16. März 2008 Borussia Mönchengladbach bleibt einsame Spitze, aber im Kampf um die restlichen zwei Aufstiegsplätze in der Zweiten Fußball-Bundesliga wird das Gedränge immer größer. Vier Punkte hinter dem Tabellenführer, der am Sonntag den FC St. Pauli knapp mit 1:0 bezwang, führt 1899 Hoffenheim nach dem mühsamen 1:0 über den FC Erzgebirge Aue am 24. Spieltag das Verfolgerfeld an (Siehe auch: Fußball: Ergebnisse 2. Liga). Dahinter folgt der FSV Mainz 05, der mit dem 1:1 im Spitzenspiel beim TSV 1860 München allerdings zwei wichtige Punkte einbüßte.
Der Spielvereinigung Greuther Fürth erlitt nach der bitteren 0:1-Heimpleite gegen die TuS Koblenz einen überraschenden Rückschlag und könnte sogar den vierten Tabellenplatz verlieren, wenn der 1. FC Köln an diesem Montag (20.15 Uhr / Live im DSF, bei Premiere und im FAZ.NET-Liveticker) beim SC Freiburg gewinnen sollte. Das ist eine bittere Niederlage für uns, denn wir haben das Spiel absolut im Griff gehabt, sagte Fürths Trainer Bruno Labbadia nach dem Schlusspfiff.
Gladbach tut sich sehr schwer - und gewinnt doch
Zehn Runden vor dem Saisonfinale machte Mönchengladbach einen weiteren großen Schritt auf dem Weg zurück in die erste Liga. Allerdings tat sich der Spitzenreiter gegen den diszipliniert spielenden Aufsteiger aus St. Pauli sehr schwer, ehe der dritte Sieg hintereinander perfekt war. Mit seinem 15. Saisontor erlöste der Kanadier Rob Friend (63.) vor 48.418 Zuschauern die Gladbacher. St. Pauli, das lange Zeit Paroli bot, ist nach sieben sieglosen Partien im Abstiegskampf angekommen.
Mainz ist seit fünf Spielen ungeschlagen, verschenkte in München aber zwei wertvolle Punkte. Für Aufregung sorgte der Foulelfmeter, mit dem die Löwen durch Abwehrchef Gregg Berhalter (58.) ihre zuvor 537 Minuten andauernde Torflaute beendeten. Das ist die größte Frechheit, die ich seit langer Zeit im Fußball gesehen habe, kritisierte FSV-Trainer Jürgen Klopp die Entscheidung von Schiedsrichter Michael Kempter, nach einem Zweikampf zwischen Milorad Pekovic und 1860-Kapitän Danny Schwarz einen Strafstoß zu geben. Srdjan Baljak (48.) hatte die spielerisch besseren Mainzer vor 39.000 Zuschauern in Führung gebracht. Die Münchner, in der Rückrunde noch ohne Heimsieg, dürften mit dem Remis ihre Aufstiegschance verspielt haben. Der Rückstand auf die ersten Plätze ist schon sehr groß, stellte 1860-Geschäftsführer Stefan Reuter fest.
Fürth muss sich in Nachspielzeit geschlagen geben
Hoffenheim setzte dank Vedad Ibisevic seinen eindrucksvollen Siegeszug fort. Beim mühsamen, aber verdienten 1:0 gegen Aue erzielte der Bosnier in der 46. Minute nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung das Siegtor für die Nordbadener. Erst in der Nachspielzeit musste sich Aufstiegsanwärter Fürth erstmals nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage unglücklich geschlagen geben.
Mit dem schmeichelhaften Siegtor durch Andreas Richter in der Nachspielzeit stellte Koblenz den Spielverlauf auf den Kopf. Das Team von Bruno Labbadia war die klar bessere Mannschaft, nutzte seine Chancen aber nicht. Stefan Reisinger scheiterte in der 78. Minute per Foulelfmeter an TuS-Torwart Dennis Eilhoff.
Jenas volle Konzentration auf das Pokal-Halbfinale
Im Abstiegskampf hat 1. FC Kaiserslautern mit dem 2:0 am Freitag beim SV Wehen Wiesbaden ein leidenschaftliches Lebenszeichen von sich gegeben, dagegen ist für den SC Paderborn (0:1 gegen Aachen) und Carl Zeiss Jena das Abstiegsrennen so gut wie gelaufen. Das war's definitiv, stellte Jenas Trainer Henning Bürger nach dem 1:2 in Offenbach resignierend fest.
Alle Konzentration gilt nun dem Pokal- Halbfinale am Dienstag bei Borussia Dortmund. In Abstiegsnot ist auch der seit vier Heimspielen sieglose Neuling VfL Osnabrück, der nach dem 0:2 gegen den FC Augsburg nur noch ein Vier-Punkte-Polster auf einen Abstiegsplatz besitzt.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa
Jürgen versus Jürgen: Animator Klopp, Buddha ![]()
Reaktionen auf die Entscheidung: Untergang am Samstag um 15.30 Uhr
TV-Fußball: Gewinn für die Fans
Sollte im TV mehr Randsport gezeigt werden?
