Zweite Bundesliga

Karlsruhe marschiert, Verfolger straucheln

Koblenz wirft die Kölner aus der Aufstiegsbahn

Koblenz wirft die Kölner aus der Aufstiegsbahn

03. November 2006 Spitzenreiter Karlsruher SC setzt seinen Höhenflug in der Zweiten Fußball-Bundesliga fort, dagegen ist Verfolger Hansa Rostock ins Straucheln geraten. Am 10. Spieltag setzte sich der KSC mit dem 3:0 am Freitag gegen den SC Paderborn an der Tabellenspitze mit zwei Punkten Vorsprung von den Hanseaten ab, die beim 1:1 gegen den FC Carl-Zeiss Jena nach vier Siegen hintereinander den ersten Heimpunkt einbüßten (Siehe auch: 2. Bundesliga: Ergebnisse und Tabelle).

Die Überraschung des Tages lieferte Aufsteiger TuS Koblenz, der mit dem 3:1 gegen den 1. FC Köln die Krise des seit fünf Spielen sieglosen Favoriten verschärfte. Der TSV 1860 München beendete mit dem 2:0 gegen Rot-Weiß Essen seine Talfahrt und verbesserte sich hinter Köln auf den sechsten Tabellenplatz. Wacker Burghausen gewann das Kellerderby bei der SpVgg Unterhaching durch die Tore von Marek Krejci (58.) und John Mosquera (90.) und gab die „Rote Laterne“ des Tabellenletzten an Eintracht Braunschweig ab, das mit dem 0:1 beim SC Freiburg die dritte Niederlage hintereinander kassierte.

Vucicevic beendet lange Torflaute von 1860 München

Der KSC ist weiterhin ungeschlagen und zu Hause eine Macht. Dank der Saisontreffer sechs und sieben von Giovanni Federico (17./59.) und dem Tor von Edmond Kapllani (89.) feierte die Mannschaft von Trainer Edmund Becker, der den verletzten Stammtorwart Markus Miller durch Jean-Francois Kornetzky ersetzte, vor 20.300 Zuschauern im Wildparkstadion im fünften Heimspiel den vierten Sieg, während die Paderborner weiterhin ohne Auswärts-„Dreier“ sind.

Im Ostderby vor etwa 22.500 Zuschauern verkaufte sich Aufsteiger Jena hervorragend und nahm verdient einen Punkt aus dem Ostseestadion mit. Holger Hasse (68.) schoß Jena in Führung, René Rydlewicz (73.) bewahrte Hansa vor der ersten Heimniederlage. Den Münchner „Löwen“ war nach drei Niederlagen in Serie mit null Toren die Verunsicherung deutlich anzumerken. Trotz des vierten Saisonsieges konnten die Sechziger ihren Ruf als Aufstiegsfavorit nicht bestätigen. Mit einer Einzelaktion beendete Nemanja Vucicevic (50.) mit dem Führungstor die 324 Minuten lange Torflaute. Antonio di Salvo (61.) machte vor der Minuskulisse von 23.400 Zuschauern in der Allianz Arena den glanzlosen Erfolg der Sechziger perfekt.

Schiedsrichter verwehrt Kölnern klaren Elfmeter

Die Krise beim 1. FC Köln nimmt immer schärfere Formen an. Der ehemalige Bundesligaverein bot im Rheinderby vor 15.000 Zuschauern eine indiskutable Leistung. Goran Sukalo (57.), Rüdiger Ziehl (69.) und Anel Dzaka (86.) verpaßten den „Geißböcken“ eine bittere Lektion. Der verschossene Foulelfmeter von Thomas Broich paßte zum Kölner Trauerspiel. Mathias Scherz (83.) erzielte den FC-Ehrentreffer. Für den einzigen Aufreger in einer schwachen ersten Halbzeit sorgte Schiedsrichter Michael Kempter (Sauldorf), als er den Kölnern einen klaren Handelfmeter verweigerte. In der 32. Minute wehrte Philip Langen einen Schuß von Chihi mit der Hand auf der Torlinie ab.

Bei Freiburgs drittem Sieg in Serie war Youssef Mohamad der tragische Held. In der 61. Minute erzielte der Marokkaner vor 12.000 Besuchern den Siegtreffer für die Breisgauer, sechs Minuten später mußte er wegen wiederholten Foulspiel mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche.

Text: FAZ.NET mit Material von dpa
Bildmaterial: dpa

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