13. April 2008 Borussia Mönchengladbach ist so gut wie durch. Mit dem eindrucksvollen 3:0 im Spitzenspiel am Sonntag gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth machte der Spitzenreiter einen großen Schritt auf dem direkten Weg zurück ins Fußball-Oberhaus und hielt Verfolger 1899 Hoffenheim auf Distanz, doch Champagner floss im Borussenpark noch nicht. Wir haben noch nicht den Aufstieg, aber eine sehr gute Ausgangsposition, sagte Trainer Jos Luhukay und nahm sein Erfolgsteam für das Gastspiel schon am Mittwoch in Jena in die Pflicht: Wir wollen den Druck weiter hochhalten. Wir heben nicht ab und werden auch nicht überheblich.
Mit dem vierten Heimsieg in Serie hielt Gladbach 1899 Hoffenheim auf Distanz. Beim 1:2 gegen Alemannia Aachen verlor der Aufsteiger erstmals in diesem Jahr. Der SC Freiburg wahrte mit dem 2:0 gegen Kellerkind FC Carl Zeiss Jena seine Aufstiegschance und zog mit Mainz 05 nach Punkten gleich. Der FSV hatte mit dem 1:2 am Freitag in Augsburg Platz drei an den 1. FC Köln verloren, der beim 2:2 bei Schlusslicht SC Paderborn aber ebenfalls enttäuscht hatte (Siehe auch: ).
Hoffenheim verliert, behauptet aber Platz zwei
Nach dem vierten Heimsieg in Serie und 55 Punkten kann Spitzenreiter Gladbach für die erste Liga planen, während Fürth im Rennen um Platz drei wertvollen Boden einbüßte. In einer temporeichen Spitzenbegegnung trafen Marko Marin (5./56.) und Nationalspieler Oliver Neuville (50.) für die seit acht Spielen ungeschlagenen Borussen.
Mit 50 Zählern behauptete Hoffenheim den zweiten Tabellenplatz, doch der Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga ist noch längst nicht perfekt. Wir müssen aus dieser Niederlage die richtigen Schlüsse ziehen, forderte 1899-Coach Ralf Rangnick für das Mittwochspiel bei St. Pauli. Aachens Torschützen Szilard Nemeth (48.) und Marius Ebbers (56.) besiegelten die erste Heimpleite des Provinzklubs seit fast fünf Monaten. Kai Herdlings (66.) Anschlusstreffer kam zu spät, um Hoffenheims erste Rückrunden-Niederlage zu verhindern. Wir haben zu wenig Druck aufgebaut und zu viele Angriffe des Gegners zugelassen haben, kritisierte Rangnick.
Offenbach feiert einen wichtigen Sieg im Keller
Eine Woche nach dem 0:5-Debakel in St. Pauli kehrte Freiburg in die Erfolgsspur zurück und wahrte mit dem dritten Heimsieg hintereinander seine Aufstiegschance. Mohamadou Idrissou (32.) und Heiko Butscher (48.) waren für die zu Hause in der Rückrunde noch unbesiegten Breisgauer erfolgreich. Ohne Spielmacher Jan Simak war Jena chancenlos und erlitt nach zuletzt drei Siegen einen Rückschlag im Abstiegskampf.
Dagegen feierte Kickers Offenbach mit dem 2:0 gegen den TSV 1860 München dank der Tore von Fabian Johnson (30./Eigentor) und Suat Türker (56.) einen wichtigen Sieg, während die seit neun Spielen sieglosen Löwen der Abstiegszone entgegen taumeln.
Kaiserslautern und Aue hilft nur noch ein Wunder
Bereits am Freitag hatten der FC Augsburg (2:1 gegen Mainz), der VfL Osnabrück (2:0 gegen Koblenz) und der FC St. Pauli (3:1 in Wehen) wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenverbleib gesammelt. Dem 1. FC Kaiserslautern droht zehn Jahre nach dem letzten deutschen Meistertitel der Absturz in die Drittklassigkeit, doch der neue Vorstandschef Stefan Kuntz gibt die Hoffnung nicht auf.
Rein rechnerisch ist alles noch möglich, aber wir planen für beide Fälle, sagte der ehemalige Nationalspieler nach dem torlosen Remis am Freitag in Aue. Die Veilchen haben sich dagegen so gut wie aufgegeben. Uns hilft nur noch ein Wunder, meinte Präsident Uwe Leonhardt.
Dicke Luft in Köln nach dem Remis in Paderborn
Der 1. FC Köln steht zwar wieder auf einem Aufstiegsplatz, dennoch herrscht bei den Geißböcken dicke Luft. Aus dieser Leistung kann man keine Hoffnung schöpfen, sagte Manager Michael Meier, und Vize-Präsident Jürgen Glowacz kritisierte nach dem 2:2 in Paderborn offen die Aufstellung von Trainer Christoph Daum: Mit dieser Taktik geht es nicht.
Kölns Top-Torjäger Milivoje Novakovic und Patrick Helmes litten darunter, dass der etatmäßige Abwehrspieler Kevin McKenna erneut im Angriff stand. Nova hat zu wenig Platz, Helmes ist als Rechtsaußen verschenkt, wetterte Glowacz.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa