28. März 2008 Aufsteiger 1899 Hoffenheim und der SC Freiburg waren am Freitag die großen Gewinner im Aufstiegsrennen der Zweiten Fußball-Bundesliga. Die Hoffenheimer gewannen dank eines Doppelpacks von Vedad Ibisevic (60. und 73. Minute) mit 2:0 Toren gegen den FC Augsburg und setzten ihren Durchmarsch in Richtung Bundesliga fort. Hoffenheim festigte mit nunmehr 47 Punkten den zweiten Platz.
Die Freiburger (43 Punkte) gewannen nach einem Tor von Jonathan Jäger (23.) gegen Absteiger Alemannia Aachen 1:0 und zogen durch das fünfte Spiel in Folge ohne Niederlage nach Punkten mit dem Tabellendritten FSV Mainz 05 gleich. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp verlor indes beim 3:3 bei Abstiegskandidat Erzgebirge Aue abermals wertvolle Punkte (Siehe auch: Fußball: Ergebnisse 2. Liga). Unentschieden sind einfach zu wenig, wir müssen die 'Bigpoints' machen, klagte der Mainzer Torschütze Gunkel nach dem Rückschlag im Aufstiegskampf.
Aachen im Niemandsland der Tabelle
Mainz konnte sich beim zweifachen Torschützen Miroslav Karhan und beim Schiedsrichter-Gespann um Andre Stachowiak bedanken, dass man durch den einen Zähler und nunmehr 43 Punkten zumindest bis zum Sonntag den dritten Aufstiegsplatz halten konnte. Aue schwebt dagegen mit 24 Punkten als Drittletzter weiter in akuter Abstiegsgefahr.
Augsburg (30 Punkte), das nur eines seiner letzten sieben Spiele gewann, konnte sich nach der Niederlage in Hoffenheim einmal mehr nicht von den Abstiegsrängen absetzen. Die Aachener, die im fünften Rückrundenspiel auf des Gegners Platz erstmals verloren, haben als Meisterschaftszehnter wohl weder mit dem Kampf um den Aufstieg, noch mit dem Kampf gegen den Abstieg etwas zu tun.
Aachens Schlussmann patzt, Freiburg trifft
In Hoffenheim erzielte der Bosnier Ibisevic seine Saisontore vier und fünf und bescherte dem Aufsteiger nach dem 1:1 in der Vorwoche in Mainz den achten Sieg im neunten Rückrundenspiel. Allerdings hatten die Gastgeber Glück, dass Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus das erste Tor trotz eines gestreckten Beins im Duell mit Torwart Sven Neuhaus wertete. Jeder will spielen, aber das ist mir im Moment egal, sagte Edeljoker Ibisevic nach seiner tollen Leistung: Wichtig sind die Punkte.
Auch Mainz profitierte von einer Fehlentscheidung. Eine Flanke vom Mainzer Srdjan Blajak bekam Aues Kapitän Jörg Emmerich deutlich vor der Strafraumgrenze an die Hand, doch Stachowiak entschied trotz dem auf Elfmeter. Den verwandelte Karhan sicher (52.) zum 2:2. Da fehlen einem die Worte, schimpfte Aues Trainer Jochen Seitz, der sich vom Schiedsrichter verschaukelt fühlte. Nach dem 2:2 ging Aue durch Fabian Müller (69.) wieder in Führung, die Karhan (75.) ausglich. Zuvor hatte Daniel Gunkel Mainz jubeln lassen (5.), Aue traf danach zweimal innerhalb von neun Minuten durch Thomas Paulus (9.) und Adam Nemec (17.).
Freiburgs Tor resultierte aus einem groben Schnitzer des Aachener Schlussmanns Thorsten Stuckmann. Der frühere Braunschweiger ließ einen Freistoß von Ivica Banovic abprallen. Jäger, der schon beim 1:0 gegen den 1. FC Köln das Siegtor erzielt hatte, drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie. Die Tabelle ist völlig uninteressant, sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt nach dem Sprung der Breisgauer auf Rang vier.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa
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