sah dabei die Rote Karte, weil er einen Schuß von Saenko vor der Torlinie mit der Hand abwehrte.

Brdaric nach Rückkehr treffsicher

Beide Trainer hatten ihr Team im Vergleich zur Vorwoche auf jeweils einer Position verändert und damit Erfolg. Schon in der vierten Minute stand Brdaric da, wo ein Torjäger stehen muß. 96- Coach Dieter Hecking hatte den früheren Nationalspieler erstmals nach seiner Knieverletzung wieder in der Startelf aufgeboten, prompt erzielte der Angreifer sein fünftes Saisontor. Brdaric staubte ab, nachdem Nürnbergs Schlußmann Raphael Schäfer gegen Jan Rosenthal gerettet hatte.

Auf der Gegenseite war es der von Hans Meyer für den Dänen Jan Kristiansen als Spielmacher aufgebotene Banovic, der nach einem schnellen Angriffszug über die Außenstürmer Iwan Saenko und Robert Vittek den Ball zum 1:1 ins leere Ball schieben konnte.

„Club“-Keeper Schäfer verletzt raus

Gegen die gut organisierte Defensive der Hannoveraner taten sich die Nürnberger anfangs sehr schwer. Es fehlten zündende Ideen im Mittelfeld, der Spielaufbau verlief zu schleppend. Hinzu kam, daß nach einer halben Stunde Torhüter Raphael Schäfer mit Verdacht auf Innenbandverletzung im linken Knie vom Feld mußte (30.).

Für den Kapitän kam Ersatztorhüter Daniel Klewer zum ersten Saisoneinsatz. Seine beste Szene hatte Klewer, als er gegen den eingewechselten Vahid Hashemian den 2:2-Ausgleich verhinderte (73.).

Hannoveraner Druckphase

Hannover konzentrierte sich auf die Defensive, war aber durch die einzige Spitze - Brdaric - immer wieder gefährlich. Profitiert hätten die Gäste in der 51. Minute von einem Beinahe-Eigentor des Nürnberger Abwehrspielers Javier Pinola, dessen Kopfballrückgabe auf den stolpernden Schlußmann Klewer knapp am Tor vorbei trudelte.

Die Nürnberger waren gefährlich, wenn sie schnell nach vorne spielten. Und auch am 2:1 waren wieder Vittek und Saenko entscheidend beteiligt. Nach Zuspiel von Vittek traf Saenko den linken Torpfosten, den Abpraller schob Mittelstürmer Schroth ins Netz. Die Druckphase von Hannover in der Schlußphase überstanden die Nürnberger bis zum erlösenden Elfmeter mit Kampfgeist und Glück.

1. FC Nürnberg - Hannover 96 3:1 (1:1)
Nürnberg: Schäfer (30. Klewer) - Reinhardt, Wolf (75. Nikl), Beauchamp, Pinola - Galasek, Mnari - Banovic (83. Paulus) - Vittek, Schroth, Sajenko. - Trainer: Meyer
Hannover: Enke - Cherundolo, Vinicius, Zuraw, Tarnat - Jankow (69. Schröter), Balitsch, Bruggink (69. Hashemian), Rosenthal - Stajner (82. Fahrenhorst), Brdaric. - Trainer: Hecking
Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen)
Tore: 0:1 Brdaric (4.), 1:1 Banovic (32.), 2:1 Schroth (56.), 3:1 Mnari (90.+4, Handelfmeter)
Zuschauer: 28.683
Rote Karte: Cherundolo wegen absichtlichen Handspiels (90.+3)
Gelbe Karten: Klewer, Mnari, Nikl - Balitsch (2), Bruggink






Text: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
Bildmaterial: dpa

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